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Lewandowskis zahlen Lehrgeld

Magdeburg Lewandowskis zahlen Lehrgeld

Die Greifswalder Box-Brüder verlieren beim Kampfabend in Magdeburg ihre ersten Titelkämpfe

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Lieferte einen beherzten Kampf: Dennis Lewandowski (r.), der hier Junioren-Weltmeister Tom Schwarz attackiert.

Quelle: Fotos: Uwe Koch (2), S. Fernandes

Magdeburg. Markus Beyer war überaus angetan. „Hut ab vor Dennis Lewandowski! Diese Leistung hätte ich ihm nicht zugetraut“, räumte der Ex-Weltmeister im Supermittelgewicht ein. Der als krasser Außenseiter gehandelte Lewandowski verkaufte sich am Sonnabend in Magdeburg gegen Junioren-Weltmeister Tom Schwarz teuer, musste aber am Ende eine klare Punktniederlage (91:99, 90:100, 92:99) hinnehmen.

OZ-Bild

Die Greifswalder Box-Brüder verlieren beim Kampfabend in Magdeburg ihre ersten Titelkämpfe

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„Das Urteil ist zu hoch ausgefallen“, meinte Lewandowski, der zwar Probleme mit den Schuhen hatte, aber nicht aus den Latschen kippte. Mit einer kompakten Doppeldeckung stellte er sich dem Favoriten entgegen und versuchte mit überfallartigen Aktionen sein Glück. Der Magdeburger Schwarz, der das Zehn-Runden-Duell klar dominierte und seine WM-Gürtel der Verbände WBO und WBC Chantal und Candy nennt, grübelte zu mitternächtlicher Stunde über die Nehmerqualitäten des Herausforderers: „Ich bin zwar durchgekommen, aber er ist stehen geblieben. Komisch.“

Auch wenn sich Lewandowskis Hoffnungen auf ein Rematch wohl nicht erfüllen werden, empfahl sich der 22-jährige Schwergewichtsboxer für weitere Ringauftritte. Der finale Schlagabtausch, den sich der „Ostseehammer“ und Schwarz auf der Seebühne im Elbauenpark lieferten, begeisterte die 2500 Zuschauer. „Dennis, ins Schwarze!“, brüllten die mehr als 200 Lewandowski-Anhänger. Doch Schwarz sank erst beim Schlussgong zu Boden – vor Freude.

„Riesendank an die Fans. Die Stimmung war weltmeisterlich“, meinte Lewandowski, dessen Bruder Christian zuvor ebenfalls im zehnten Profikampf seine erste Niederlage hinnehmen musste. Der 23-Jährige ging im Kampf um die EBU EU-Meisterschaft gegen Agit Kabayel aus Essen zu Beginn der siebten Runde auf die Bretter.

„Ich hatte den Willen, aber nicht die Luft“, gab der „Boddenhammer“ zu. Lewandowski begann stark. Kabayel wackelte in der zweiten Runde. Lewandowski wollte den K.o. erzwingen. „Ich habe sinnlos auf die Deckung geschlagen. Das hat mich Kraft gekostet.“ Ein Fehler, der sich in diesem intensiven Schwergewichts-Gefecht rächen sollte. „Das Tempo war hammer!“, befand Markus Beyer, der als Co-Kommentator für den MDR am Ring saß.

Lewandowski musste dieser Tempohatz Tribut zollen. „Ich bin enttäuscht von mir, weil ich nicht das umgesetzt habe, was wir uns vorgenommen hatten.“ Der Greifswalder konnte seine Größenvorteile nicht ausspielen und geriet zusehends unter Druck. Für ihn kam der Titelkampf ganz einfach zu früh. Kabayel, der in Rotterdam ein Sparring mit Klitschko-Bezwinger Tyson Fury absolvierte und nunmehr Europameister Kubrat Pulew herausfordern dürfte, ist zwar ebenfalls 23 Jahre jung, hat aber fünf Kämpfe mehr Erfahrung.

Trotz der Niederlage ihrer Lieblinge waren die mitgereisten Fans begeistert. „So ist nun mal der Sport: Der Bessere gewinnt. Wir sind trotzdem stolz auf Dennis und Christian. Sie haben gekämpft ohne Ende“, meinte Philipp Schlieter (30), der mit einem Bus aus Karlshagen angereist war. Ähnlich wertete Ulf Steinforth, Promoter des SES-Boxstalls, die Auftritte der Lewandowski-Brüder: „Beide waren gut, aber wir waren besser.“

Die beiden Jungprofis sehnen nun den Urlaub herbei. Dennis Lewandowski will beim Angeln in Norwegen entspannen, Christian freut sich auf ein paar schöne Tage in seiner Heimatstadt. „Ich hab aus meinen Fehlern gelernt“, versicherte der 2,02-Meter-Hüne und gab sich in der Stunde der Niederlage angriffslustig: „Ich hoffe, dass ich gegen Tom Schwarz boxen darf.“ Und dann könnte er Markus Beyer überraschen.

Stefan Ehlers

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