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Hannes Ocik: „Das war für mich ein Schlag ins Gesicht“

Rostock Hannes Ocik: „Das war für mich ein Schlag ins Gesicht“

Es war der größte Moment seines Lebens, doch was nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille von Rio folgte, hat bei Hannes Ocik einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.

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Rostock. Es war der größte Moment seines Lebens, doch was nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille von Rio folgte, hat bei Hannes Ocik einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. „Ich dachte, dass der eine oder andere auf mich zukommen würde, aber es ist niemand gekommen. Das hat mich extrem enttäuscht“, sagte der Schlagmann des Deutschland-Achters mit Blick auf mögliche neue Sponsoren. Beim Sporttalk der OSTSEE-ZEITUNG im OZ-Medienhaus in Rostock ging Ocik gestern auch mit Sportfunktionären in MV hart ins Gericht.

OZ-Bild

Es war der größte Moment seines Lebens, doch was nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille von Rio folgte, hat bei Hannes Ocik einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.

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Auf persönliche Anrufe von Landessportbund-Präsident Wolfgang Remer, Olympiastützpunkt-Chef Michael Evers oder des Ruder-Landeschefs Christian Lossmann habe er nach dem Gewinn der Silbermedaille vergeblich gewartet. „Die haben alle meine Nummer, aber angerufen hat keiner. Das war eine Riesenenttäuschung“, sagte der 25-Jährige im Gespräch mit den OZ-Redakteuren Alexander Loew und Christian Lüsch. Auch beim offiziellen Empfang der Olympioniken bei Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hätten die Sportfunktionäre durch Abwesenheit geglänzt, kritisierte Ocik: „Das war für mich ein Schlag ins Gesicht.“ Er mahnte Sportverbände und Politik, den Athleten im Land eine größere Wertschätzung für ihre Leistungen und bessere berufliche Perspektiven zu geben. „Den Leuten ist gar nicht klar, wie der Sport in Mecklenburg-Vorpommern untergeht“, sagte der Spitzenruderer und verwies darauf, „wie Sportler in anderen Bundesländern abgefeiert werden“. Auch für sich selbst schließt der Rostocker, der eine Ausbildung bei der Landespolizei in Güstrow absolviert, den Wechsel in ein anderes Bundesland nicht aus: „Das ist eine mögliche Option.“

Entschädigt werde er für die oft fehlende Wertschätzung, wenn ihn in den Vereinen „die kleinen Ruderer mit großen Augen anschauen“, erzählte Ocik: „Da merkt man, erst, was man erreicht hat.“

Am 1. November werden Ocik und seine Achter-Kollegen, darunter der Rostocker Felix Drahotta, von Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin mit dem Silbernen Lorbeerblatt – der höchsten deutschen Sportauszeichnung – geehrt. „Das wird ein Erlebnis, das man nie mehr vergisst“, weiß Ocik. Genau wie den silbernen Triumph von Rio.

S. Fröbe

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