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Sprung auf Aufstiegsplatz verpasst

FC Hansa Rostock 1:1 FSV Mainz 05 II Sprung auf Aufstiegsplatz verpasst

Das war zu wenig: Gegen den Tabellenvorletzten kamen die Rostocker nicht über ein mageres Remis hinaus / Trainer Christian Brand sieht seine Mannschaft dennoch in einem positiven Trend

Rostock. Es hätte so viel schöner werden können für die Hansa- Fans, die nach dem verheißungsvollen 1:0-Sieg bei Tabellenführer Duisburg einen Heimerfolg erwartet hatten. Und für Hansa-Spieler, -Trainer und -Verantwortliche. Denn ein Triumph hätte den FCH nach fast drei Jahren (er lag im Dezember 2013 unter Trainer Andreas Bergmann zwischenzeitlich mal auf Platz 3) wieder in die Aufstiegsregion der 3. Liga befördert. Doch dafür war das 1:1 (1:0) gegen den Tabellenvorletzten vom FSV Mainz II zu wenig. Stephan Andrist hatte die Gastgeber vor 11383 Zuschauern im Ostseestadion in Führung gebracht (16.). Den Ausgleich erzielte Ville Matti Steinmann (41.).

 

OZ-Bild

Nach überstandener Verletzungspause wieder in der Startelf des FC Hansa: Mittelfeldmann Timo Gebhart (l.), hier im Zweikampf mit dem Mainzer Marcel Costly.

Quelle: Selim Sudheimer/inside Picture

„Wenn man oben mitspielen will, dann muss man beides können“, sagte Hansa-Trainer Christian Brand. Er meinte, dass es gelingen muss, sich auf Gegner wie Duisburg und Mainz II gleichermaßen einstellen zu können. Gegen das Mainzer Nachwuchsteam waren vor allem Kreativität, Tempo und Beharrlichkeit der Rostocker gefragt. Denn die Gäste bauten von Beginn an ein Abwehrbollwerk mit Fünferkette auf.

Die Hanseaten machten ihre Sache gut, hatten sehr viel Ballbesitz, versuchten den Gegner mit schnellem Spiel zu Fehlern zu zwingen. Und sie waren mit dieser Taktik bereits nach 16 Minuten erfolgreich: Startelf-Rückkehrer Timo Gebhart schickte Andrist einen präzisen Flankenball in den Lauf. Der Gegenspieler des Schweizers patzte und machte so den Weg zur umjubelten Rostocker Führung frei.

Hansa blieb weiter dominant, wenngleich gegen die massive Gäste-Abwehr kaum Torchancen erspielt wurden. Andrist hätte nach erneutem Zuspiel von Gebhart auf 2:0 erhöhen können, scheiterte jedoch an Torhüter Florian Müller (34.).

Wenig später dann der Dämpfer: Dennis Erdmann, der kurz zuvor wegen eines Fouls Gelb gesehen hatte, hielt sich in einem Zweikampf zu sehr zurück. Der Ball landete bei Steinmann, dessen Gewaltschuss aus 30 Metern im rechten unteren Eck des Hansa-Kastens einschlug.

„Eigentlich war mehr drin“, ärgerte sich Stefan Wannenwetsch nach 90-minütigem Anrennen auf das Mainzer Tor und kam zu der Erkenntnis: „Wir haben zu wenig gemacht.“ Auch Gebhart haderte – der letzte und entscheidende Pass habe gefehlt. Brand lobte seine Mannschaft dennoch: „Sie hat alles gegeben“, meinte der 44-Jährige. An Ausdauer und Zielstrebigkeit habe es nicht gefehlt, erklärte er: „Das Verteidigen kann man üben. Mit der Offensive hingegen ist das nicht so einfach“, sagte er. Dafür brauche es auch Qualität und Fantasie.

Trotz des Unentschiedens gegen Mainz II – nimmt man das Saisonziel Klassenerhalt im gesicherten Mittelfeld – stimmt die Richtung: Während der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sieben Punkte beträgt, trennen Hansa nach einem Drittel der Saison lediglich zwei vom Relegationsplatz.

Der Gegner am kommenden Samstag könnte Hansa im Vergleich zu den mauernden Mainzern besser liegen: Die Rostocker sind beim 1. FC Magdeburg zu Gast, der ganz sicher offensiver eingestellt sein wird.

Statistik

Hansa: Schuhen – Jänicke, Henn, Grupe, Gardawski – Erdmann, Wannenwetsch (67. Garbuschewski) – Andrist, Gebhart (84. Fehr), Bülbül (87. Benyamina) – Ziemer.

Mainz II: F. Müller – Costly, Häusl, Rossmann, Schorr (89. Korczowski), Moos – T. Müller (67. Zimling), Steinmann – Trümner, Bouziane – Seydel (79. Parker).

Tore: 1:0 Andrist (16.), 1:1 Steinmann (41.). Schiedsrichter: Bacher (Amerang). Zuschauer: 11383. Gelbe Karten: Erdmann, Bülbül /

Steinmann, Häusl, Moos.

Christian Lüsch

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