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Michael Timm: Jürgens Entwicklung ist filmreif

Michael Timm: Jürgens Entwicklung ist filmreif

Sind Sie als ehemaliger Trainer zufrieden mit dem Auftritt von Jürgen Brähmer? Michael Timm: Für den Ringkampf, den Eddy immer wieder versucht hat, auf jeden Fall.

Sind Sie als ehemaliger Trainer zufrieden mit dem Auftritt von Jürgen Brähmer?

 

OZ-Bild

Trainer Michael Timm (53, l.) mit Ex-Europameister Alexander Dimitrenko Fotos (2): Sebastian Heger

Michael Timm: Für den Ringkampf, den Eddy immer wieder versucht hat, auf jeden Fall. Jürgen hat die Ruhe bewahrt und den Gegner mit seinen Kombinationen rechtzeitig abgefangen. Für mich war es ein ganz klarer Sieg, obwohl Eddy mit seinen unsauberen Sachen versucht hat, einiges durcheinanderzubringen. Im Großen und Ganzen war es eine durchgängig konzentrierte Leistung von Jürgen.

Sie kennen Jürgen Brähmer seit 1994. Wie würden Sie seine Entwicklung beschreiben?

Timm: Alle Achtung, wie er sich mit seinen 37 Jahren immer noch bewegt und mit welcher Intensität er den Sport betreibt. Das müssen manche junge Leute erst mal nachmachen. Die Persönlichkeitsentwicklung ist grandios. Das ist filmreif, was aus dem Menschen geworden ist, der früher viele Probleme mit der Justiz hatte. Er ist ein richtig vernünftiger, toller Familienvater, aber auch ein sehr guter, hilfsbereiter Freund. Er hilft Menschen, die in kritischen Situationen sind.

Sie waren nicht nur sein Trainer, sondern auch sein Bewährungshelfer. Erfüllt Sie Brähmers Entwicklung mit Stolz?

Timm: Total! Ich bin begeistert. Und ich freue mich, dass wir nach wie vor ein inniges Verhältnis haben. Meine Frau und ich fahren oft zu ihm nach Hause. Es ist schön, dass man außerhalb des Sports eine enge Verbindung pflegt und über die täglichen Dinge des Lebens reden kann, über Familie, Politik, das Arbeitsleben. Er unterstützt mich, wenn ich mit meinen jungen Athleten arbeite, und gibt seine Erfahrung weiter. Das hätte man vor 20 Jahren niemals geglaubt. Da hätte man gesagt, okay, der wird seine boxerischen Kämpfe machen und das wird‘s gewesen sein. Aber was Jürgen aus seinem Leben gemacht hat, ist toll. Wir sind gute Freunde geworden und duzen uns — was Jürgen lange Zeit schwergefallen ist.

Woran machen Sie die Persönlichkeitsentwicklung fest?

Timm: An der Lebenserfahrung. Er hat die harten Zeiten des Lebens kennenlernen müssen. Es gibt viele Wölfe, die gehetzt werden und immer bissiger und verrückter werden. Er wurde auch gehetzt, aber er ist ruhig und besonnen geworden und weiß, wie er das Leben steuert.

Sie standen tags zuvor beim 43. Chemiepokal in Halle an der Saale am Ring. Denis Radovan hat das Turnier gewonnen, Araik Marutjan und Robert Harutyunyan zogen in die Finals ein und Ronny Beblik erkämpfte Bronze. Sind Sie zufrieden mit dem Abschneiden Ihrer Schützlinge?

Timm: Das ist ein Ergebnis, das wir uns alle gewünscht und erträumt haben. Traurig, dass Araik Marutjan, der im Halbfinale den amtierenden Weltmeister geschlagen hat, aufgrund seiner Nasenverletzung im Finale nicht boxen konnte. Umso mehr freut mich die Leistung von Denis Radovan, der seine boxerische Klasse gezeigt hat. Robert Harutyunyan hat drei ganz tolle Siege erkämpft, ehe er ein ganz hautenges Ding verloren hat. Albon Pervizaj, mit 20 unser Jüngster, hat sich mit einer riesengroßen Energieleistung aus dem Turnier verabschiedet. Als junger Schwergewichtler fehlt ihm noch ein wenig die Athletik, um gegen gestandene Leute mitzuhalten.

Vom 7. bis 17. April findet in der Türkei die erste Olympia-Quali statt. Wie viele Boxer aus Ihrer Trainingsgruppe sind dabei?

Timm: Ornella Warner, Sarah Scheurich, Tasheena Bugar, Robert Harutyunyan und Araik Marutjan sind nominiert. Denis Radovan muss diesmal noch Xhek Paskali den Vortritt lassen. Sollte es Paskali nicht packen, wird Denis die nächste Chance bekommen.

Von Interview: Stefan Ehlers

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