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Russlands Staatsfeindin darf wieder starten

Hamburg/Berlin Russlands Staatsfeindin darf wieder starten

. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat den Weg zum Comeback von Doping- Whistleblowerin Julia Stepanowa frei gemacht.

Hamburg/Berlin. . Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat den Weg zum Comeback von Doping- Whistleblowerin Julia Stepanowa frei gemacht. IAAF-Boss Sebastian Coe ließ gestern mitteilen: Die Russin ist wegen ihrer Verdienste im Zuge der Aufdeckung des großen Doping-Skandals in ihrer Heimat ab sofort wieder startberechtigt. Damit könnte die 29-Jährige, die in Russland als Staatsfeindin gilt, schon bei der EM in Amsterdam (6. bis 10. Juli) eine Rückkehr auf die Laufbahn feiern. Auch ein Start bei Olympia in Rio rückt näher.

 

OZ-Bild

Doping-Kronzeugin Julia Stepanowa (29)

Quelle: dpa

„Es ist ein wichtiges Zeichen des internationalen Sports, dass Julia Stepanowa für ihr Risiko, Missstände in ihrem Land aufgezeigt zu haben, nicht weiter abgestraft, sondern ihr Mut honoriert wird“, sagte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes DLV. Der mögliche Start der 800-m-Läuferin in Amsterdam „hat Symbolcharakter“, sagte Prokop: „Julia Stepanowa, die über Doping-Praktiken in Russland gesprochen hat, darf wieder Wettkämpfe bestreiten. Andere Athleten aus dem System aber nicht.“

Die IAAF hatte am 17. Juni den Bann für Russlands Leichtathleten verlängert und damit auch ihr Olympia-Aus beschlossen, gleichzeitig für einzelne Athleten aber auch eine Hintertür geöffnet – und sich dabei ausdrücklich auf Kronzeugin Stepanowa bezogen. Nun begründete die zuständige Doping-Prüfungs-Kommission der IAAF ihre Entscheidung auf Grundlage der Regel 22.1A(c) mit Stepanowas „außergewöhnlichem Beitrag zum Schutz und zur Förderung sauberer Athleten“. Zudem teilte der Verband mit, dass mehr als 80 russische Athleten Anträge für Ausnahmeregelungen gestellt hätten.

Für Stepanowa, die wegen Dopings ab März 2011 rückwirkend für zwei Jahre gesperrt wurde, ist der Weg zurück auf die große Bühne frei. Sie und ihr Mann Witali, ehemaliger Mitarbeiter der russischen Anti-Doping-Agentur, hatten 2014 den Skandal um systematisches Doping in der russischen Leichtathletik mit ihren Aussagen in der ARD-Dokumentation „Geheimsache Doping“ ins Rollen gebracht.

Danach verließen die Stepanows aus Angst um ihr Leben Russland und setzten sich an einen geheimen Ort in den USA ab.

OZ

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