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Strutz steht im Olympia-Finale: Das hat Spaß gemacht

Strutz steht im Olympia-Finale: Das hat Spaß gemacht

Die Schweriner Stabhochspringerin setzt in Rio nun zu den ganz großen Flügen an

Rio de Janeiro. Kurz nach zehn Uhr Rio-Zeit begann gestern das nächste Olympia-Abenteuer für Martina Strutz. Das Olympiastadion war schon gut gefüllt – immerhin lief Usain Bolt drei Stunden später seinen ersten Lauf über 200 Meter – , da schnappte sich die Schwerinerin ihren Stab und lief zum ersten Mal an. 4,30 Meter: kein Problem für die 1,59 Meter große Stabhochspringerin, die auch schon in London vor vier Jahren mit dabei gewesen war.

 

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Hatte im Vorkampf alles im Griff: Martina Strutz.

Quelle: Michael Kappeler/dpa

Meine Familie ist auch mit in Rio, und die hat schon Karten für das Stabhochsprung-

Finale. Da war ich also gefordert.“Martina Strutz über ihre

Vorkampf-Motivation

Über 4,55 Meter klappte es nicht im ersten Versuch. „Das war nur ein kleiner Schönheitsfehler“, sagte sie hinterher. „Zittern musste ich heute nicht. Ich wusste, ich packe das.“ Und so ging es locker im zweiten drüber und auch entspannt im zweiten Versuch über die Qualifikationshöhe von 4,60 Meter.

Im Finale steht auch Lisa Ryzih, die mit der geforderten Höhe keine Probleme hatte. Ausgeschieden ist hingegen Annika Roloff, die bei ihren ersten Spielen an der 4,55-Meter-Höhe scheiterte.

Strutz hatte vor dem Finale am Freitagabend (Samstag, 1.30 Uhr MESZ) zusätzlichen Druck. „Meine Familie ist auch mit in Rio“, erzählte die 34-Jährige entspannt. „Und die hat schon Karten für das Finale. Da war ich also gefordert.“ Und wie war der Wettkampf jetzt? „Toll, hat Spaß gemacht.“ So kann es im Finale weitergehen. Da könne sie jetzt „von der Seele weg frei springen“. Ihr Ziel: „Spaß

haben". Aber natürlich, ergänzt sie, will sie auch wieder hoch hinaus.

Bis Freitag heißt es also konzentriert zu bleiben – und die Zeit mit den anderen Athleten im olympischen Dorf zu genießen. Ihr Appartement teilt sie sich mit mehreren Werferinnen wie Kugelstoßerin Christina Schwanitz. „Und Julia Fischer kommt auch oft vorbei“, sagt sie. Bei Schwanitz, die als Vierte eine Medaille verpasste, und Fischer, die parallel zu Strutz am Start war, aber es nicht unter die besten acht geschafft hatte, lief es nicht so gut.

Bisher sei die Stimmung im Appartement gut gewesen, sagt Strutz. Doch der Tod des deutschen Kanutrainers Stefan Henze, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war, habe natürlich insgesamt auf die Gemüter gedrückt. „Da schluckt man schon“, sagt die Vizeweltmeisterin von 2011, „und man hofft, dass die eigene Familie, die ja auch viel im Taxi unterwegs ist, immer heil ankommt“.

Dass man auf der Anlage zu großen Leistungen fähig ist, hatte knapp zehn Stunden zuvor Thiago da Silva bewiesen. Der Brasilianer übersprang 6,03 Meter und schnappte dem hoch gehandelten Franzosen Renaud Lavillenie, der 5,58 übersprang, Gold weg. Lavillenie war gefrustet, schimpfte auf das brasilianische Publikum, das ihn als Da-Silva-Konkurrenten gnadenlos ausgebuht hatte.

Martina Strutz fand die Stimmung bei ihrem ersten Auftritt „einfach super“. So kann es weitergehen, am Freitag im Finale.

Manuel Becker

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