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Hansa ballert das Krisengerede weg

FC Hansa Rostock 5:0 FSV Zwickau Hansa ballert das Krisengerede weg

Rostocker feiern höchsten Sieg seit sechs Jahren und klettern in die obere Tabellenhälfte. Fünf verschiedene Schützen sorgen für den Torreigen.

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Timo Gebhart (Mitte) machte erneut ein starkes Spiel und brachte Hansa per Strafstoß in Führung.

Quelle: Imago

Rostock. „Oh, wie ist das schön, so was hat man lange nicht geseh’n“, schallte es gestern schon vor dem Abpfiff minutenlang durchs Ostseestadion. 13100 Zuschauer waren bei Hansas 5:0 (2:0)-Kantersieg gegen Aufsteiger FSV Zwickau regelrecht euphorisiert. Auf einen solchen Tag mussten die Rostocker Fans lange warten. Zuletzt gelang so ein Schützenfest vor fast sechs Jahren im November 2010 gegen Jahn Regensburg – die Älteren werden sich erinnern.

Bei schönstem Spätsommerwetter schossen sich die Hanseaten gestern durch Tore von Timo Gebhart (Foulelfmeter), Tommy Grupe, Stephan Andrist, Kerem Bülbül und Marcus Hoffmann einfach mal die Seele frei. Auch das Krisengerede nach der 1:3-Heimpleite acht Tage zuvor gegen Lotte haben die Ostseestädter mit zwei Siegen und 7:0 Toren in der englischen Woche einfach weggeballert. „Gegen Lotte haben wir auf die Fresse bekommen. Das hat uns wachgerüttelt“, stellte Marcus Hoffmann zufrieden fest.

Der Innenverteidiger setzte gestern mit seinem Kopfballtor kurz vor Schluss das Sahnehäubchen auf Hansas Galavorstellung, die nahtlos an den 2:0-Erfolg bei Fortuna Köln anknüpfte. „Heute haben wir uns mal so richtig freigespielt. Das freut mich für die Mannschaft und die Fans, die grandios waren“, sagte Christian Brand. „Wir waren offensiv sehr agil und beweglich, viele Laufwege stimmten.

Dadurch fielen die Tore fast automatisch.“ Gegen die harmlosen Zwickauer, die im gesamten Spiel nur eine einzige Torchance durch Schröter (73.) besaßen, kam seine Mannschaft nie ernsthaft in Verlegenheit.

Entsprechend hart ging Gäste- Trainer Torsten Ziegner mit seiner Mannschaft ins Gericht. „Wir haben so ziemlich alles schlecht gemacht, was man machen kann. Das hat mit dritter Liga nichts zu tun“, wetterte der Aufstiegscoach: „Wir kommen mit Riesenfreude hierher, aber in den Gesichtern meiner Spieler habe ich nur Angst gesehen. Das ist schade und tut weh.“

Umso größer die Freude bei den Hanseaten, die auch nach dem 2:0-Pausenstand den Vorsprung nicht verwalteten, sondern, wie von Brand vorgegeben, noch mehr Druck machten. Fünf verschiedene Schützen beteiligten sich am Rostocker Torreigen. Darunter der eingewechselte Neuzugang Kerem Bülbül mit seinem Premierentor für Hansa und Tommy Gruppe. Der Defensivmann, der erst im Mai nach seinem zweiten Kreuzbandriss zurückgekehrt war, traf nach drei Auswärtstoren nun zum ersten Mal vor eigenem Anhang. „Ein Tor kommt bei mir ja selten vor“, stellte der gebürtige Rostocker fest und strahlte: „Jetzt eins im Ostseestadion, dann auch noch vor der Südtribüne – ein schönes Gefühl, auch fürs Selbstvertrauen.“

Obwohl der FC Hansa zum zweiten Mal in dieser Saison wieder in die obere Tabellenhälfte geklettert ist, will Grupe von einem Angriff auf die Aufstiegsplätze zurzeit nichts wissen. „Man sollte die Euphorie ein bisschen bremsen“, findet der 24-Jährige. „Man sieht an den Ergebnissen, wie eng und schwierig diese Liga ist. In dieser Woche hatten wir zwei gute Tage. Wir tun gut daran, uns nur aufs nächste Spiel zu konzentrieren.“ Und da müssen die Rostocker am Freitag bei Zweitliga-Absteiger SC Paderborn Farbe bekennen.

Statistik

Hansa: Schuhen – Ahlschwede, Henn, M. Hoffmann, Gardawski – Grupe, Erdmann – Andrist (70. Bülbül), Wannenwetsch (57. Ziemer), Jänicke (62. Platje) – Gebhart.

Zwickau: Brinkies – Sorge (56. Geisler), Gebers, Paul – R. Lange, Schlicht (62. Nietfeld) – P. Göbel (24. Wachsmuth), Frick, Ch. Göbel – Schröter, König.

Tore: 1:0 Gebhart (5., Foulelfmeter), 2:0 Grupe (16.), 3:0 Andrist (59.), 4:0 Bülbül (84.), 5:0 Hoffmann (87.).

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg).

Zuschauer: 13100.

Gelbe Karten: - / Wachsmuth, Gebers.

Kai Rehberg

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