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Hansa startet mit 24 Spielern in intensive Trainingswoche

Göhren Hansa startet mit 24 Spielern in intensive Trainingswoche

Nur Stürmer Väyrynen fehlt / Donnerstag besonderes Programm

Göhren. Mit zerzausten Haaren verließ Willi Evseev gestern Mittag den Fußballplatz in Baabe. Eine steife Ostsee-Brise pustete die Hansa-Profis bei ihren ersten Trainingseinheiten trotz des blau-weißen Himmels und Sonnenschein kräftig durch. „Ganz schön windig, man spürt sofort, dass man auf einer Insel ist“, so der Neuzugang, der zum ersten Mal auf Rügen weilt: „Es ist eben nicht Mallorca“.

Statt ausspannen am „Ballermann“ hat die Mannschaft des Rostocker Drittligisten bei ihrem ersten Sommercamp seit drei Jahren ein volles Programm. „Wir müssen viel tun, es wird intensiv werden. Wir wollen ja zulegen“, kündigte Trainer Pavel Dotchev an. Sieben Trainingseinheiten stehen bis Freitag Mittag an, dazu morgen ein Testspiel gegen Blau-Weiß Baabe (18.30 Uhr). Und auf dem Heimweg eine weitere Vorbereitungspartie beim FSV Malchin. Außerdem gibt es eine medizinische Beratung durch einen Arzt, Tipps von einer Ernährungsberaterin und eine Autogrammstunde in Göhren.

Mit leichten Ballübungen, eingebettet in jeweils zwölf Läufe über 150 Meter in 30 Sekunden, war der Auftakt noch moderat. „Kurz aber knackig“ fand es Mittelfeldspieler Evseev. Marcel Ziemer machte nur jeden zweiten Lauf mit und trainierte am Nachmittag individuell. Die erste Trainingswoche in Rostock hatte der Stürmer wegen Wadenproblemen verpasst. Auf Rügen soll er nun Fahrt aufnehmen.

„Wenn er die Belastung gut verkraftet, kann ich ihn in den nächsten Tagen einplanen“, sagt Dotchev.

24 Spieler hatte er auf dem Platz in Baabe zur Verfügung, wo 2012 bereits Schalke 04 Station gemacht hatte. Zum Tross der Rostocker gehören auch Probetrainierer Harry Föll (19) und Torwarttalent Philpp Puls (16) aus dem eigenen Nachwuchs. Es fehlt nur Tim Väyrynen. Der Angreifer hat laut Verein einen Infekt und wird vielleicht schon heute im Teamquartier in Göhren erwartet. Die zweite Einheit gestern Nachmittag mussten Tommy Grupe und Christopher Quiring abbrechen, beide mit muskulären Problemen im Oberschenkel.

Am Donnerstag wird der Ball ruhen. Der Tag ist für eine „teambildende Maßnahme“ vorgesehen. „Die Mannschaft wird sich in Gruppen aufteilen und Aufgaben erhalten, die zu lösen sind“, lässt Dotchev durchblicken, „aber ich will noch nicht zu viel verraten“. Offenbar ist das Ganze angelegt wie eine Schnitzeljagd auf Fahrrädern.Überhaupt will der 51-Jährige die Tage auf Deutschlands größter Insel nutzen, damit nicht nur er die Mannschaft mit bislang zwölf Neuzugängen näher kennenlernt, sondern sich auch die Profis untereinander bekanntmachen. „Da muss ich nicht viel machen. Die Spieler werden von sich aus schon viel miteinander reden“, ist der Coach sicher.

Freie Wahl hatten sie gestern bereits bei der Zimmerbelegung. Weil es im Mannschaftshotel in Göhren auch Dreier- und Vierer-Appartements gibt, haben zum Beispiel die Torhüter eine WG gebildet. Pavel Dotchev selbst hat ein Zimmer mit Meerblick bezogen. „Es ist traumhaft schön“, urteilt der Coach, der ebenfalls Rügen-Neuling ist. Für den riesigen Wellness-Tempel im Haus mit fünf Saunen, Salzraum, Kreideschlammbädern oder Licht- und Klangtherapie wird auch der Trainer kaum Zeit haben.

Kai Rehberg

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