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Teichert: Wir brauchen Leidenschaft und Qualität

Teichert: Wir brauchen Leidenschaft und Qualität

Empor-Trainer Robert Teichert zieht Zwischenbilanz und spricht über das Kellerduell gegen Emsdetten.

Die Handballer des HC Empor Rostock stehen nach acht Runden mit 4:12 Punkten auf Abstiegsrang 18. Der TV Emsdetten, der am Sonntag in Rostock zu Gast ist (16.30 Uhr, Ospa-Arena), belegt mit 5:11 Zählern Rang 14 der 2. Bundesliga. Nur der Sieger kann durchatmen, oder?

Robert Teichert: Das ist richtig. Es ist ein Duell, das man gerne als Vier-Punkte-Spiel bezeichnet. Für uns ist es wichtig, den Bock mal wieder umzustoßen. Wir hatten uns gegen Hüttenberg und Eisenach viel vorgenommen, haben auch vieles richtig gemacht, aber unser komplettes Leistungsvermögen nicht ausgeschöpft. Wir haben in einigen Situationen taktisch die falschen Entscheidungen getroffen und Zweikämpfe zu leicht verloren. Das müssen wir am Sonntag besser machen. Durch viel Kampf und Leidenschaft kann man dem Spiel einen positiven Stempel aufdrücken, aber wir brauchen natürlich auch spielerische Qualität. Wir freuen uns auf das Spiel. Wir wissen aber auch, dass wir eine gewisse Drucksituation haben. Diesen Druck wollen wir in positive Energie umsetzen und die Punkte hierbehalten.

Empor hat 215 Treffer erzielt – torgefährlicher sind lediglich fünf Teams – und 242 Gegentore kassiert – so viele wie keine andere Mannschaft. Ist die Abwehr die Achillesferse?

Teichert: Die vielen Gegentore ärgern mich tierisch, aber sie sind erklärbar. Wir haben keine vier Abwehrboliden im 6:0-Block, also müssen wir anders agieren. Es braucht einfach eine gewisse Zeit, bis die Laufwege und Absprachen klappen und die Spieler mein System verinnerlicht haben. Zu einer stabilen Abwehr gehört aber auch eine gute Angriffsleistung. Wir haben viele Treffer geschluckt, weil wir dem Gegner durch leichte Fehler in der Offensive einfache Tore über die schnelle Mitte und Tempogegenstöße ermöglicht haben.

Ein Blick in die Statistik: Ihr Team spielt nicht überhart, hat aber bereits 84 Strafminuten kassiert – mehr als jeder andere Zweitligist. Ist das der Unerfahrenheit der Truppe geschuldet?

Teichert: Ja. Mit Kevin Lux steht ein 18-Jähriger im Innenblock, mit Julius Heil und André Meuser kamen weitere junge Spieler auf den Halbpositionen zum Einsatz. Sie haben in den ersten Spielen schon viele Erfahrungen gemacht – auch negative, was beispielsweise die Zwei-Minuten-Strafen angeht. Norman Flödl und Florian Zemlin hauen sich in der Abwehr richtig rein und laufen viel. Die jungen Spieler müssen erkennen, dass das Abwehrspiel nicht nur mit Armarbeit, sondern auch mit Beinarbeit verbunden ist. Das ist ein Lernprozess für die Jungs. Mit dem Gros der Truppe habe ich vergangenes Jahr noch in der MV-Liga gespielt. In der zweiten Liga geht’s ganz anders zur Sache, was die Schnelligkeit und die körperliche Fitness angeht.

Die Klubführung hat Bereitschaft signalisiert, die Mannschaft zu verstärken. Ist ein Neuer in Sicht?

Teichert: Nein. Nach dem Ausfall von Julius Porath (Wadenbeinbruch/d. Red.) sind wir im Training oftmals nur 13 Leute. Aufgrund der Vielzahl der Spiele und möglicher weiterer Verletzungen wäre eine Verstärkung sicherlich sinnvoll.

Sie arbeiten halbtags als Lehrer am Christophorus-Gymnasium, sind Cheftrainer und haben eine Familie. Wie verkraften Sie die Dreifach-Belastung?

Teichert: Das ist anstrengend, aber ich habe ja gewusst, worauf ich mich einlasse. Von der Schule bekomme ich größtmögliche Unterstützung. Klar habe ich nicht die Zeit wie ein Profitrainer.

Aber ich versuche alle Bereiche – Training, Diagnostik, Spielvorbereitung und Videoanalyse – bestmöglichst und effektiv zu machen, um ein professionelles Paket für jede Trainingswoche zu schnüren.

Was das Private angeht: Ich nehme mir an spielfreien Wochenenden mal die eine oder andere kleine Auszeit, um einfach mal abzuschalten.

Interview von Stefan Ehlers

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