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Polizei: Hansa-Fans machen die meisten Probleme

Rostock Polizei: Hansa-Fans machen die meisten Probleme

Rostocker Anhänger in unrühmlicher Gesellschaft neben Dresden und Frankfurt / 6000 Polizisten fast 100 000 Stunden im Einsatz

Rostock. Hansa Rostock gehört zu den drei deutschen Fußballvereinen, die wegen ihrer Anhängerschaft von der Polizei in Bund und Ländern als am schwierigsten eingestuft werden. Die Fans zeichneten sich in Teilen durch hohe Gewaltbereitschaft und große Brutalität aus. „Mit Dynamo Dresden und Eintracht Frankfurt befindet sich Hansa Rostock in einer unrühmlichen Gesellschaft“, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Bodo Kaping, gestern in Rostock. Der Verein habe eine Anhängerschaft, die quer durch Deutschland reist. In der Saison 2015/16 seien rund 15 000 Fans unterwegs gewesen. „Das erfordert von uns an den Spielwochenenden – egal ob bei Heimspielen oder auswärts – einen enormen Polizeiaufwand.“

In der vergangenen Saison seien 6000 Beamte eingesetzt worden. Mehr als 40000 Einsatzstunden fielen an, sagte Kaping. Nach Angaben des Innenministeriums kamen von der Landespolizei noch einmal 52000 Stunden hinzu.

Bei den Begegnungen von Hansa Rostock in der zurückliegenden Spielzeit seien mehr als 3800 Platzverweise, Sicherstellungen oder Identitätsfeststellungen notwendig gewesen. 123 Straftaten wie Körperletzung, Raub oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden festgestellt. Auch Vandalismus oder Landfriedensbruch gehörten zu den festgestellten Vergehen, erklärte Kaping.

Die Gewalt richte sich gegen Anhänger anderer Vereine, insbesondere aber gegen Polizisten. Die Neigung der gewalttätigen Anhänger, sich zu zeigen und auszutesten, sei ungebrochen, sagte der Polizeichef. Es kämen auch immer wieder neue und jüngere Anhänger dazu. „Die probieren sich aus.“ Es gebe zwar Phasen, in denen es ruhiger ist, aber dann eskaliere es wieder wie jüngst nach dem Hansa-Spiel in Duisburg. „Wir haben in den vergangenen Jahren alles ausprobiert: von Deeskalation und Null- Maßnahme bis zum Einsatz von Verbandskräften mit hoher Präsenz“, betonte Kaping.

Offensichtlich verstünde diese Klientel nur eine Sprache: Es müsse genau hingeschaut werden, die Identität festgestellt und Betretungsverbote durchgesetzt werden. Ein gutes Mittel seien Fanzüge, bei denen Sicherheitskräfte des Vereins dabei sind. „Aber auch da stellen wir fest, dass die Züge nicht so heil zurückkommen, wie sie losgefahren sind.“

OZ

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