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Missglücktes Jaunich-Debüt

Rostock Missglücktes Jaunich-Debüt

25:26 gegen Nordhorn-Lingen – Rostocker Handballer kassieren achte Niederlage in Folge

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Hans-Georg Jaunich (M.) und Sven Thormann (2. v. r.) versuchten, das Team positiv zu beeinflussen. FOTO: S. HEGER

Rostock. . Die Spielzeit ist abgelaufen. Es gibt Freiwurf für den HC Empor. André Meuser nimmt den Ball, wirft aber übers Ziel hinaus. Aus der Traum! Hans- Georg Jaunich schaut zu, fasst sich nachdenklich an den Hinterkopf und klatscht danach mit seinen Mannen ab. 25:26 (13:11) gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Die Rostocker Handballer kassieren die achte Niederlage in Folge und bleiben Schlusslicht. Für Jaunich ist es ein missglückter Einstand.

„Das ist richtig ärgerlich, dass wir die Punkte nach Nordhorn schicken“, meinte der 65 Jahre alte Nachfolger von Robert Teichert.

Jaunich nahm im Vergleich zu seinem Vorgänger zwei personelle Änderungen vor. Im Tor erhielt Paul Porath den Vorzug gegenüber Tobias Malitz. Im linken Rückraum war Matej Konsel erste Wahl. Der größte Unterschied: Während Teichert laufintensive offensive Abwehrvarianten bevorzugte, setzen Jaunich und Sven Thormann auf einen 6:0-Riegel.

Die Deckung verlieh der zuletzt völlig verunsichert wirkenden Truppe die nötige Sicherheit. Dahinter lief Porath zu großer Form auf. Der 20-Jährige parierte vor der Pause neun Würfe und avancierte damit zu einem starken Rückhalt. Porath bekam von den 700 Zuschauern in der Ospa-Arena mehrfach Sonderapplaus.

„Er hat überdurchschnittlich gehalten“, lobte Jaunich. Ähnlich sah es HCE-Linksaußen Vyron Papadopoulos: „Paul hat super gehalten. Seine Leistung war ein Kompliment für die Abwehr.“

Doch eines wurde auch schnell klar: Für das neue Trainergespann bleibt noch viel zu tun. Im Angriff unterliefen Empor gewohnt viele Fehler. Die Gastgeber benötigten drei Anläufe für den ersten Torerfolg. Mit einem spektakulären Rückhandwurf traf Kapitän Norman Flödl. Aufbauend auf einen starken Porath zogen die Hansestädter schnell auf 4:1 (7.) davon. 8:5, 9:10 und 12:10 waren Stationen einer von Höhen und Tiefen geprägten ersten Hälfte, in der Nordhorn sich überraschend schwach präsentierte.

„Wir hätten zur Pause mit vier oder fünf Toren führen müssen“, beschrieb Papadopoulos das größte Manko der Rostocker.

Der zweite Durchgang stand auch lange Zeit im Zeichen der Gastgeber. Empor zog auf 17:13 (36.) davon. Bis zum 20:16 (42.) sah alles nach dem dritten Saisonsieg der Rostocker aus, zumal Meuser zweimal sogar von der ungewohnten Linksaußen-Position traf.

HSG-Trainer Heiner Bültmann reagierte. Er brachte den angeschlagenen Stammtorhüter Björn Buhrmester, der in der Schlussphase gleich sieben Chancen der Mecklenburger zunichte machte. Zudem stellte Bültmann die Abwehr auf 5:1 um. „Dadurch konnten wir das Powerspiel der Rostocker unterbinden“, freute sich der Gäste-Coach.

Empor fand gegen die neue Nordhorner Abwehr kaum Lösungen. Das Selbstvertrauen schwand. Kämpferisch blieben die Hausherren nichts schuldig. Trupp erzielte eine Minute vor dem Abpfiff den 25:26-Anschlusstreffer. Auf der Gegenseite parierte Porath gegen Patrick Miedema. Empor kam noch einmal in Ballbesitz, doch der Lohn für die Bemühungen blieb aus. „Wir haben Lehrgeld gezahlt“, meinte Jaunich. Sven Thormann ist dennoch zuversichtlich: „Wir haben viele gute Dinge gesehen und werden noch Erfolgserlebnisse feiern.“

Statistik

Empor: P. Porath, Malitz – Meuser 3, Iliopoulos 1, Heil, Prüter, Jaeger 1, Flödl 2, Höwt 1, Papadopoulos 4/4, Lux 2, Zemlin 2, Trupp 5, Konsel 5.

Nordhorn: Buhrmester, Kaleun – Verjans 7/2, Schumann, Mickal, Miedema 3, Poll, Rooba 2, Terwolbeck 3,

de Boer, Wiese 1, Madsen 2, Seidel 8/1.

Siebenmeter: Empor 4/4, Nordhorn 5/3.

Strafminuten: je 8.

Stefan Ehlers

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