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Mecklenburger macht Karriere in USA

Rostock/Redefin Mecklenburger macht Karriere in USA

Das Besondere an Christian Heinekings Erfolgen als Springreiter: Er bildet seine Pferde selbst aus.

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Christian Heineking 2007 in Wittenbeck mit Little Eve bei einem seiner letzten Turniere in MV

Quelle: Jutta Wego

Rostock/Redefin. In der Geschäftsstelle des Pferdesportverbandes von MV liegt ein „Goldenes Reitabzeichen“ bereit. Es ist bestimmt für Christian Heineking, den aktuell dritterfolgreichsten Springreiter aus Mecklenburg-Vorpommern hinter Holger Wulschner (Groß Viegeln) und André Thieme (Plau). Dass der 36-Jährige es nicht so „nebenbei“ abholen kann, hat einen einfachen Grund: Er lebt seit mehreren Jahren in Texas/USA, wo er inzwischen nicht nur ein international erfolgreicher Reiter, sondern auch ein gestandener Ausbilder ist.

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Das Besondere an Christian Heinekings Erfolgen als Springreiter: Er bildet seine Pferde selbst aus.

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Christian wollte

von Anfang an Turnier- reiter werden. Er hatte Talent und das nötige Feeling für Pferde.“Heinekings damaliger Ausbilder Rolf Günther (Redefin)

Der in Strasen bei Neustrelitz geborene Sohn eines Gastronomen- Ehepaares hatte 1996 als Azubi im Landgestüt Redefin angeheuert. Schnell stellte sich heraus, dass er viel Talent und ein gutes Händchen für junge Pferde hat. „Christian war sehr ehrgeizig, wollte unbedingt Turnierreiter werden“, erinnert sich sein damaliger Ausbilder Rolf Günther, heute Betriebsleiter: „Er hatte das nötige Feeling für Pferde. Dadurch war er in kurzer Zeit sehr erfolgreich für unser Landgestüt. Schade, dass er nicht bei uns geblieben ist.“ Knapp zehn Jahre verbrachte Heineking in Redefin, wo er zum Pferdewirt und danach auch zum Bereiter ausgebildet wurde. Doch die große weite Welt lockte. In Redefin tauchte damals der US-Amerikaner Kai Hand auf, um Pferde zu testen und zu kaufen. Bei ihm war Christian Heineking ab 2002 zweimal im Urlaub – Hand hätte ihn am liebsten gleich dabehalten.

2005 verließ Heineking das Landgestüt Redefin und war in den Profireitställen von Heiko Schmidt in Neu Benthen und Matthias Martens in Altenhagen als Bereiter tätig – und bildete sich beruflich weiter: 2008 legte er die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister ab. Mit der Meisterurkunde in der Tasche wagte der junge Mann mit Unternehmergeist dann den Sprung über den Großen Teich. Heineking:

„Die Arbeit dort hat mir so gut gefallen, dass ich das Zwei-Jahres-Visum zweimal verlängert habe. Dann habe ich eine Greencard (unbefristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung/d. Red.) beantragt.“

Von Anfang an lebt der Mecklenburger in Texas. Heute wohnt er mit seiner Ehefrau Erin Davis-Heineking, die er bei Reitturnieren kennengelernt und vor drei Jahren geheiratet hat, auf der Farm seiner Schwiegereltern bei Fort Worth. „Wir haben eine kleine Pferdezucht und eigene Beritt-Pferde sowie welche von anderen Besitzern, die ich trainiere. Etwa 40 Tiere werden bei uns regelmäßig gesattelt“, erklärt Christian Heineking.

Das Paar, dessen großer Stolz die anderthalb Jahre alte Tochter Ella Elizabeth ist, feiert auch gemeinsam sportliche Erfolge. Christian gewann in diesem Jahr bereits Große Preise auf Drei-Sterne-Niveau. Dem Mecklenburger ist 2013 mit dem Sieg im Weltcup-Springen von Los Angeles und dem zweiten Platz in Las Vegas der internationale Durchbruch gelungen. Inzwischen hat er sich in der hart umkämpften US-Pferdeszene etabliert. Was seine Erfolge besonders macht: Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten hat Heineking die meisten seiner Pferde selbst ausgebildet.

Seiner Heimat ist er immer noch treu verbunden, er reitet sogar weiter für seinen Heimatverein RFV Sophienhof-Neustrelitz. Doch die Besuche in MV sind selten. Beim nächsten soll dann aber auch Zeit sein, um sich das „Goldene Reitabzeichen“ abzuholen.

Franz Wego und Kai Rehberg

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