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„Ich möchte ein Vorbild sein“

„Ich möchte ein Vorbild sein“

Der Schweriner Artem Harutyunyan fühlt sich auch mit Olympia-Bronze als Sieger

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Artem Harutyunyan (l.) mit DOSB-Chef Alfons Hörmann.

Rio de Janeiro. Die nötigen Punkte zum Einzug ins olympische Boxfinale hatte Artem Harutyunyan verpasst. Doch beim anschließenden Medienmarathon sammelte der erfolgreichste deutsche Faustkämpfer in Rio reichlich Sympathiepunkte. Den Deutschen Boxsportverband bewahrte der Hamburger, der in Schwerin lebt und trainiert, mit seiner Plakette vor dem Verlust der Förderung und dem Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Die OZ sprach mit ihm.

Was überwiegt mit etwas Abstand: die Freude über Bronze oder die Enttäuschung über den verpassten Kampf um Gold?

Artem Harutyunyan: Bronze ist mehr, als ich mir jemals erträumt habe. Ich wollte immer mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Mit der Medaille ist ein Traum wahr geworden.

War sogar mehr drin?

Harutyunyan: Mein Halbfinal-Gegner war 13 Zentimeter größer. Aber ich habe gekämpft bis zum Schluss. Mein Team um Trainer Michael Timm hatte einen Plan, den haben wir auch ganz gut umgesetzt. Leider haben die Punktrichter nicht für mich entschieden. Aber das respektiere ich. Trotzdem fühle ich mich hier bei Olympia als Sieger.

Sie kamen als Flüchtling nach Deutschland, jetzt haben Sie Olympia-Bronze – unglaublich.

Harutyunyan: Das schafft nur der Sport. Ich bin 1991 mit meiner Familie aus Armenien geflüchtet, da war ich ein Jahr alt. Wir haben im Asylheim gewohnt, in Containern, haben Hartz IV bekommen. Das war eine ziemlich schwierige Zeit. Aber durch den Boxsport habe ich Ehrgeiz und Disziplin gelernt. Die Medaille möchte ich als Symbol nach Deutschland bringen und ein Vorbild für Flüchtlinge sein. kr/lb

OZ

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