Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Nach Rio: Olympia-Ruderer wollen an Bord bleiben

Rostock/Posen Nach Rio: Olympia-Ruderer wollen an Bord bleiben

Leistungssport und Beruf – ein schwieriger Spagat, den das Quartett aus MV auch in Zukunft meistern will / Stephan Krüger und Julia Leiding siegen bei Studenten-WM

Voriger Artikel
Kerber kämpft gegen Vinci um Halbfinal-Einzug
Nächster Artikel
Williams warnt nach Rekordsieg: „Wahre Serena kommt noch“

Freuen sich über Gold bei der Studenten-Weltmeisterschaft in Posen: Julia Leiding (22) und Stephan Krüger (27) aus Rostock.

Quelle: privat

Rostock/Posen. Für Stephan Krüger war es ein „versöhnlicher Abschluss“ der olympischen Saison. Im polnischen Posen sicherte sich der Rostocker Ruderer bei seiner ersten Teilnahme den Titel des Studenten- Weltmeisters im Doppelzweier mit dem Koblenzer Timo Piontek. „Es war meine letzte Chance, an einer Studenten- WM teilzunehmen“, sagt der 27-Jährige mit Blick auf das Alterslimit von 28 Jahren. „Umso schöner, dass es mit dem Sieg geklappt hat!“, freut sich Krüger, der auf seiner erklärten Lieblingsstrecke die Boote aus Polen und Tschechien auf die Plätze verwies. Auch Julia Leiding hatte Grund zum Jubeln. Die Rostockerin setzte sich im Einer vor ihren Konkurrentinnen aus Österreich und Irland durch. Ich freue mich riesig, das war eines der besten Rennen, die ich in diesem Jahr gezeigt habe!“, strahlte die 22-Jährige, die einen souveränen Start-Ziel-Sieg feierte.

OZ-Bild

Leistungssport und Beruf – ein schwieriger Spagat, den das Quartett aus MV auch in Zukunft meistern will / Stephan Krüger und Julia Leiding siegen bei Studenten-WM

Zur Bildergalerie

Es war ein weiteres Ausrufezeichen der starken Ruderer aus MV. Am Ende einer kräftezehrenden Saison steht fest: Die Top-Athleten wollen auch nach Olympia an Bord bleiben. So verspürt Hannes Ocik wenige Wochen nach den Rio-Spielen schon so etwas wie Vorfreude auf Tokio 2020. „Ich habe Bilder von der geplanten Olympia-Strecke gesehen und eigentlich richtig Bock darauf, mich für den Weg Richtung Tokio zu entscheiden“, sagt der Schlagmann des Deutschland-Achters, der in Rio mit Silber dekoriert wurde. Seine definitive Entscheidung steht aber noch aus. „Es gibt viele Dinge, die drumherum stimmen müssen, damit die Grundvoraussetzungen dafür geschaffen sind“, sagt der Schweriner.

Wie Ocik geht es auch den drei anderen Olympia-Ruderern Felix Drahotta, Stephan Krüger und Marie-Louise Dräger. Alle wollen weitermachen – wenn die Rahmenbedingungen passen. Drahotta wurde vergangene Woche aus der Sportfördergruppe der Bundeswehr verabschiedet und hat bei BMW in Dortmund eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker begonnen. „Wenn Leistungssport und Beruf zeitlich zu vereinbaren sind, mache ich mit dem Rudern auf jeden Fall weiter“, sagt der 27-Jährige. Sein Fernziel sind die Spiele in Tokio – es wären seine vierten. „Entweder ganz oder gar nicht!“, sagt Drahotta, der ebenfalls im Silber-Achter saß.

Auch Studenten-Weltmeister Krüger orientiert sich beruflich neu. „Eigentlich passt das mit dem Leistungssport nicht mehr zusammen. Aber irgendwo gibt es immer einen Weg“, sagt der Rostocker, der ein Fachhochschulstudium in Wismar abgeschlossen hat und nun in Hamburg weiterstudieren und dort künftig auch trainieren wird. Er wolle seine berufliche Karriere „auf Vordermann bringen“, erklärt der Rotschopf: „In den letzten zwei Jahren war das eigentlich nicht möglich. Ich habe dem Sport alles untergeordnet, das muss auch mal wieder in eine andere Richtung gehen.“ Krüger war in Rio im Doppelzweier auf Platz acht gelandet. Ob der dreimalige Olympia- Starter Kurs auf eine vierte Teilnahme nimmt, ist derzeit noch offen.

Für Marie-Louise Dräger dürften ihre dritten Olympischen Spiele die letzten gewesen sein. „Ob Tokio 2020 für mich noch infrage kommt, muss man sehen. Ich bin schließlich nicht mehr die Jüngste“, sagt die 35-jährige Mutter eines dreijährigen Sohnes. Ans Aufhören denkt sie aber noch nicht. „Die nächsten ein, zwei Jahre werde ich auf jeden Fall noch weitermachen“, stellt Marie-Louise Dräger klar, die in Rio Elfte im leichten Doppelzweier wurde.

Für Hannes Ocik geht es nach dem Rausch von Rio zunächst ganz bodenständig weiter: „Jetzt muss ich erst mal meine Ausbildung bei der Landespolizei in Güstrow fertig machen, das hat Priorität.“

Weitere sportliche Großtaten wie die von Rio de Janeiro sind danach nicht ausgeschlossen.

Sönke Fröbe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Venedig

Nach einer Vorlage von Peter Handke zeigt Wim Wenders seinen neuen Film in Venedig. Ein Interview zur Premiere am Donnerstagabend.

mehr
Mehr aus Mehr Sport
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Sonderseite Golfen in MV Immer mehr Menschen schwingen im Nordosten den Golfschläger. 16 000 Mitglieder hat der Landesverband inzwischen – zehn Mal mehr als Anfang des Jahrtausends. Lesen Sie auf unserer Sonderseite Geschichten über die Golfszene, Spieler aus dem Land und Prominente, die gern in MV golfen.
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Umfrage Jetzt den großen Wurf landen! image/svg+xml Image Teaser „Jetzt den großen Wurf landen!“ 2015-11-30 de Gewinnspiel Jetzt den großen Wurf landen Unterstützen Sie gemeinsam mit uns den HC Empor. Kommen Sie am 12.März 2016 um 16:30 Uhr in die Rostocker StadtHalle zum Spiel gegen Dessau-Roßlauer HV und feuern Sie die Spieler an, denn es ist 7 Meter vor Weihnachten Hier geht es zu unserem großen Gewinnspiel.