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Rostocker Seawolves haken verkorkste Saison ab

Rostock Rostocker Seawolves haken verkorkste Saison ab

Basketballer verfehlen ihr Saisonziel / Die OZ analysiert Ursachen

Rostock. Es war das jähe Ende einer verkorksten Saison. Zum zweiten Mal in Folge haben die Basketballer der Rostock Seawolves durch die Rückspiel-Niederlage gegen die Karlsruhe Lions (65:77) das Viertelfinale der 2. Bundesliga ProB verpasst. Und das, obwohl sie mit Titel-Ambitionen in die Saison gestartet waren. Zwei Trainerwechsel und eine hartnäckige Pechsträhne begleiteten den Drittligisten, der erst am letzten Spieltag der Hauptrunde den direkten Klassenerhalt erreicht hatte. Der späte Play-off-Einzug führte nicht zu einem versöhnlichen Ende.

Die OZ blickt zurück und nach vorn.

Schwere Turbulenzen zum Saisonstart. Nach zwei Pleiten zum Auftakt trat der langjährige Erfolgstrainer Sebastian Wild zurück. Bereits in der Vorbereitung dürfte es erste Risse zwischen Trainer und Verantwortlichen gegeben haben. Auch die berufliche Situation des ehrenamtlichen Trainers hat seine Entscheidung beeinflusst.

Trainerwechsel. Co-Trainer Andreas Barthel übernahm das Zepter, konnte kurzfristig für Aufschwung und Stabilität sorgen. Doch nach drei Niederlagen in Folge zwischen dem 9. und 11. Spieltag installierten Klubchef André Jürgens und Manager Jens Hakanowitz Ralf Rehberger, der Tage zuvor sein Amt beim Ligakonkurrenten Wolfenbüttel niedergelegt hatte. Barthel wurde wieder Assistent. Der Auftrag: Klassenerhalt statt Aufstieg. Der gelang am letzten Hauptrundenspieltag. Damit verlängerte sich Rehbergers Vertrag automatisch um eine Saison.

Für Klubchef André Jürgens ist der 49-Jährige genau der richtige Trainer für das Projekt Seawolves. „Wir haben einen Volltreffer gelandet und sind sehr froh, dass Ralf bei uns ist. Er ist ein Glücksgriff“, schwärmt Jürgens.

Auswärtsschwäche. Ein Problem konnte aber auch Rehberger nicht lösen: Auswärts war nicht viel zu holen für die Ostseestädter. Nur zwei Siege in elf Partien sprangen heraus. Doch ob auswärts oder daheim: Den Seawolves fehlte es insgesamt an Konstanz und Abgeklärtheit, um knappe Spiele für sich zu entscheiden oder auch deutliche Führungen souverän „nach Hause“ zu bringen.

Der Kader. Nur wenige neue Akteure sollten eine intakte Mannschaft punktuell verstärken. Doch während Spielgestalter Jarvis Davis nicht immer überzeugen konnte, fiel Luka Buntic mehrere Wochen verletzt aus. Der dritte Neuzugang Mario Moody musste schnell die Segel streichen. Seine sportlichen Leistungen und seine Einstellung ließen zu wünschen übrig – ein Fehlgriff.

Für ihn wurde Jovonni Shuler nachverpflichtet, der mittlerweile zu den Publikumslieblingen gehört. Insgesamt konnten die Spieler nur selten ihr Leistungsvermögen ausschöpfen.

Publikum. Die begeisterten Fans sorgten in der Stadthalle Rostock für eine berauschende Kulisse. Mit durchschnittlich 2135 Zuschauern liegen die Seawolves im Liga-Ranking auf Rang zwei. Nur die Artland Dragons aus Quakenbrück (Niedersachsen) weisen einen höheren Schnitt auf (2326).

Der größte Fehler. Die Seawolves hatten den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben und damit hohe Erwartungen geweckt. Auch die Spieler hatten diesen Anspruch an sich selbst, doch letztlich beflügelte das das ehrgeizige Ziel nicht. Im Gegenteil: Es hemmte.

So geht es weiter. Mit Ralf Rehberger und Andreas Barthel scheint sich ein gutes Trainergespann mit Perspektive gefunden zu haben. Der Mannschaft könnte ein größerer Umbruch bevorstehen. Das Ziel Aufstieg in die Pro A wird weiter verfolgt, die Herangehensweise wird aber eine andere sein. Laut Manager Hakanowitz sind die Seawolves dafür bestens aufgestellt. Die Finanzen sind solide, das Sponsoring ausgeweitet. Eine gute Basis, um in der neuen Saison einen Neubeginn zu starten.

René Warning

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