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Triathlon-Talente auf der Überholspur

Neubrandenburg Triathlon-Talente auf der Überholspur

Sie ist schon mit 17 Deutsche Meisterin bei den „Großen“, er Vizeweltmeister der Junioren: Lena Meißner und Peer Sönksen aus Neubrandenburg sorgen für Furore

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Nur mit Talent alleine ist das nicht machbar.“ Triathlon-Landestrainer Frank Heimerdinger (57) über seine trainingsfleißigen Schützlinge Lena Meißner und Peer Sönksen

Neubrandenburg. Wie es sich anfühlt, gegen die Besten der Welt zu schwimmen, Rad zu fahren und zu laufen, weiß Lena Meißner jetzt auch. In Hamburg feierte die aufstrebende Triathletin vom SC Neubrandenburg vor knapp drei Wochen ihre Premiere in der World Triathlon Series. Vor mehr als 100000 Zuschauern an der Strecke mitten in der City präsentierte sich die 17-Jährige bei der weltweit wohl spektakulärsten Veranstaltung ihrer Art erstmals auf der ganz großen Bühne. Auch wenn sie am Ende nur 55. wurde und damit „überhaupt nicht zufrieden“ war, war Hamburg der nächste wichtige Schritt für Lena Meißner in ihrer sportlichen Karriere, die immer mehr Fahrt aufnimmt: „Ich bin manchmal selbst überrascht, wie weit ich schon gekommen bin.“

 

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Die Neubrandenburgerin Lena Meißner (17) bei der Triathlon-Weltserie in Hamburg.

Quelle: Fotos: Imago (2), Heiko Brosin
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Junioren-Vizeweltmeister Peer Sönksen (18) vom SCN

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Die Neubrandenburgerin Lena Meißner (17) bei der Triathlon-Weltserie in Hamburg.

Quelle: Fotos: Imago (2), Heiko Brosin

Ihre erstmalige Nominierung für die DTU-Nationalmannschaft hat sich die Schülerin des Neubrandenburger Sportgymnasiums durch konstant gute Leistungen und beeindruckende Erfolge in diesem Jahr hart erarbeitet: Dritte bei der Junioren-Europameisterschaft in Lissabon, Deutsche Meisterin der Elite und der U 23 und zuletzt deutsche Vizemeisterin der Junioren – Lena Meißner gilt als eine der größten deutschen Triathlon-Hoffnungen. „Sie ist ein Ausnahmetalent“, sagt ihr Trainer Frank Heimerdinger (57). So wie Peer Sönksen, der ebenfalls zur zwölfköpfigen Trainingsgruppe des gebürtigen Leipzigers gehört.

Doch anders als bei Lena Meißner lief bei dem aus Itzehoe (Schleswig-Holstein) stammenden Junioren-Vizeweltmeister von 2015 in diesem Jahr nicht alles rund. Bei der EM in Lissabon wurde Peer Sönksen durch Sturzpech um eine mögliche Medaille gebracht. „Er ist in sehr aussichtsreicher Position unverschuldet gestürzt“, sagt Heimerdinger. Bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Nürnberg musste Sönksen, der 2015 deutscher Juniorenmeister über 3000 Meter war, wegen eines Infekts passen. „Das hat ihn die direkte Nominierung für die Junioren-Weltmeisterschaft gekostet. Das ist sehr bedauerlich“, erklärt Heimerdinger.

Für Lena Meißner sind die Titelkämpfe auf der mexikanischen Karibikinsel Cozumel (12.-18.9.) der Höhepunkt einer erfolgreichen und kräftezehrenden Saison. „Ich möchte dort die Platzierung der letzten WM bestätigen oder vielleicht sogar verbessern“, sagt Lena Meißner. In Chicago wurde sie im vergangenen Jahr Sechste. „Ziel ist eine Top-Ten-Platzierung“, sagt Heimerdinger, der Lena im fünften Jahr trainiert. Auch eine Medaille sei nicht ausgeschlossen, „aber dafür muss schon sehr viel zusammenpassen“.

Die Stärke von Lena liege in ihrer Ausgeglichenheit, sagt der Trainer. So habe sie sich auch im Schwimmen, einst ihre Schwäche, deutlich verbessert. Dafür arbeiten Lena Meißner und Peer Sönksen jeden Tag knüppelhart. „Nur mit Talent alleine ist das nicht machbar“, sagt Erfolgscoach Heimerdinger, der seinen Schützlingen viel abverlangt: 18 Kilometer Schwimmen, 45 Kilometer Laufen und 135 Kilometer mit dem Rad stehen jede Woche auf dem Trainingsplan. „Dass wir einen Tag mal gar nichts machen, kommt ganz selten vor“, sagt der Triathlon-Landestrainer.

Seine beiden Toptalente ziehen ohne Murren mit. Vor der Junioren-WM geht es für zwei Wochen ins Trainingslager nach Kienbaum. Ihre „Generalprobe“ für Mexiko absolviert Lena Meißner in Frankreich, wo sie für ein französisches Team beim Grand Prix de France startet. Nach der Weltmeisterschaft steht ein weiteres Rennen in Nizza an – der neunte Sprint-Triathlon (750 Meter schwimmen, 20 km Rad, 5 km laufen) dieses Jahres. „Danach ist Schluss“, sagt Heimerdinger .

Ob Lena Meißner und Peer Sönksen das Potenzial haben, 2020 bei Olympia in Tokio zu starten? Da will Heimerdinger sich nicht festlegen: „So weit denke ich noch nicht.“ Auch Lena winkt ab: „Wir planen nur von Jahr zu Jahr.“

Sönke Fröbe

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