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Hansa setzt Sparkurs fort: Auch Trainer Kroos muss gehen

Rostock Hansa setzt Sparkurs fort: Auch Trainer Kroos muss gehen

Der klamme Klub streicht insgesamt vier Stellen. Dennoch bleibt noch ein weiteres Defizit von einer halben Million Euro.

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Nachwuchscoach Roland Kroos in seinem Trainerzimmer. Seine Stelle wird gestrichen.

Quelle: OZ-Archiv

Rostock. Der FC Hansa hat sein drittes Sparpaket verabschiedet und damit für schmerzliche Einschnitte gesorgt (die OZ berichtete). Vier Vereinsmitarbeitern wurde gekündigt: Roland Kroos, Trainer der zweiten Mannschaft, Profi-Teammanager René Chaberny, einem Sozialpädagogen und dem zweiten Zeugwart. Ihre Posten werden entweder komplett abgeschafft oder die Aufgaben umverteilt. Weitere Vereinsmitarbeiter müssen teilweise deutliche Gehaltskürzungen in Kauf nehmen.

 

OZ-Bild

Johannes Brinkies

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Mit den Maßnahmen will Hansa „die Personal- und Gehaltsstrukturen an das Niveau der dritten Liga anpassen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen die Strukturen anderer vergleichbarer Vereine angeschaut und festgestellt, dass wir mit unseren administrativen Aufwendungen im Lizenz- und Nachwuchsbereich teilweise weit vor vielen anderen Drittligisten liegen und wir hier ansetzen müssen“, erklärte Marketing-Vorstand Robert Marien.

Für Roland Kroos ist die Streichung seiner Trainerstelle zugleich ein bitterer Abschied nach 14 Jahren beim Rostocker Klub. „Ich werde nicht bei Hansa bleiben“, sagte der Vater von Weltmeister Toni Kroos auf OZ-Anfrage. Der 56-jährige Coach, der mit Hansas A-Junioren 2013 deutscher Vizemeister geworden ist, will sich nach der Saison eine Auszeit nehmen. „Aber ich werde hundertprozentig wieder bei einem anderen Verein arbeiten“, kündigte Kroos an.

Weitere Einsparungen sollen unter anderem durch eine Reglementierung bei der Vergabe von Freikarten für Spieler, preiswertere Hotelübernachtungen, weniger „Frei“-Trikots für die Profis sowie durch neue Dienstleistungsverträge für Reinigung, medizinische Betreuung und Physiotherapie erzielt werden. Nicht zwingend notwendige Verträge würden gekündigt, andere reduziert. Im Nachwuchs werden die Mitgliedsbeiträge und die Internatsgebühren erhöht. Diese würden laut Hansa aber weiterhin deutlich niedriger sein als bei anderen Vereinen der 3. Liga. Durch die Vermarktung von Parkplätzen für VIP-Gäste sollen weitere 10000 Euro in die leeren Kassen kommen. Insgesamt will der Klub mit seinem dritten Sparpaket seit Dezember 2015 nochmals rund 500000 Euro pro Jahr einsparen. Die ersten beiden Streichkonzepte hätten bereits Kosten von rund einer Million Euro pro Jahr gesenkt. „Die wirtschaftliche Sanierung ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Lizenzierung durch den DFB“, erklärte Finanz-Vorstand Christian Hüneburg.

Derzeit hat der Klub ein strukturelles Defizit von knapp 2 Millionen Euro. Auch nach dem dritten Sanierungspaket verbleibt daher noch ein Minus von 500000 Euro. „Wir haben in vielen Bereichen über unsere Verhältnisse und Möglichkeiten gelebt“, sagte Aufsichtsratschef Rainer Lemmer: „Der strenge Sparkurs ist unvermeidlich und die einzige Chance, dass aus eigener Kraft die allmähliche wirtschaftliche Gesundung gelingt.“ Das dritte Sanierungspaket wird also nicht das letzte sein.

Brinkies nach Zwickau

Torhüter Johannes Brinkies hat nach zwölf Hansa-Jahren bei Drittliga-Aufsteiger FSV Zwickau angeheuert. Der 22-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2018. Bei den Sachsen soll der gebürtige Grevesmühlener Stammkeeper Marian Unger Konkurrenz machen.

Bei Hansa hatte Brinkies seit 2004 alle Jugendteams durchlaufen. Bei den Profis kam er in den letzten beiden Spielzeiten nur noch auf zehn Einsätze. Insgesamt bestritt er 38 Spiele für den Koggenklub.

Kai Rehberg

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