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Große Chance nicht genutzt

FC Hansa Rostock 1:2 VfL Osnabrück Große Chance nicht genutzt

Weil sie im packenden Nordduell beste Tormöglichkeiten auslassen, verpassen die Rostocker auch den Sprung in die Tabellenspitze / Trainer Brand ist dennoch überzeugt: Wir sind auf einem guten Weg

Rostock. „Kompliment an die Mannschaft“, „Spielerisch war das wieder ein Schritt nach vorn“ und „Wir sind auf einem guten Weg.“ Wer die Einschätzungen von Hansa-Chefcoach Christian Brand nach dem Nordduell am Sonnabend gegen den VfL Osnabrück hörte, hätte den vierten Sieg in Folge und den Sprung in die Tabellenspitze vermuten können. Statt dessen ging die Rostocker Erfolgsserie mit der 1:2 (0:1)-Niederlage jäh zu Ende. Die Hanseaten landeten nach ihrem Höhenflug und dem missglückten Angriff auf die Tabellenspitze wieder auf dem Boden.

 

OZ-Bild

Er hatte Hansas beste Torgelegenheiten auf dem Fuß: Stürmer Marcel Ziemer.

Quelle: Lutz Bongarts

Doch die Heimpleite in einem packenden und gutklassigen Drittliga-Spiel hatte dem Rostocker Trainer keineswegs die Laune vermiest. Statt Kritik gab es Streicheleinheiten. Denn die Mannschaft präsentierte sich gegen den nach zwei Niederlagen wiedererstarkten Aufstiegskandidaten in einem offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Gut im Griff hatten die Hanseaten Osnabrück allerdings erst in der zweiten Halbzeit – doch da lagen sie bereits mit 0:2 zurück.

„Die letzten Wochen waren wir sehr effizient – diesmal nicht“, konstatierte Brand und dachte dabei vor allem an die beiden Mega- Chancen von Marcel Ziemer. Dem Torjäger, der zuletzt in Paderborn seinen Bann gebrochen hatte und danach im Landespokal zwei Treffer nachlegte, klebt in der Liga scheinbar noch das Pech am Hacken. „Die Dinger wollten heute nicht rein“, haderte Ziemer. Eine scharfe Flanke von Andrist (34.) erwischte er fünf Meter vor dem Tor nicht richtig, weil er „mit dem Körper zu weit vorn“ gewesen sei.

Das zweite Mal rauften sich die 13 700 Zuschauer die Haare, als er nach schönem Doppelpass mit Gardawski das Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte (57.). „Wenn ich jeden reinmachen würde, wäre ich nicht hier“, sagte Ziemer. „Aber ich komme immerhin dorthin, wo es gefährlich ist. Das war schon mal anders“, stellte der 31-Jährige fest. „Das Ergebnis ist bitter. Aber wir haben trotzdem ein gutes Spiel gemacht und alles rausgehauen.“

Nach drei Spielen ohne Gegentor mussten sich die Rostocker nach Willers Treffer im Nachsetzen (21.) und dem Kontertor von Wriedt zum 0:2 kurz nach der Pause „erst einmal schütteln“, wie es Abwehrchef Matthias Henn beschrieb. Beide Mannschaften duellierten sich danach mit offenem Visier – und vollem Risiko. Nach dem Anschlusstreffer des eingewechselten Kerem Bülbül ging es hin und her. Bei Hansa versuchte es immer wieder der starke Tobias Jänicke, für Osnabrück hatten Syhre und Wriedt die Entscheidung auf dem Fuß, Ex-Hanseat Menga traf in der Nachspielzeit den Pfosten. „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen“, stellte Jänicke treffend fest: „Osnabrück hat eine Chance mehr genutzt.“

Auch deshalb ging Christian Brand mit seiner Mannschaft nicht zu hart ins Gericht. „Wir hatten Osnabrück in der zweiten Halbzeit an der Wand. Die Haltung der Mannschaft stimmt mich sehr positiv“, meinte der Hansa-Coach, der nach Stürmer Soufian Benyamina (im Landespokal) nun auch Ronny Garbuschewski zum Comeback nach langer Verletzungspause verhalf.

„Die Truppe funktioniert“, ist der frühere Bundesliga-Profi überzeugt. „Die Mannschaft hat sich wieder ein Stückweit gefestigt. Sie ist nach dem Rückstand ruhig geblieben, hat strukturiert nach vorn gespielt, nur die Torchancen nicht gemacht. Das nächste Mal müssen wir uns wieder belohnen.“ Dann geht's zu Spitzenreiter Duisburg.

Statistik

Rostock: Schuhen - Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Gardawski - Grupe (53. Bülbül), Erdmann - Andrist (81. Garbuschewski), Wannenwetsch, Jänicke (81. Fehr) - Ziemer.

Osnabrück: Gersbeck - Sangare, Appiah, Willers, Dercho - Syhre, Groß - Heider, Reimerink (90. El Bouazzati) - Kristo (72. Tigges), Wriedt (77. Menga).

Tore: 0:1 Willers (21.), 0:2 Wriedt (52.), 1:2 Bülbül (64.).

Schiedsrichter: Waschitzki (Essen).

Zuschauer: 13700.

Gelbe Karten: Ahlschwede / Willers, Heider.

Kai Rehberg

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