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Pferd verletzt: Wulschners Start beim Weltcup-Finale geplatzt

Rostock Pferd verletzt: Wulschners Start beim Weltcup-Finale geplatzt

Springreiter aus Groß Viegeln sagt Turnier in Omaha schweren Herzens ab

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Holger Wulschner auf seinem 13-jährigen Wallach Skipper beim Springturnier auf dem Landgestüt Redefin.

Quelle: Foto: Stefan Lafrentz

Rostock. Die inoffiziellen Hallen- Weltmeisterschaften der Springreiter finden ohne Holger Wulschner statt. Gut eine Woche vor der Abreise nach Omaha hat der 53-Jährige aus Groß Viegeln bei Rostock seine Teilnahme am Weltcup-Finale im US-Bundesstaat Nebraska (27. März bis 2. April) wegen einer Verletzung seines Pferdes Skipper abgesagt. Der 13-jährige Wallach hat eine Entzündung im Huf, die nach Einschätzung des deutschen Mannschaftstierarztes Jan Hein Swagemakers nicht rechtzeitig verheilen würde. „Ich habe eine Nacht darüber geschlafen und dann am Donnerstag Bundestrainer Otto Becker angerufen und ihm meine Entscheidung mitgeteilt“, sagt Wulschner.

OZ-Bild

Springreiter aus Groß Viegeln sagt Turnier in Omaha schweren Herzens ab

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Es wäre nach 1997 in Göteborg das zweite Weltcupfinale für den Nationenpreisreiter gewesen. „Ich wollte es lange nicht wahrhaben und habe gehofft, dass es eine Lösung gibt. Aber das Wohl des Tieres geht vor. Für Skipper ist es besser – wir haben ja auch noch die grüne Saison vor uns“, erklärt Wulschner, der den Wallach zwar jeden Tag reiten, aber nicht voll belasten konnte. „Er hat sich im Januar beim Turnier in Leipzig etwas Spitzes in den Huf reingetreten. Das hat sich entzündet“, erklärt der gebürtige Brandenburger. Mit einem anderen Pferd darf er in Omaha nicht starten. „Dafür hätte ich mindestens bei einem der Weltcupspringen ein anderes Pferd reiten müssen“, erklärt Wulschner, der vor wenigen Tagen erstmals zum Aktivensprecher der deutschen Springreiter gewählt wurde.

Bundestrainer Otto Becker bedauert den Startverzicht des in der Springsportszene hochgeschätzten Routiniers aus Mecklenburg, hat dafür aber volles Verständnis. „Die Entscheidung spricht für Holger, das Wohl des Pferdes geht vor“, sagt der 58-Jährige: „Ich habe am Telefon gemerkt, dass ihm das schwergefallen ist.“

Wulschner hatte seine Weltcuppunkte bei den Turnieren in Göteborg, Stuttgart, La Coruña und Mechelen gesammelt und sich als drittbester Deutscher in der Westeuropa-Liga das Ticket für Omaha gesichert. „Mir tut es für ihn persönlich leid. Ich habe ja mitbekommen, wie er gekämpft hat, um sich für das Finale zu qualifizieren. Ich hätte ihm zugetraut, dass er dort unter die ersten zehn kommt. Dass er gut drauf ist, hat er zuletzt in Göteborg gezeigt“, sagt Becker mit Blick auf das abschließende Weltcupspringen, bei dem Wulschner Ende Februar die entscheidenden Punkte holte.

In Omaha werden nun lediglich fünf deutsche Reiter am Start sein. Neben Ludger Beerbaum (Riesenbeck), Marcus Ehning (Borken), Guido Klatte (Lastrup) und Markus Brinkmann (Herford) geht auch der in den USA lebende Mecklenburger Christian Heineking (37), der sich als Vierter der US-Ostküsten-Liga qualifiziert hat, ins Rennen um die Hallen-Krone.

Für Wulschner geht derweil der Turnieralltag weiter. Gestern reiste er wie geplant aus Groß Viegeln zum internationalen Drei-Sterne- Turnier nach Braunschweig – allerdings mit drei anderen Pferden.

Ohne den verletzten Skipper.

Sönke Fröbe

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