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„Stolz, Heimat, geile Zeit!“

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Herr Gansauge, bei Hansa waren Sie vor allem auch ein Liebling der weiblichen Fans. Sind Sie mittlerweile fest vergeben?

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1997: Hansa-Defensivmann Thomas Gansauge (r.) im Laufduell mit Dortmunds Andreas Möller.

Quelle: Imago

Herr Gansauge, bei Hansa waren Sie vor allem auch ein Liebling der weiblichen Fans. Sind Sie mittlerweile fest vergeben?

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Herr Gansauge, bei Hansa waren Sie vor allem auch ein Liebling der weiblichen Fans. Sind Sie mittlerweile fest vergeben?

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Hansa-Stars - das machen sie heute

Thomas Gansauge (lacht): Ja, ich bin seit Juni 2013 mit Alicia verheiratet. Sie ist gebürtige Kolumbianerin mit amerikanischem Pass.

In Rostock haben Sie damals drei Sonnenstudios betrieben. Lassen Sie sich immer noch gerne im Solarium bräunen?

Gansauge: Nein, schon lange nicht mehr. Ist mir einfach zu gesundheitsschädigend.

Sie leben seit zehn Jahren in den USA. Wie kam es dazu?

Gansauge: Als ich 2005 den Entschluss gefasst habe, nach Chicago zu gehen, wollte ich eigentlich nur ein halbes Jahr mein Englisch aufbessern, das amerikanische Leben kennenlernen und dann wieder zurück. Es kam dann alles ganz anders. Ich habe mich buchstäblich in die Stadt Chicago verliebt.

Was schätzen Sie am Leben dort?

Gansauge: Ich wohne mitten in der Stadt und habe damit auf alles schnellen Zugriff, was Chicago zu bieten hat: tolle Restaurants, viele Museen, zwei Stadien direkt in der Stadt und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Die Leute hier sind sehr freundlich und die Architektur ist absolute Weltspitze. Jeder Architekt muss Chicago mindestens einmal im Leben gesehen haben. Außerdem haben wir den Michigansee direkt vor der Haustür. Mehr geht nicht!

Sie sind auf Rügen und in Rostock aufgewachsen, haben Sie manchmal Heimweh?

Gansauge: Natürlich vermisse ich meine Heimat, besonders die Familie. Ich versuche, mindestens zwei Mal im Jahr rüberzufliegen. Mit meinem Klub Schwaben AC haben wir ein „Soccer-Exchange“- Programm mit dem Hamburger Fußballverband aufgebaut und besuchen uns alle zwei Jahre gegenseitig.

Wann waren Sie zuletzt in Deutschland und wann ist der nächste Besuch geplant?

Gansauge: Zu Weihnachten. Da haben wir viele Kilometer im Auto zurückgelegt, um die Familie und so viele Freunde wie möglich zu besuchen. Die Route ging von Stuttgart über Erfurt nach Rügen.

Die nächsten Trips sind schon in Planung: Ich möchte im Juli den Internationalen Trainerkongress des BDFL (Bund Deutscher Fußball-Lehrer/d. Red.) in Fulda besuchen, im August fahre ich im Rahmen unseres Austauschprogramms wieder nach Hamburg.

Zu welchen früheren Mitspielern haben Sie noch Kontakt?

Gansauge: Vor allem zu Uwe Ehlers, Timo Lange und Oliver Neuville. Mit anderen bin ich über Facebook verbunden.

Verfolgen Sie das Geschehen bei Hansa Rostock?

Gansauge: Ja, sehr genau.

Hätten Sie gedacht, dass der Verein mal so tief abstürzen würde?

Gansauge: Schwierige Frage. Ist die 3. Liga denn so tief für einen Verein wie Hansa? Etliche ehemalige Oberliga-Klubs spielen dort. Man muss doch mal die Realität sehen: Hansa ist in der wichtigsten Oberliga-Saison überhaupt — 1990/91 — Meister geworden. So ist der Verein in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Das war weitaus mehr, als man erwarten konnte. Die Querelen der jüngsten Vergangenheit haben leider den Ruf des Klubs ruiniert, man hört kaum noch positive Nachrichten. Das ist für mich weitaus schlimmer als die Tatsache, dass Hansa in der 3. Liga spielt.

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Ihre Hansa-Zeit denken?

Gansauge: Stolz, Heimatverein, Freunde, geile Zeit!

Was war das schönste Erlebnis?

Gansauge: Der Nichtabstieg in Bochum 1999, das war einfach geil. Alle Spieler wussten genau, worum es für den Verein geht und haben sich für Hansa aufgeopfert.

Und das schlimmste?

Gansauge: Das 1:4 gegen Duisburg am 21. März 1998. Mein Gegenspieler Markus Beierle hat drei Tore gemacht und Trainer Ewald Lienen wurde nach diesem Spiel entlassen. Das war ein Trauma für mich.

Wer oder was hat Sie bei Hansa am meisten geprägt?

Gansauge: Meine Jugendtrainer Harry Krause und Karl Pöschel. Von beiden habe ich viel gelernt. Sie haben meine Jugendjahre geprägt und meinen Weg beeinflusst.

Wie sieht Ihre Arbeit als Director of Coaching beim Schwaben Athletic Club aus?

Gansauge: Ich leite dort das komplette Jugendprogramm. Bin also verantwortlich für 23 Jugendteams mit 270 Mädchen und Jungen plus zehn Trainer.

Wird man Sie irgendwann mal als Trainer eines Profi-Teams sehen?

Gansauge: Das halte ich für unrealistisch. Außerdem würde ich für einen Ein- oder Zweijahresvertrag nicht alles aufgeben, was ich hier aufgebaut habe.

Das klingt nicht, als würden Sie in absehbarer Zeit nach Deutschland zurückkehren.

Gansauge: Ich kann mir gut vorstellen, irgendwann wieder zurück nach Hause zu gehen, aber im Moment bin ich hier sehr glücklich und ausgelastet.

• Das komplette Interview auf ostsee-zeitung.de, oz-sportbuzzer.de

81 Bundesliga-Spiele

Geboren: 4. Juni 1970 in Bergen auf Rügen.

Stationen als Spieler: Motor Stralsund (1989-90), Hansa Rostock (1990-91 und 1996-12/99), SV Lurup Hamburg (1991-94), Raspo Elmshorn (1994-95), PSV Rostock (1995-96),

Arminia Bielefeld (1/2000-2001), Rot-Weiß Erfurt (2001-04).

Spiele in der Bundesliga: 81 für

Hansa Rostock und Arminia Bielefeld.

2. Liga: 10 für Arminia Bielefeld.

Heutiger Verein: Schwaben Athletic Club in Chicago als Nachwuchschef („Director of Coaching“).

Von Interview von Sönke Fröbe

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