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Magaths millionenschwere Mission

Jinan/Frankfurt Magaths millionenschwere Mission

Chinas Profi-Fußball boomt / Die Klubs werfen mit Geld nur so um sich / Meistertrainer als Aufbauhelfer

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Felix Magath (62) bei seiner Vorstellung in China.

Quelle: Imago

Jinan/Frankfurt. . Wenn Felix Magath in seiner chinesischen Wahlheimat mal wieder an neuen Großtaten tüftelt, sollte er vielleicht eine der 90 Quellen aufsuchen. Die Baotu-Quelle beispielsweise gilt als Ort der Inspiration, sie ist malerisch schön – aber nicht der Grund für seinen Umzug nach Jinan. Magath ist Hoffnungsträger, er ist ein Architekt des Mega-Projekts, das immer häufiger durch spektakuläre Millionentransfers für Aufsehen sorgt.

„Ich bin sehr interessiert am großen Aufbruch im chinesischen Fußball und werde mich und mein Team dabei intensiv und mit ganzer Kraft einbringen“, schrieb der ehemalige Meistercoach des VfL Wolfsburg und von Bayern München bei Facebook über sein Engagement beim Erstligisten Shandong Luneng. Einen ersten Teilerfolg durfte der 62-Jährige bereits feiern, als er mit dem Abstiegskandidaten den Tabellenzweiten Jiangsu Suning bezwang (2:1).

Weitere Siege scheinen auch nur eine Frage der Zeit: Kürzlich vermeldete Shandong die Verpflichtung des italienischen EM-Stürmers Graziano Pellè. 14 Millionen Euro überwiesen die Chinesen dafür nach England, dem 30-jährigen selbst wird sein Aufenthalt bis Ende 2018 mit sagenhaften 30 Millionen Euro versüßt.

„Business as usual“ im heutigen Fußball-China. Denn die Causa Pellè ist nur das jüngste Beispiel für wahnwitzige Summen, mit denen die chinesischen Vereine (vermeintliche) Stars in ihr Land locken. Ende Juni wechselte der brasilianische Stürmer Hulk von Zenit St. Petersburg zu Shanghai SIPG. Kostenpunkt für Asiens Rekordtransfer: 56 Millionen Euro.

Für Reporter Rowan Simons, der den chinesischen Fußball als Kommentator begleitet, kommt der Boom nicht von ungefähr. „Dieser Wahn und die Investitionen sind mit der Wahl von Xi Jinping begründet. Er liebt den Fußball“, sagt Simons. Staatspräsident Xi steckt also hinter der Revolution, er will sein Reich zu einer wahren Fußball-Nation aufbauen. Schon einmal hatte er seine „drei größten Wünsche“ formuliert, die da lauten: China soll sich nach 2002 endlich wieder für eine WM qualifizieren, das Riesen- Event möglichst bald ausrichten und in nicht allzu ferner Zukunft den Titel holen. Das Erziehungsministerium soll dafür bis 2017 20000 Fußballschulen gründen. Das notwendige Know-How kommt aus Europa – in Person von Magath, dessen schwedischem Kollegen Sven-Göran Eriksson (Shanghai SIPG) oder eben der zahlreichen Spieler. „All diese Deals sind Teil einer riesigen Finanz-Blase, die in naher Zukunft wohl nicht platzen wird“, sagt David Hornby, Sportwirtschafts-Direktor der in Shanghai ansässigen Mailman Group: „Die ausufernden Investitionen werden noch mindestens zwei Jahre lang anhalten.“ Weil Geschäftsleute und Firmen den Fußball zudem als sichere Anlage deuten, investieren sie auch immer häufiger in europäische Klubs. So wird der Elektronik-Riese Suning für rund 270 Millionen Euro 70 Prozent der Anteile des 18-maligen italienischen Meisters Inter Mailand erwerben, auch Teile von Atletico Madrid oder Manchester City befinden sich dank Millionen-Investitionen bereits in chinesischer Hand.

OZ

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Frankfurt/Main

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