Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Sturz verhindert Sprung aufs Podest

Güstrow Sturz verhindert Sprung aufs Podest

Kai Huckenbeck beim Speedway-EM-Lauf in Güstrow in toller Form / Artem Laguta gewinnt

Güstrow. Er war auf dem Weg zum Helden und avancierte am Ende zum Pechvogel des Tages: Wildcard-Starter Kai Huckenbeck fuhr sich am Sonnabend beim zweiten Lauf zur Speedway-Europameisterschaft in Güstrow in die Herzen von 5000 Fans. Der Mann aus dem niedersächsischen Werlte lag nach den 20 Vorläufen auf Rang drei, stürzte aber im Last-Chance-Lauf um die beiden letzten Finalplätze unglücklich und erlebte den Endkampf der besten Vier mit einem lädierten linken Fuß nur als Zuschauer. „Das war extrem ärgerlich“, kommentierte der 24-Jährige lapidar (siehe Interview).

So sicherte sich der Russe Artem Laguta den Tagessieg vor dem Letten Andzejs Lebedevs und dem Polen Krzysztof Kasprzak. Interessantes Detail: Der in überragender Form fahrende Lebedevs – mit 22 Jahren der Jüngste im Feld – führte bis zur Mitte der ersten Kurve, hatte aber an derselben Stelle wie Huckenbeck einen Aufsteiger und wurde ein wenig nach außen getragen. Laguta nutzte die Gunst der Stunde und fuhr innen vorbei.

„Es ist gut gelaufen, ich bin sehr glücklich“, freute sich der Russe (26) über seinen Erfolg. „In Güstrow herrscht eine Superatmosphäre, ich fühle mich sehr wohl auf dieser Bahn.“ Kein Wunder, denn in der Gesamtwertung verbesserte sich Laguta hinter dem neuen Spitzenreiter Lebedevs auf den zweiten Rang. Bruder Grigorij Laguta wird übrigens nicht mehr ins EM-Geschehen eingreifen – wegen Dopings.

Er wurde auf die gleichen Mittel positiv getestet, die viele russische Leichtathleten 2016 die Olympia-Teilnahme gekostet haben.

Auch Ex-Weltmeister Nicki Pedersen fehlte in Güstrow. Der 40-jährige Däne hat seine Karriere nach einem schweren Sturz beendet. Doch auch ohne dieses Duo erlebten die Zuschauer in Güstrow ein rasantes Rennen, das vor allem von der Ausgeglichenheit des Feldes lebte. So lagen mit Laguta, Lebedevs und Huckenbeck nach 20 Vorläufen gleich drei Stahlschuhmatadoren punktgleich vorn (je 12).

Lediglich die Anzahl gewonnener Läufe bescherte Laguta und Lebedevs (je 3) den direkten Einzug ins Finale, während Huckenbeck (2) neben Mateusz Szczepaniak (Polen), Kasprzak und Milik in den Last-Chance-Lauf musste – mit dem geschilderten Ergebnis.

Ein wenig überraschend spielten die Skandinavier – fünf Dänen und ein Schwede – am Sonnabend keine Rolle bei der Vergabe der Spitzenplätze. Ihr Bester, Michael Jepsen Jensen (Dänemark), landete auf Rang sieben, dicht gefolgt von Andreas Jonsson (Schweden) als Achter. „Ich habe bei der Motoreinstellung Fehler gemacht, das verzeiht diese Bahn nicht“, bekannte Jonsson. „Nach einer Umstellung lief es besser, aber leider zu spät“, bedauerte der 36-jährige Stockholmer.

Seinen zweiten EM-Einbruch erlebte Martin Smolinski (Olching), der derzeit augenscheinlich seiner Form hinterherfährt. Nach zwei Pünktchen beim Auftakt in Thorn reichte es diesmal zu drei Zählern – Platz 16 im Gesamtklassement für den 32-jährigen Bayern. Dennoch war Veranstalter MC Güstrow zufrieden mit dem EM-Rennen. „Gutes Wetter und 5000 Zuschauer – so hatten wir uns das vorgestellt“, sagte Thomas Koch, der Vizechef des Vereins. „Schade, dass Hucki (Kai Huckenbeck/d.Red.) gestürzt ist, er hatte den Sprung aufs Podest drauf. Aber das ist eben Rennsport“, fügte Koch hinzu.

Burkhard Ehlers

Voriger Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald

Bundestagskandidaten im Wahlkreis 15 stellen sich Fragen des Frauenbeirats der Hansestadt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Mehr Sport
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Sonderseite Golfen in MV Immer mehr Menschen schwingen im Nordosten den Golfschläger. 16 000 Mitglieder hat der Landesverband inzwischen – zehn Mal mehr als Anfang des Jahrtausends. Lesen Sie auf unserer Sonderseite Geschichten über die Golfszene, Spieler aus dem Land und Prominente, die gern in MV golfen.
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.