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Kittel triumphiert im Sprint: „Wie hundert Mal Weihnachten“

Limoges Kittel triumphiert im Sprint: „Wie hundert Mal Weihnachten“

Vierte Etappe, erster Sieg für einen deutschen Fahrer: Sprint-Spezialist schlägt Cavendish. Greipel frühzeitig geschlagen.

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War auf der längsten Tour-Etappe der Schnellste: Sprint-Spezialist Marcel Kittel.

Quelle: Sebastien Nogier/dpa

Limoges. Marcel Kittel lag rücklings auf dem Asphalt und brüllte seine ganze Freude in den Himmel: In einer Herzschlagentscheidung hat der Thüringer die vierte Etappe der Tour de France gewonnen und den deutschen Radprofis nach den Enttäuschungen der ersten Tage den ersehnten Erfolg gesichert. „Ich bin wahnsinnig stolz und froh, dass ich es heute allen gezeigt habe“, sagte der 28-Jährige nach seinem Coup nach 237,5 km in Limoges. Einen Tag, nachdem André Greipel unglücklich im Foto-Entscheid in Angers gegen Mark Cavendish verloren hatte, drehte Kittel (Arnstadt/Etixx-Quick Step) diesmal den Spieß um. Nach Auswertung des Zielfotos lag Kittel kaum eine Reifenbreite vor dem zweitplatzierten Franzosen Bryan Coquard (Direct Energie).

Als das Ergebnis nach bangen Sekunden des Wartens endlich zu Kittel durchgedrungen war, gab es beim Sprint-Hünen kein Halten mehr. „Ich bin mega, mega happy. Nach der Zieldurchfahrt hatte ich keine Ahnung, ob ich jetzt gewonnen hatte. Es hat sich angefühlt wie hundert Mal Weihnachten hintereinander“, sagte Kittel, der im Vorjahr nach gesundheitlichen Problemen von seinem damaligen Team Giant-Alpecin nicht für die Tour nominiert worden war: „Ich habe es heute nicht nur meinen Gegnern gezeigt, sondern auch allen, die mich im letzten Jahr vergessen haben. Der Sieg bedeutet mir sehr, sehr viel.“ Platz drei auf der längsten Etappe der Tour 2016 ging an den slowakischen Weltmeister Peter Sagan (Tinkoff), der das Gelbe Trikot erfolgreich verteidigte.

Greipel (Rostock/Lotto-Soudal) war frühzeitig geschlagen und landete auf Platz 19. „Normalerweise liegt mir so ein Finale, aber ich hatte heute einfach keine Power“, sagte er. Auch Cavendish (Großbritannien/Dimension Data), Sieger der ersten und dritten Etappe, war auf Platz acht chancenlos. Kittels Teamkollege Tony Martin freute sich derweil im Ziel von ganzem Herzen mit seinem Kapitän – nicht ganz uneigennützig. „Damit wird ein unglaublicher Druck vom Team genommen. Wir haben es heute sehr, sehr gewollt“, sagte der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister.

Zuletzt waren die deutschen Radprofis 2012 an den ersten vier Tour- Tagen sieglos geblieben, damals gelang Greipel dann aber an Tag fünf und sechs der Doppelschlag. Auf der giftigen fünften Etappe über 216 km ins Wintersport-Ressort Le Lioran werden die Sprinter – mit Ausnahme von Allrounder Sagan – heute keine Rolle spielen.

Ergebnisse

4. Etappe Saumur - Limoges (237,5 km): 1. Kittel (Erfurt) - Quick Step 5:28:30 Stunden, 2. Coquard (Frankreich) - Direct Energie; 3. Sagan (Slowakei) - Tinkoff; 19. Greipel (Rostock) - Lotto-Soudal alle gleiche Zeit.

Gesamt: 1. Sagan 20:03:02; 2. Alaphilippe (Frankreich) - Quick Step + 12 Sek.; 3. Valverde Belmonte (Spanien) - Movistar + 14; 39. Buchmann (Ravensburg) Bora-Aragon + 0:35 Min., 92.

Martens (Rostock) - Team Lotto NL + 4:09; 119. Kittel 6:53; 136. Greipel + 8:29; 145. Voß (Rostock) - Bora-Aragon + 9:11.

Christoph Leuchtenberg und Ruben Stark

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