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Spitzensport-Reform: MV bleibt von Kürzungen verschont

Rostock Spitzensport-Reform: MV bleibt von Kürzungen verschont

Keine tiefen Einschnitte: Auch künftig ein Olympia- und zehn Bundesstützpunkte im Land

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Rostock. Es geht um das große Geld für den deutschen Spitzensport. Welcher Verband bekommt wie viel und nach welchen Kriterien soll der Kuchen künftig verteilt werden? Bei der Reform der Spitzensportförderung muss Mecklenburg-Vorpommern offenbar keine tiefen Einschnitte befürchten. Die geplante Reduzierung der Olympiastützpunkte habe für den Nordosten „keine Auswirkungen“, sagt Wolfgang Remer, Präsident des Landessportbundes (LSB). Der Olympiastützpunkt MV mit den Standorten Schwerin, Rostock und Neubrandenburg bleibe bestehen, sagt der LSB-Chef.

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Keine tiefen Einschnitte: Auch künftig ein Olympia- und zehn Bundesstützpunkte im Land

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Deutschlandweit sollen die bisher 19 Olympiastützpunkte durch Zusammenlegungen um sechs auf 13 reduziert werden. Zudem fallen 40 der insgesamt 205 Bundesstützpunkte dem Rotstift zum Opfer. Das sieht die Reform der Spitzensportförderung vor, die vor einem Jahr vom Bundesinnenministerium (BMI) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) auf den Weg gebracht wurde.

Längst sitzen auch die Spitzenverbände und Landessportbünde mit am Tisch. In den vergangenen Wochen wurde auf allen Ebenen über die Neuausrichtung des Spitzensports in Deutschland kontrovers debattiert. Dass es eine Reform geben muss, ist angesichts der seit Jahren schrumpfenden Erfolge bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften unstrittig. „Aber was der DOSB zusammen mit dem BMI entwickelt hat, findet nicht in allen Punkten hundertprozentige Zustimmung“, erklärt Remer.

Die Leistungssportreform soll der Sportförderung zu mehr Effizienz und dadurch auch zu mehr Medaillen verhelfen. Die entscheidende Neuerung liegt darin, dass nicht mehr die Erfolge bei vergangenen Olympischen Spielen für den Geldfluss an die Verbände ausschlaggebend sind, sondern das Potenzial und die Perspektive, die ein Sportler oder eine Disziplin hat. Dies soll mit dem „PotAS-Modell“

mathematisch errechnet werden. Daran entzündet sich vor allem die Kritik der Sportverbände. „Man gibt oben ganz viele Werte und Faktoren rein und unten kommt dann raus, wo die jeweilige Sportart im Ranking steht“, ist auch LSB-Geschäftsführer Torsten Haverland skeptisch: „So funktioniert der Sport aber nicht.“

Immerhin: Die zehn Bundesstützpunkte in MV für Kanurennsport, Leichtathletik, Triathlon (Neubrandenburg), Boxen, Volleyball, Radsport (Schwerin) sowie Rudern, Wasserspringen, Shorttrack und Segeln (Rostock) seien „Stand jetzt“ nicht gefährdet, sagt Haverland: „Es sieht so aus, dass wir alle Bundesstützpunkte im Land weiter behalten werden.“

Allein der Kanu-Rennsport in Neubrandenburg habe gewackelt, aber aktuell sei man „in Gesprächen und auf einem guten Weg“, urteilt der LSB-Geschäftsführer und ergänzt: „Wenn man alle Kanu-Stützpunkte in Deutschland gegeneinanderhält, sieht Neubrandenburg in der aktuellen Situation nicht so gut aus.“ Bei den Olympischen Spielen in Rio war kein Kanute aus der Viertorestadt am Start. Punkten konnte der SC Neubrandenburg beim Deutschen Kanu- Verband mit der „sehr guten Infrastruktur“. So ist erst vor zwei Jahren die Kanu-Strecke mit Bundesmitteln ausgebaut worden.

Im Trainerbereich erwartet Torsten Haverland ebenfalls keine großen finanziellen Einschnitte. „Landessportbund und Olympiastützpunkt beschäftigen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 38 Trainer, das ist für zehn Sportarten nicht viel“, urteilt der LSB-Geschäftsführer.

Die Diskussionen um das große Reformpaket und die Verteilung der staatlichen Fördergelder von bis zu 170 Millionen Euro werden weitergehen. Verabschiedet werden soll die Reform bereits am 3.

Dezember auf der Mitgliederversammlung des DOSB im Magdeburger Maritim-Hotel. Anschließend wird sie dem Kabinett vorgelegt und soll dann zum 1. Januar 2018 in Kraft treten.

Sönke Fröbe

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