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Nulldiät auf Rumpelrasen

FC Hansa Rostock 0:0 SC Preußen Münster Nulldiät auf Rumpelrasen

Keine Tore, kaum Höhepunkte — aber jede Menge Ärger über den katastrophalen Untergrund im Ostseestadion

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Wenn es mal gefährlich wurde, war meist Hansa-Kapitän Tobias Jänicke beteiligt, der hier aufs Münsteraner Tor schießt.

Quelle: Lutz Bongarts

Rostock. Wenn ein Spiel kaum Höhepunkte zu bieten hat, kann schon mal ein ärgerlicher Nebenaspekt zum vieldiskutierten Hauptthema eines lauen Fußball-Nachmittags werden.

OZ-Bild

Keine Tore, kaum Höhepunkte — aber jede Menge Ärger über den katastrophalen Untergrund im Ostseestadion

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Vor zwei Wochen in Dresden hatten wir

einen Teppich,

heute haben wir

auf einem Acker gespielt.“ Hansa-Torwart

Marcel Schuhen über den

Rasen im Ostseestadion

Statistik

Hansa Rostock: Schuhen - Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda - Erdmann - Andrist (78. Gottschling), Garbuschewski, Gardawski, Jänicke (83. Lukowicz) - Platje (72. Youssef).

Münster: Lomb - Kopplin, Schweers, Pischorn, Tritz - Wiebe, Philipps (68. Schwarz), Laprevotte - Hoffmann (80. Reichwein), Krohne, Özkara (46. Grimaldi).

Schiedsrichter: Huber (Nagersheim).

Zuschauer: 12700. Gelbe Karten: Krohne, Schweers.

„Jeder hat gesehen, dass der Platz katastrophal ist. Vor zwei Wochen in Dresden hatten wir einen Teppich, heute haben wir auf einem Acker gespielt“, stellte Hansa-Torwart Marcel Schuhen nach dem torlosen Unentschieden der Rostocker gegen Preußen Münster auf holprigem Untergrund treffend fest. Immerhin: Die 12700 Zuschauer sahen im vierten Anlauf Hansas ersten Punktgewinn im Ostseestadion gegen die Westfalen. Trotzdem bleibt es eng im Kampf um den Klassenverbleib. Hansa rutschte auf den 15. Tabellenplatz ab, hat aber weiterhin zwei Punkte Polster auf die Abstiegsplätze.

Am Thema Rumpelrasen kam auch Christian Brand nach dem leistungsgerechten Unentschieden nicht vorbei. „Feld ist noch ein netter Begriff für die Fläche, auf der wir uns heute bewegt haben“, sagte der Hansa-Trainer, nachdem sein Münsteraner Kollege Horst Steffen dezent seinen Unmut über den möglicherweise schlechtesten Rasen im deutschen Profifußball kundgetan hatte. „Das nervt einfach irgendwann“, meinte Brand: „Man versucht schnell zu spielen — und immer hoppelt der Ball weg.“

Die Leidtragenden waren am Sonnabend neben den Zuschauern beide Mannschaften, die sich sichtbar — und meist erfolglos — bemühten, den Ball schnell laufen zu lassen. „Ich würde mich auch gerne über andere Dinge unterhalten, aber es war schwierig, sich bei diesen Platzbedingungen überhaupt etwas herauszuspielen. Es macht keinen Spaß, wenn man sich erst mal auf Selbstverständlichkeiten wie die Ballannahme und -mitnahme konzentrieren muss“, meinte Tobias Jänicke: Bei den Heimspielen ist es ein absoluter Nachteil für uns, dass man auf diesem Platz den Ball nicht laufen lassen kann“, sagte der Hansa-Kapitän und flachste: „Mein Rasen zu Hause sieht auf jeden Fall besser aus!“

Nach dem Abpfiff war der Flügelflitzer schon wieder zum Scherzen aufgelegt; in der 39. Spielminute hätte er dagegen vermutlich am liebsten in die löchrige Grasnarbe gebissen. „Ich ärgere mich, weil ich die Chance liegengelassen habe. Wenn ich die gemacht hätte, gewinnen wir das Spiel wahrscheinlich“, sagte der Rostocker mit Blick auf die beste Hansa-Chance. Doch Preußen-Keeper Lomb wehrte den flachen Jänicke-Schuss nach dessen Doppelpass mit Stephan Andrist reaktionsschnell mit dem Fuß ab. „Wenn wir da das Tor gemacht hätten, wäre vielleicht einiges leichter gefallen“, haderte auch Ronny Garbuschewski.

Es blieb aber in 90 ausgeglichenen Minuten die beste Möglichkeit für Hansa, sich im dramatisch engen Rennen um den Klassenverbleib etwas mehr Luft zu verschaffen. „Man muss realistisch bleiben und darf nicht erwarten, dass wir jeden Gegner an die Wand spielen“, sagte Brand und blickte bereits nach vorn: „Wir können mit dem Punkt leben — weiter geht‘s!“ Schon am Freitag spielt Hansa in Großaspach. Jänicke: „Ich weiß nicht, was für ein Rasen uns da erwartet, aber schlechter kann es nicht werden.“

Von Sönke Fröbe

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