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Trainer des Jahres hat mit Triathleten noch Großes vor

Neubrandenburg Trainer des Jahres hat mit Triathleten noch Großes vor

Frank Heimerdinger betreut am Bundesnachwuchs-Stützpunkt in Neubrandenburg viele hoffnungsvolle Talente / Peer Sönksen holte 2015 Silber bei der Junioren-WM

Neubrandenburg. Junioren-WM- Silber durch Peer Sönksen, Junioren-EM-Bronze durch Lena Meißner und drei deutsche Meistertitel im Nachwuchsbereich durch Charlotte Ahrens (Juniorinnen) sowie Sönksen und Meißner (beide Jugend A) — so lautet die überragende Bilanz der Triathlon-Abteilung des SC Neubrandenburg im vergangenen Jahr. Die Erfolge sind eng mit dem Namen Frank Heimerdinger verbunden. Seit 1998 hat der gebürtige Leipziger die Arbeit mit den Talenten in der Vier-Tore-Stadt aufgebaut und kontinuierlich vorangetrieben. Anfang März wurde der umtriebige Coach vom Landessportbund als „Trainer des Jahres 2015“ in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

 

OZ-Bild

Erfolgsduo: Triathlon-Trainer Frank Heimerdinger (r.) mit seinem Schützling Peer Sönksen vom SC Neubrandenburg.

Quelle: Heiko Brosin

Ich lebe diese Sportart.“Triathlon-Trainer Frank Heimerdinger, SC Neubrandenburg

Nur sechs Jahre benötigte Heimerdinger, bis die Deutsche Triathlon-Union (DTU) 2004 in Neubrandenburg einen Bundesnachwuchs-Stützpunkt einrichtete — im gesamten Bundesgebiet gibt es nur vier davon.

Heute trainieren dort etwa 60 Kinder und Jugendliche, wobei der Leistungsgedanke dominiert. Heimerdinger — auch Triathlon-Landestrainer in Mecklenburg-Vorpommern — ist mittlerweile nicht mehr allein verantwortlich für den Nachwuchs in Neubrandenburg. Im Jahr 2000 fand die zweifache Langdistanz-Weltmeisterin Ines Estedt (48) zu den SCN-Triathleten, bei denen sie seit 2008 hauptamtlich arbeitet.

Vier Jahre später stieß Jan Müller (45) als weiterer Trainer hinzu.

Seither gibt es eine fruchtbare Arbeitsteilung, wobei Frank Heimerdinger die A-Jugendlichen (ab 16 Jahre) und die Junioren betreut. „Vor vier Jahren habe ich unsere Arbeit analysiert und dabei festgestellt, dass wir zwar im nationalen Bereich weit oben standen, aber international nur dabei waren“, erzählt der 57-Jährige. Das Ergebnis: Der Absolvent der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport (DHfK) in Leipzig stellte das Training seiner Schützlinge im Laufbereich um. „Heute kann ich sagen, dass das sehr gut gelungen ist. Das war auch für mich eine Bestätigung“, sagt der akribische Arbeiter. Bestes Beispiel ist Peer Sönksen. Der gerade 18 Jahre alt gewordene Triathlet holte im September 2015 bei der Junioren-WM in Chicago Silber. Sieben Wochen zuvor hatte er bei den deutschen U 18- Meisterschaften der Leichtathleten den Titel im 3000-Meter-Lauf gewonnen. Danach setzte er Prioritäten: „Mein Ziel bleibt der Triathlon.“ Auch Lena Meißner, die in Chicago WM- Sechste wurde, sieht ihre Zukunft im Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Die Erfolgssaison 2015 rundeten die drei nationalen Meistertitel ab. „Es gibt nur sechs“, sagt Heimerdinger. Der Trainer freut sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Endurance- Team Neubrandenburg, das sich um den jüngsten Triathlon-Nachwuchs kümmert. „Die Kleinen können immer wieder Schnuppertraining bei uns machen“, sagt der SCN-Coach. Gleichzeitig verweist er darauf, dass der Standort Neubrandenburg inzwischen auch attraktiv für Nachwuchsathleten ist, die nicht aus MV kommen. Peer Sönksen ist in Itzehoe zu Hause.

Froh ist der Erfolgstrainer über die Bedingungen in Neubrandenburg. „Das System Schule, Verein und Internat funktioniert beispielhaft“, freut er sich. Außerdem gebe es „hervorragende Trainingsbedingungen“. Dass er ein Drittel des Jahres unterwegs ist, sieht der Perfektionist als Notwendigkeit. Von seiner Lebensgefährtin erfordere das allerdings sehr viel Verständnis. Und dann sagt Frank Heimerdinger: „Ich lebe diese Sportart.“

Von Burkhard Ehlers

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