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Nach 20 Jahren: Becher sagt tschüs

Rostock Nach 20 Jahren: Becher sagt tschüs

Minister Caffier ehrt scheidenden Präsidenten des Behindertensportverbandes

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Der scheidende VBRS-Präsident Jürgen Becher (M.) mit Lorenz Caffier, Minister für Sport und Inneres (2. v. r.) sowie Friedrich Bluschke (r.), Steffen Kästner und Geschäftsführerin Monika Knauer.

Quelle: Stefan Ehlers

Rostock. Danke, Jürgen! Unter diesem Motto stand der gestrige Empfang für Jürgen Becher (63). Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport kamen ins Rostocker Hotel Sportforum, um den Reriker zu verabschieden. 20 Jahre hatte er sich für den Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport (VBRS) engagiert, davon 16 als Präsident. Bechers Nachfolge tritt Friedrich Wilhelm Bluschke (70) an.

Lorenz Caffier, Sport- und Innenminister des Landes, bezeichnete Becher als einen „positiv Verrückten. Du hast vieles scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Und wenn du etwas erreichen wolltest, konntest du – freundlich ausgedrückt – auch etwas unbequem werden. Unter deiner Führung hat sich der Verband unheimlich weiterentwickelt“, betonte Caffier, der dem scheidenden VBRS-Chef eine Ehrenplakette überreichte. Unter Bechers Regie verfünffachte sich die Mitgliederzahl des Verbandes auf über 10 000.

„Du bist später als ich Präsident geworden, hörst früher auf und bist jünger als ich. Da frage ich mich: Warum?“, scherzte Wolfgang Remer (71). „Mit dem Leistungssport hast du zu Beginn nicht so richtig etwas anfangen können. Das hat sich aber geändert“, fügte der Chef des Landessportbundes von Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Mindestens elf Sportler aus MV werden bei den Paralympics in Rio (7.

bis 18. September) starten – auch ein Verdienst von Becher.

„Das Negative zuerst: Ich habe in den 16 Jahren vier Vizepräsidenten verschlissen“, bilanzierte Becher mit einem Lächeln auf den Lippen. Der scheidende Chef, der vor drei Jahrzehnten die BSG Salzhaff Rerik aus der Taufe hob, hat beim VBRS eine Menge bewegt. Er hat sieben Weltcups im Rollstuhlfechten nach MV geholt, das Miteinander von Sportlern mit und ohne Behinderung gefördert und etliche Projekte (zuletzt „Wir in Rio“) aus der Taufe gehoben. Die Ideen habe zumeist Geschäftsführerin Monika Knauer gehabt, meint Becher, der ein Shirt mit der Aufschrift „Präsident aus Leidenschaft“ trug. „Ich habe nur unterschrieben und musste dafür geradestehen“, scherzte der Reriker, der seit einem Arbeitsunfall im Rollstuhl sitzt.

Trotz des Handicaps hatte er Spaß am Sport. Becher tauchte vor Arkona, fuhr Wasserski, segelte und wagte einen Fallschirmsprung. In der Stunde des Abschieds fühlte er Stolz, Wehmut, aber auch Erleichterung, nicht mehr die Verantwortung tragen zu müssen. Komplett zurückziehen wird sich Becher nicht. Der VBRS ernannte ihn zum Ehrenpräsidenten.

Stefan Ehlers

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