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Neuer LSB-Chef strebt bessere Ausstattung des Sports an

Neuer LSB-Chef strebt bessere Ausstattung des Sports an

Andreas Bluhm spricht im OZ-Interview über Ideen und konkrete Vorhaben

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188 der 194 Delegierten des Landessporttages haben Sie am Wochenende zum neuen Präsidenten des Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Was bedeutet Ihnen dieses klare Votum?

Alle Beteiligten wissen, dass

es so nicht

bleiben kannAndreas Bluhm (56)  

zum Zustand

der Sport-

schule in

Warnemünde

Andreas Bluhm: Zuallererst ist es eine große Herausforderung. Auf der anderen Seite kennen mich die Delegierten als Präsidiumsmitglied und Vizepräsident Breitensport. So gesehen ist das Wahlergebnis vielleicht eine Anerkennung meiner bisherigen Arbeit. Schließlich steht dahinter auch eine große Erwartungshaltung. Die Fußstapfen, die Wolfgang Remer hinterlässt, sind schon gewaltig.

Apropos: Was werden Sie von Remer übernehmen, was anders machen?

Fest steht, dass ich nicht alles so machen kann wie mein Vorgänger. Wenn man 26 Jahre Präsident ist, dann hat man ganz einfach andere Erfahrungen als jemand, der neu im Amt ist und der das eine oder andere erst lernen muss.

Wo sehen Sie Ihre Hauptaufgaben als LSB-Präsident?

Das ist zunächst die Novellierung des Sportfördergesetzes, um eine bessere Ausstattung des Sports in den nächsten fünf Jahren zu gewährleisten. Das zweite ist die Entwicklung der Leistungssportkonzeption, die der Deutsche Olympische Sportbund angeschoben hat und die auch Auswirkungen auf Mecklenburg-Vorpommern haben wird. Und schließlich steht die Weiterentwicklung des Breitensports inklusive Gesundheitssport und Inklusion an. Das alles verlangt dem LSB große Anstrengungen ab.

Mit der anstehenden Sanierung der Sportschule im Warnemünder Yachthafen hat Ihr Vorgänger ein großes Vorhaben angesprochen. Wie sehen Sie das?

Wir haben ja in den zurückliegenden Jahren schon versucht, mit der Landesregierung über diese Baustelle ins Gespräch zu kommen. Alle Beteiligten wissen, dass es so, wie es ist, nicht bleiben kann. Von daher ist es erst einmal positiv, dass sich im Programm der neuen Landesregierung ein Passus zu diesem Zehn-Millionen-Projekt findet.

Zehn Millionen, die der LSB als Bauherr schultern will. Ein ambitioniertes Vorhaben.

Zweifellos. Jetzt wird es aber erst einmal darauf ankommen, das Ganze relativ zeitnah zu präzisieren, denn mit jedem Jahr, das wir warten, werden die Kosten steigen. Derzeit ist ja noch nicht einmal die Frage Neubau oder Sanierung beantwortet.

Der sportpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion wurde nicht ins LSB-Präsidium gewählt, obwohl die Satzung das eigentlich vorsieht. Wie gehen Sie damit um?

Thomas de Jesus Fernandes nicht zu wählen, war die demokratische Entscheidung der Delegierten des Verbandstags in geheimer Wahl. Wir werden entscheiden, wie wir den Kontakt zu den Fraktionen im Landtag gestalten. Darüber wird im neuen Präsidium zu sprechen sein.

Wo soll der Landessportbund 2021 – am Ende Ihrer Amtszeit – stehen?

Eine schwierige Frage. Es gibt natürlich aktuelle Herausforderungen, die Leistungssportkonzeption zum Beispiel. Wenn es da Fortschritte gibt, wird Deutschland, aber auch Mecklenburg-Vorpommern sicher wieder besser dastehen als derzeit. Ich persönlich möchte vor allem an die positive personelle Entwicklung anknüpfen. Der LSB hat mehr als 245000 Mitglieder – eine tolle Basis für weitere erfolgreiche Arbeit.

Macht Ihnen Ihr Ehrenamt eigentlich auch Spaß?

Ich glaube, dass der Spaß im Sportehrenamt immer noch ein bisschen größer ist als anderswo. In strahlende Gesichter zu schauen, wenn beispielsweise Kinder im Stadion oder in der Turnhalle unterwegs sind, das sind die Momente, in denen man weiß, dass es sich lohnt.

Interview: Burkhard Ehlers

OZ

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