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Martina Strutz will bei der EM Schwung für Rio holen

Schwerin Martina Strutz will bei der EM Schwung für Rio holen

Die kontinentalen Titelkämpfe in Amsterdam sind für die Stabhochspringerin nur eine Etappe auf dem Weg nach Brasilien / Fokus der Schwerinerin liegt auf Olympia

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Mit ihren 4,25 Meter langen Carbon-Sprungstäben will Martina Strutz (34) auch bei der EM in Amsterdam hoch hinaus.

Quelle: Bernd Thissen/dpa

Schwerin. Drei Wochen nach ihrem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel will Stabhochspringerin Martina Strutz ihre gute Form ab heute auch bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam unter Beweis stellen. In der Olympia-Saison ist die EM eine Art Generalprobe für die Spiele im August in Rio. „Das ist eine wichtige Standortbestimmung gegen die europäische Konkurrenz“, sagt Martina Strutz. Aber der Fokus der Schwerinerin, die als einzige Athletin aus MV zum 104-köpfigen Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gehört, liegt „natürlich voll auf Rio“. In Amsterdam will sie sich den nötigen Schwung holen.

Ich habe mich gegen alles Mögliche impfen lassen.“

Martina Strutz lässt sich die Olympia-Vorfreude nicht durch den Zika-

Virus verderben

Ihrem ganz großen Ziel ordnet Martina Strutz alles andere unter. „Ich bin ja nicht mehr die Jüngste, es werden wahrscheinlich meine letzten Olympischen Spiele sein“, sagt die 34-Jährige, für die heute die Qualifikation und am Sonnabend das Finale im Amsterdamer Olympiastadion ansteht. Nach der EM startet sie noch bei Meetings in Rottach-Egern (Bayern, 16. Juli) und Jockgrim (Rheinland-Pfalz, 19. Juli), bevor der Countdown für Rio beginnt.

Das große Kribbeln vor ihrer zweiten Olympia-Teilnahme – 2012 in London wurde sie Fünfte – lässt rund einen Monat vor der Abreise des deutschen Teams noch auf sich warten. „Ich glaube, das geht bei der Einkleidung los (20. Juli in Hannover/ d. Red.), wenn ich anfange, die ersten Schnipsel abzuschneiden, zu waschen, die Tasche zu packen, den Koffer fertig zu machen – dann kommt man in dieses Rio-Feeling rein“, meint Martina Strutz, die zudem zehn ihrer 4,25 Meter langen Carbon-Sprungstäbe (Preis pro Stück: 500 bis 600 Euro) im Gepäck haben wird.

Mit dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ will sich die Vizewelt- und -Europameisterin von 2011 bzw. 2012 in Rio nicht begnügen. „Ich möchte die Platzierung von London 2012 verbessern. Mein Ziel ist es, ganz weit vorne zu landen“, erklärt die erfahrene Athletin selbstbewusst: „Ich will ins Finale kommen und dann ist alles offen.“ Zu ihren größten Konkurrentinnen zählt „Strutzi“, die in Rio von ihrer Frau Steffi und ihren Eltern unterstützt wird, London- Olympiasiegerin Jennifer Suhr, Sandi Morris (beide USA), Weltmeisterin Yarisley Silva (Kuba), Katerina Stefanidi (Griechenland), Nicole Büchler (Schweiz), und „natürlich auch“ die russische Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa.

Respekt hat die Tattoo-Liebhaberin auch vor dem gefährlichen Zika-Virus, das durch Stiche bestimmter Mücken übertragen werden kann. „Wir haben Reiseinformationen bekommen, worauf wir achten sollen und wie man sich schützen kann. Außerdem habe ich mich gegen alles Mögliche impfen lassen“, erklärt Martina Strutz, die aber keine Angst vor Ansteckung habe: „Das darf man als Athlet gar nicht einblenden.“

Stattdessen überwiegt bei Martina Strutz die Vorfreude auf das größte Sportevent der Welt. „Olympia findet nur alle vier Jahre statt. So ein Zyklus kann lang sein, da kann viel passieren. Wenn man diesen Zyklus überstanden hat und sich wieder qualifiziert hat, ist das einfach atemberaubend“, sagt die dreifache Deutsche Meisterin, die sich seit einem Vierteljahrhundert ihrem technisch anspruchsvollen Sport verschrieben hat.

Und ein Ende ist noch nicht abzusehen. „Nach Olympia aufzuhören, wäre zu früh. Ich bin gut in Schuss, da müssen die jungen Athletinnen erst mal hinkommen“, erklärt die Schwerinerin, die im Februar von den deutschen Leichtathleten zur Aktivensprecherin gewählt wurde. Ihr Karriereplan geht (erst mal) bis zur EM 2018 in Berlin. „Und dann muss man mal gucken, was der Körper noch hergibt – ob es vielleicht für zwei weitere Jahre bis 2020 reicht.“ Dann finden die Olympischen Spiele in Tokio statt.

Sönke Fröbe

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