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Hansa-Sportchef Schneider hatte sich gar nicht beworben

Rostock Hansa-Sportchef Schneider hatte sich gar nicht beworben

Der ehemalige Bundesliga-Profi erhält einen Vertrag bis Ende 2017 – ebenso wie der neue Vorstandsboss Robert Marien.

Rostock. Fast 50 Kandidaten wollten den Job, am Ende bekam ihn einer, der sich gar nicht beworben hatte: Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat gestern wie erwartet Ex-Profi René Schneider als neuen Sportvorstand präsentiert. „Ich bin vor sechs, acht Wochen damit konfrontiert worden, dann ist dieser Gedanke gewachsen und ich habe mich damit beschäftigt“, sagte der 43-Jährige: „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das eine tolle Herausforderung für mich ist, die ich gerne annehme.“

 

OZ-Bild

Hansas neuer Sportvorstand René Schneider (43) vor dem Ostseestadion.

Quelle: Lutz Bongarts

77 Spiele für Hansa

René Schneider, der von 1994 bis 1996 sowie von 1999 bis 2001 für den FC Hansa Rostock insgesamt 77 Pflichtspiele bestritt, wurde 1996 Europameister und gewann 1997 mit Borussia Dortmund die Champions League und den Weltpokal.

Der ehemalige Abwehrspieler

betreibt seit 2003 seine eigene Fußballschule in Rostock.

Offiziell bestätigt wurde gestern auch, was bereits vor einigen Tagen durchgesickert war: Der bisherige Marketingvorstand Robert Marien (35) wird zum Klubchef und damit auch zum Geschäftsführer der neuen Profi-GmbH befördert. Finanzvorstand Christian Hüneburg (40) ist sein Stellvertreter. Beide hätten in einer „sehr schwierigen Phase überzeugende Arbeit geleistet“, begründete Aufsichtsratschef Rainer Lemmer, der den eingeschlagenen Weg von „Ruhe und Kontinuität“ fortsetzen möchte. Die Verträge aller drei Vorstände sind bis Ende 2017 datiert.

Für das Amt des Sportchefs waren neben Schneider weitere prominente Mitbewerber wie die ehemaligen Bundesligaprofis Martin Pieckenhagen, Markus Schupp und Steffen Freund im Rennen. Man habe viele Gespräche mit Schneider geführt „und dabei schnell gemerkt, dass er mit seinen Auffassungen und Vorstellungen sehr gut zum FC Hansa passt. Er hat uns einfach überzeugt“, erklärte Marien. Sein Amt als Präsident des FC Förderkader muss Schneider niederlegen, so sieht es die Vereinssatzung des FC Hansa vor. „Aber der Verein ist so gut aufgestellt, dass es keine großen Einschnitte geben wird“, so Schneider.

Bei Hansa trifft der Europameister von 1996 und Champions-League-Sieger von 1997 (mit Borussia Dortmund) auf gute Bekannte: Mit Chefcoach Christian Brand und Co-Trainer Uwe Ehlers spielte Schneider zu Erstligazeiten gemeinsam bei Hansa. Torwarttrainer Stefan Karow kennt er vom FC Förderkader. „Als wir uns wiedergesehen haben, war es gleich wie in alten Zeiten. Von daher kenne ich die Jungs – die sind hungrig, genauso wie ich“, erzählte der gebürtige Schweriner, der bei Hansa „Aufbruchstimmung“ festgestellt hat: „Die Voraussetzungen im Verein sind so günstig, dass ich das Gefühl habe, etwas bewegen zu können.“ Das soll er vor allem bei den Profis, denen er sich „in den nächsten Tagen“ vorstellen wird, aber auch im Nachwuchsbereich, den er konzeptionell neu ausrichten soll. „Mit seiner Fußballschule und dem FC Förderkader hat er hervorragende Arbeit geleistet, die er nun als wertvolle Erfahrung einbringen wird“, sagte Marien.

Den ersten Kontakt zum neuen Sportchef hatte Aufsichtsrat Torsten Völker hergestellt. „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht“, verriet Schneider, der sich vor sechs Jahren sogar mal bei Hansa beworben hatte. Damals bekam Stefan Beinlich den Job.

Sönke Fröbe

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