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Mainz Träumen erlaubt

Herausforderung Europa League: Mainz 05 stößt in neue Dimensionen vor / Wiedersehen mit Klopp

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Mainz. Fußball ist kein Wunschkonzert. Entgegen dieser Meinung haben die Fußballprofis des FSV Mainz 05 zuletzt doch nach und nach ihre Wunsche offenbart. Der Österreicher Karim Onisowo träumt nämlich davon, in Old Trafford zu spielen. Also gegen Manchester United. Der Italiener Giulio Donati äußerte, er wäre glücklich, auf einen Klub aus seiner Heimat, Inter Mailand oder AC Florenz, zu treffen. Und Verteidiger Stefan Bell fände es klasse, die Atmosphäre in Stadien von Glasgow, Athen oder Istanbul einzusaugen.

 

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Die Teilnahme an der Europa League macht es möglich: Bei den Nullfünfern wird herbeigesehnt, was bei der Auslosung der Gruppenphase am 26. August herauskommen soll. Unter dem ehemaligen Mainzer Trainer Thomas Tuchel endete das Europapokal- Abenteuer in der Qualiphase, Jurgen Klopp schied in der Saison 2005/2006 mit den Mainzern schon früh in der 1. Hauptrunde gegen den späteren Sieger FC Sevilla aus.

Unter Martin Schmidt kann auf jeden Fall für die Gruppenphase geplant werden. Wobei der Schweizer nicht müde wird, auf die Gefahren „der neuen Herausforderung“ zu verweisen. Schmidt: „Bei uns war es üblich, nach einem Bundesligaspiel zwei Tage zu regenerieren, dann langsam hochzufahren. Ab Herbst heißt es: Abschlusstraining, Spiel, Regeneration. Abschlusstraining, Spiel, Regeneration.“

Gerade das jüngste Trainingslager im italienischen Aostatal diente dem 49-Jährigen dazu, bei seinen Spielern die Sinne zu schärfen. Im internationalen Wettbewerb stecken Chance und Risiko zugleich.

Danach wurden auch die Testspielgegner ausgesucht: So zeigte der amtierende Europa-League-Sieger FC Sevilla dem Novizen im alten Bruchwegstadion die Grenzen auf (0:1). Schmidt sind die Resultate in der Vorbereitung zwar nicht egal. „Ich will immer gewinnen“, aber derzeit steht die Arbeit im Grundlagenbereich noch mehr im Vordergrund als sonst.

Mainz wäre nicht der erste Vertreter, der einen recht hohen Preis für die Zusatzbelastung zahlt. Freiburg, Frankfurt und Augsburg gerieten dadurch in jüngerer Vergangenheit in Abstiegsgefahr. Damit das in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt nicht passiert, hat der neue Sportdirektor Rouven Schröder, der bislang recht passabel die großen Fußstapfen eines Christian Heidel ausfüllt, den Kader breiter gemacht.

Zwei Lücken von abgewanderten Leistungsträgern müssen geschlossen werden: Der Spanier Jose Rodriguez und der Franzose Jean-Philippe Gbamin sollen den Weggang von Mittelfeldlenker und Kapitän Julian Baumgartlinger auffangen. Der Däne Jonas Lossl ist auserkoren, Stammtorwart Loris Karius zu ersetzen. Sollte bis Ende August die Erkenntnis reifen, dieser Kader braucht noch Qualität, dann ist der Klub jederzeit handlungsfähig.

Kaum ein Mittelklasseverein hat so gute Kennzahlen: Vergangene Saison wurde ein Rekordumsatz von mehr als 100 Millionen Euro erzielt, in der neuen Spielzeit geht das Gesamtbudget vermutlich Richtung 90 Millionen. Schröder hatte nach dem ersten Blick in die Bücher bereits gesagt:„Mainz muss sich nicht klein machen.“ Die Zeiten des mitleidig belächelten Karnevalsvereins sind vorbei. Der Standort träumt von den ganz großen Namen. Das der FSV gegen die mithalten kann, hat er gestern bewiesen: Mainz besiegte im Testspiel Klopps FC Liverpool mit 4:0.

Frank Hellmann

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