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Kleiner Verein sorgt für großes Aufsehen

Stralsund Kleiner Verein sorgt für großes Aufsehen

Volleyball-Zweitligist 1. VC Stralsund mischt ganz oben mit / Aufstieg in die 1. Bundesliga ist für die Wildcats kein Thema

Stralsund. Nur etwas mehr als 100 Mitglieder hat der 1. VC Stralsund, doch in der 2. Volleyball -Bundesliga sorgt der kleine Verein derzeit für großes Aufsehen. Mit einem glatten 3:0-Sieg im Verfolgerduell beim VfL Oythe kletterten die Wildcats am Wochenende auf den dritten Tabellenplatz, und vor der Weihnachtspause empfängt das Team von Trainer André Thiel noch den Zweiten Bayer Leverkusen (3.12.) und Spitzenreiter DSHS Köln (10.12.) in der heimischen Diesterweghalle. „Wir freuen uns über den Erfolg, aber wir bleiben auf dem Boden“, kommentiert Teammanager Steffen Täubrich den Höhenflug und attestiert den Wildcats „die deutlichste sportliche Steigerung der letzten Jahre“.

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Volleyball-Zweitligist 1. VC Stralsund mischt ganz oben mit / Aufstieg in die 1. Bundesliga ist für die Wildcats kein Thema

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Es ist die achte Zweitliga-Saison der Sundstädterinnen nach dem ersten Aufstieg 2008, dem 2009 der Abstieg und im Jahr darauf der sofortige Wiederaufstieg folgte. In dieser Saison haben die Sundstädterinnen zuletzt sechs Siege in Serie hingelegt. Dass es so gut laufen würde, war beim Saisonstart nicht abzusehen. Zumal Trainer Thiel mit einem großen personellen Umbruch umgehen musste.

Acht Spielerinnen – darunter Top-Leistungsträgerin Madleen Piest (zu Erstligist Erfurt) – haben den Verein verlassen. „Somit mussten wir acht neue Spielerinnen integrieren“, erklärt Täubrich, der sich seit Anfang der Saison auf seine Aufgaben als Teammanager konzentriert. Dafür hat er das Amt als Vereinsvorsitzender und sogar seinen Job als Chef eines Gartencenters aufgegeben. „Uns ist es gelungen, nicht nur gute Sportlerinnen, sondern auch gute Charaktere dazuzuholen. Das Mannschaftsgefüge funktioniert, der menschliche Faktor stimmt“, sagt Täubrich: „Das macht wohl das Quäntchen mehr aus, das uns in der Vergangenheit vielleicht gefehlt hat.“

Die konstant guten Leistungen der „Wildkatzen“ werden auch von den Fans honoriert. Bis zu 400 Zuschauer feuern Tanja Joachim und Co. an, wenn sie in der Diesterweghalle schmettern und baggern. „Die Atmosphäre ist toll, für die 2. Liga ist das eine sehr gute Resonanz“, sagt Täubrich auch mit Blick auf das jüngste Auswärtsspiel in Vechta gegen Oythe: „Da haben 60 Leute zugeschaut.“

Trotz der durchweg positiven Entwicklung ist der Aufstieg ins Oberhaus in Stralsund „definitiv kein Thema“, stellt Täubrich klar: „Sportlich und finanziell ist das außerhalb unserer Reichweite.“ Der Klub sei wirtschaftlich stabil, „aber weit von dem entfernt, was in der 1. Bundesliga nötig wäre“. Das Aufstiegsrecht haben die drei erstplazierten Teams, aber wahrgenommen wurde es in der Nordstaffel zuletzt nur selten. Stralsund hat auf die Vorlizenzierung für die 1. Liga verzichtet. Zumal alle Spielerinnen neben ihrer Volleyball-Karriere einem Beruf nachgehen. Die Palette reicht von der Ärztin (Franziska Kühn) über mehrere Studentinnen bis zur Geologin (Swantje Basan).

Einen Titel hat die Mannschaft von Trainer Thiel – dem Sport- und Geografie-Lehrer, der den Klub aus der Bezirksliga in die 2. Bundesliga geführt hat – immerhin jetzt schon sicher: Die Wildcats sind Reisemeister der Liga. „Für die zwölf Auswärtsspiele“, sagt Täubrich, „fahren wir mit dem Bus ungefähr 25000 Kilometer“. Sönke Fröbe

OZ

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