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Hoch hinaus: Martina Strutz will Olympia-Norm knacken

Schwerin Hoch hinaus: Martina Strutz will Olympia-Norm knacken

Nach 15-jähriger Pause bestreitet die Schwerinerin wieder einen Wettkampf vor heimischen Fans / Der Eintritt zum Stabhochsprung-Meeting ist frei

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Hier wird sie am Sonntag springen: Martina Strutz im Schweriner Stadion am Lambrechtsgrund.

Quelle: Stefan Ehlers

Schwerin. Martina Strutz kennt fast alle Stabhochsprung-Anlagen dieser Welt. Sie schwingt sich bei internationalen Meisterschaften in die Höhe, präsentiert sich bei publikumsnahen Wettbewerben auf Marktplätzen oder landet auf einer Matte direkt auf dem Tegernsee. Nur vor heimischem Publikum ist die 34-jährige Schwerinerin lange nicht gesprungen – zuletzt vor 15 Jahren.

Wir möchten den Zuschauern unseren Sport näherbringen.“

Martina Strutz (34)

vor ihrem Heimauftritt in Schwerin

Das muss sich ändern, dachten Strutz und ihr Trainer Thomas Schuldt, und konnten ihren Verein, den Schweriner SC, begeistern (die OZ berichtete). Die Idee für ein Stabhochspring-Meeting im Stadion am Lambrechtsgrund gibt es schon seit längerer Zeit, erzählt die Vize-Weltmeisterin von 2011. „So richtig konkret ist es seit acht Wochen.“

Für die Premiere am Sonntag (Beginn 15.00 Uhr, Einlass ab 14.00 Uhr) hat sich ein kleines, aber feines Starterfeld angesagt. Mit Strutz, Annika Roloff (MTV Holzminden) und der ebenfalls in Potsdam trainierenden Anjuli Knäsche  (SG Kronshagen/Kieler TB) starten immerhin drei Athletinnen, die bei den deutschen Hallenmeisterschaften Ende Februar in Leipzig unter den Top vier waren.

„Annika und Anjuli bringen ihre Trainingskollegin Friedelinde Petershofen mit. Eine Dänin hat ebenfalls zugesagt, zudem sind zwei jüngere Springerinnen aus Hamburg dabei“, erzählt Martina Strutz. Die 1,59 Meter große Stabartistin ist zufrieden: „Für das erste Mal ist das völlig in Ordnung.“

Der SSC organisiert die Veranstaltung. Auch Freunde und Familienangehörigen packen mit an, berichtet die drahtige Blondine. Der Etat in Höhe von rund 10000 Euro ist durch Sponsoren gedeckt. Die Anmeldegebühr übernahm der Schweriner SC.

Der Eintritt ist frei. „Wir möchten den Zuschauern unseren Sport näherbringen“, sagt Strutz und denkt dabei nicht zuletzt an Familien, die „ansonsten eine ganze Menge Geld ausgeben müssten, um Sport zu sehen“, erklärt die Athletensprecherin, die sich auf ihr „Heimspiel“ freut.

„2001 bin ich hier 4,42 Meter gesprungen. Diesmal soll es auf jeden Fall die Olympia-Norm werden“, kündigt sie an. 4,50 Meter sind gefordert. Die ersten drei der deutschen Meisterschaften von Kassel (18./19. Juni) sind bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro dabei.

Die Quali-Höhe hat Strutz bereits am vergangenen Freitag auf dem Recklinghäuser Altstadtmarkt übersprungen. Die Olympia-Fünfte gewann mit 4,51 m. Als Richtwert für Rio wird die Leistung aber aufgrund der Beschaffenheit der Anlage nicht anerkannt. Dennoch unterstrich die Schwerinerin, die eine Bestleistung von 4,80 Metern hat, ihre ausgezeichnete Form. Denn in Recklinghausen passte längst nicht alles. „Ich war zu schnell für die Anlage“, berichtet Strutz, die ihren Anlauf auf 14 statt 16 Schritte verkürzte.

Martina Strutz bleiben noch mehrere Möglichkeiten, um mit der Olympia-Norm in der Tasche zu den deutschen Meisterschaften zu fahren. Sie möchte gleich die erste nutzen – am Sonntag in Schwerin.

Stefan Ehlers

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