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Hansa-Chef will Pyro-Chaoten zur Rechenschaft ziehen

Rostock/Zwickau Hansa-Chef will Pyro-Chaoten zur Rechenschaft ziehen

Marien: Krawallmacher sollen zahlen / Brand prangert Spieler-Mentalität an

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Der Zwickauer Mike Könnecke ist am Ball. Die Hansa-Profis Tim Väyrynen (l.), Dennis Erdmann und Amaury Bischoff greifen nicht ein. Im Hintergrund ziehen nach einer Pyro-Einlage von Hansa-Chaoten dichte Rauchschwaden über den Gästeblock.

Quelle: Foto: Eibner

Rostock/Zwickau. Leuchtraketen, die aufs Spielfeld fliegen, Böller, die einen ohrenbetäubenden Lärm machen und ein im Qualm versinkender Gäste-Fanblock – Anhänger des FC Hansa Rostock haben am Montagabend in Zwickau einmal mehr für skandalöse Umstände einer Drittliga-Partie gesorgt. Klubchef Robert Marien (36) kritisierte die Pyro-Attacken, die sogar für eine kurzzeitige Spielunterbrechung sorgten. „Solche Aktionen sind nicht nur finanziell schmerzhaft, sondern auch ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die den Verein unterstützen“, sagte Marien auf OZ-Anfrage und fügte hinzu: „Hier leben Leute ihr persönliches Fanleben aus und stellen dies über alles.“

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Marien: Krawallmacher sollen zahlen / Brand prangert Spieler-Mentalität an

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Das ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die den Verein unterstützen.

Hansa-Chef Robert Marien

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Neben einem immensen Imageschaden muss der Klub, der im Zuge der Sanierung Mitarbeiter entlassen musste, einmal mehr mit einer hohen Geldstrafe rechnen. „Es gab harte Einschnitte und Sparmaßnahmen, und wir müssen nach wie vor jeden Cent dreimal umdrehen, bevor wir ihn ausgeben“, erklärte Marien und fordert: „Die Täter müssen identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden.“

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Vorfälle mit Hansa-Chaoten. Inzwischen seien mehrere Personen identifiziert worden und entsprechende Unterlagen einem Anwalt übergeben worden, sagte Marien. Im Klartext: Hansa will die Krawallmacher in Regress nehmen. Marien: „Das Stadion ist kein rechtsfreier Raum und es kann nicht sein, dass am Ende nur der Verein für die Verfehlungen zahlt.

Wer sich danebenbenimmt, soll auch die Konsequenzen dafür tragen.“

Die Pyro-Attacken waren der unrühmliche Höhepunkt eines denkwürdigen Fußball-Abends, an dem die lange Zeit klar überlegenen Rostocker leichtfertig eine 2:0-Führung verspielten. Torhüter Marcel Schuhen patzte bei einem Eckball, FSV-Spieler Robert Koch nahm das Geschenk dankend an und verkürzte zum 1:2 (59.). Hansa wackelte und kassierte durch Ronny König (85.) den späten 2:2-Ausgleich.

Wieder nur ein Punkt. „Bitter, dass wir den Gegner durch so ein unnötiges Gegentor stark gemacht haben“, meinte Trainer Christian Brand. Seiner Nummer eins machte er keinen Vorwurf. „Es standen noch vier Spieler um den Schützen herum. Da geht’s um die allerletzte Konsequenz, den allerletzten Willen, das Tor zu verhindern“, sagte Brand: „Man sieht in jedem Spiel, wie eng die Liga ist. Mit Willen, Entschlossenheit und Laufbereitschaft geht unglaublich viel.“

Hansa deutete im bisherigen Saisonverlauf immer mal wieder an, diese Tugenden zu besitzen – mehr aber auch nicht. Im Heimspiel gegen Fortuna Köln (1:1) überzeugten die Mecklenburger erst im zweiten Durchgang. Beim Gastspiel in Zwickau sahen sie nach den Treffern von Stephan Andrist (33.) und Soufian Benyamina (45.+1) wie der sichere Sieger aus, ehe der Einbruch folgte.

Das sei kein Zufall, sondern „eine Mentalitätsgeschichte“, meint Brand, der im Heimspiel am Sonnabend gegen den Vorletzten Paderborn auf die „Gelb-süchtigen“ Michael Gardawski (fünfte Verwarnung) und Dennis Erdmann (zehnte Gelbe) verzichten muss. Taktische und technische Dinge könne man einstudieren, aber die Mentalität der Spieler zu ändern, sei schwierig. Auch mit den vier Winter-Einkäufen Amaury Bischoff, Tim Väyrynen, Christopher Quiring und Joshua Nadeau blieb die erhoffte Trendwende aus. Lediglich ein Sieg in der Rückrunde, Platz 13 mit 35 Punkten – das ist nur Mittelmaß.

Für die Partie gegen Paderborn fordert Brand: „Wir müssen 90 Minuten lang konzentriert bleiben und dürfen keine Sekunde nachlassen.“ Ansonsten geht der Schuss wieder nach hinten los.

Stefan Ehlers und Tommy Bastian

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