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Rostocker segelt unter Profi Kröger in einer neue Dimension

Rostock Rostocker segelt unter Profi Kröger in einer neue Dimension

Konrad Nehrenberg (19) war bei der Nord-Stream-Regatta von St. Petersburg über Helsinki nach Warnemünde dabei / Crew belegt mit ihrer Rennyacht Platz 2

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Die Regatta von fünf Swan-60-Yachten, die in St. Petersburg begann, endete gestern in Warnemünde.

Quelle: Fotos: Nord Stream/christian Lüsch

Rostock. Konrad Nehrenbergs Augen sind müde, seine Haare vom Wind zerzaust. Was auf den ersten Blick aber vor allem auffällt, ist das Dauerlächeln in seinem Gesicht. Der 19-Jährige ist zurück. Glücklich. Heimgekehrt vom aufregendsten Segeltörn, den er unternommen hat. Fünf Tage lang gehörte der Rostocker auf der „Spirit of Europe“ zur 14-köpfigen Mannschaft von Profi-Segler Tim Kröger. Es war, als hätte Konrad eine Woche lang mit Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton im Cockpit gesessen. Nur dass der Teenager auf Krögers Rennyacht Tag und Nacht mit anpacken musste. „Ich war für das Vorschiff eingeteilt und dafür zuständig, dass die richtigen Segel gesetzt werden konnten“, berichtet er. Ein harter Job. Denn wenn der Wind wechselte, – und er wechselte beim Törn von St. Petersburg über Helsinki nach Rostock sehr oft – musste ein neues Vorsegel gesetzt werden. Zum Teil so schwer, dass drei Mann anpacken mussten.

OZ-Bild

Konrad Nehrenberg (19) war bei der Nord-Stream-Regatta von St. Petersburg über Helsinki nach Warnemünde dabei / Crew belegt mit ihrer Rennyacht Platz 2

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„Es war sehr anstrengend, aber vor allem eine unglaubliche Erfahrung“, sagt der Nachwuchssegler, und es ist zu spüren, dass er den 700-Meilen-Törn noch nicht verarbeitet hat.

Konrad Nehrenberg hat am Nord-Stream- Race über die Ostsee teilgenommen, das gestern in Warnemünde endete. Am Start fünf Rennyachten vom Typ Swan 60. Hightech-Boote, knapp 19 Meter lang. Wenn alle Segel oben sind und es der Wind gut meint, beschleunigt der 20-Tonner auf mehr als 20 Knoten (knapp 40 km/h). Eine neue Erfahrung für den Jungen, der mit acht Jahren im Opti anfing und heute auf kleineren Dickschiffen Regatten segelt.

„Ich habe vor ein paar Jahren bei Tim Kröger mal eine kurze Ausfahrt auf so einem großen Schiff mitgemacht. Zu sehen, dass so eine schwere Yacht derart abgeht, ist faszinierend“, schwärmt er.

„Es geht beim Nord- Stream-Race darum, ambitionierte Nachwuchssegler mit den Abläufen auf ganz großen Yachten vertraut zu machen“, beschreibt Tim Kröger die Philosophie des Rennens, an dem er zum fünften Mal teilgenommen hat. Der 52-Jährige, der beim Admirals Cup und America’s Cup erfolgreich war und mit diversen Yachten über die Weltmeere segelte, ist zufrieden mit der Leistung seines Schützlings. „Konrad ist hungrig. Er hat sich gut geschlagen. Der Schritt von den Booten, auf denen er bisher gesegelt ist, auf die Swan 60 war riesig“, meint der Skipper, der mit seiner Crew von Team Europa den zweiten Platz belegte.

„Lange Zeit haben wir uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem finnischen Team geliefert. Wir sind in ein Windloch geraten, da ist uns das Team Deutschland entwischt und hat gesiegt“, beschreibt Kröger den Rennverlauf. „Während des Rennens waren vier der fünf Yachten stets in Sichtweite“, ist der Student beeindruckt.

Gern hätten Kröger und sein Team den Molenkopf vor Warnemünde als Erste passiert. „Ich bin Sportler und will immer so weit wie möglich vorn landen“, versichert Kröger. Sein Mecklenburger Mitsegler nimmt neue Erfahrungen und Emotionen mit. Seine Liebe zum Segeln ist jetzt noch ein bisschen stärker als zuvor.

Christian Lüsch

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