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Trotz Verlust einer Niere: Worrack will Karriere fortsetzen

Erfurt/Rostock Trotz Verlust einer Niere: Worrack will Karriere fortsetzen

Profi-Radsportlerin blickt positiv in die Zukunft, darf derzeit aber kaum laufen

Erfurt/Rostock. Die vierfache Team-Zeitfahr-Weltmeisterin Trixi Worrack will ihre Karriere fortsetzen, obwohl ihr nach einem Sturz in einer Not-Operation die linke Niere entfernt werden musste. Sie dürfe zurzeit keine Treppen steigen, solle nicht viel laufen und habe noch Schmerzen — aber sie will wieder aufs Rad, erklärte die 34 Jahre alte deutsche Meisterin in einem Interview der Internetplattform „radsport-news“.

 

OZ-Bild

Schwer gestürzt: Trixi Worrack (34).

Quelle: Imago

„Ich würde gerne noch mal anfangen“, sagte Worrack, die in den vergangenen Jahren in Bad Doberan zu Hause war, zehn Tage nach ihrem Sturz beim italienischen Weltcuprennen Trofeo Alfredo Binda.

„Normalerweise wird bei einer Nieren-OP am Rücken ein kleiner Schnitt gemacht. Aber ich hatte schon so viel Blut im Bauch, dass sie von dort ranmussten“, berichtete die Radsportlerin von dem Eingriff im Krankenhaus von Varese (nördlich von Mailand).

Worrack war in einer Linkskurve am Ende einer Abfahrt mit anderen Fahrerinnen gestürzt. „Der Sturz an sich war gar nicht schlimm, ich bin einfach nach links unglücklich irgendwo draufgefallen. Mir muss jemand von hinten ins Rad gefahren sein, ohne dass ich es gesehen habe. Von außen sah man auch kaum Verletzungen, ich hatte nur die Arme und Ellbogen etwas aufgeschürft“, erzählte Worrack. Im ersten Krankenhaus in Cittiglio, wo zunächst ihr Rücken geröntgt wurde, habe sie starke Schmerzen verspürt. Diese seien nach einer Weile vom Rücken in den Bauch gewandert, „bis ich mich vor Schmerz übergeben habe“. Erst da sei man aufmerksam geworden. Weil Lebensgefahr bestand, habe man sie sofort zur Not-OP nach Varese gefahren.

Am Ostersamstag wurde Trixi Worrack zurück nach Deutschland geflogen. Bei einem Arztbesuch am Dienstag in Erfurt wurde festgestellt, dass sie sich auch eine Rippe gebrochen hat. „Ich nehme an, dass dadurch auch die Niere kaputtgegangen ist", sagt Worrack. Von der OP habe sie sich in der Klinik vergleichsweise schnell erholt. „Im Normalfall hätte ich jetzt auch noch im Krankenhaus gelegen“, berichtet die gebürtige Cottbuserin: „Der Arzt hat gesagt, es sei schon sehr ungewöhnlich, dass ich montags noch auf der Intensivstation lag und am Samstag entlassen werden konnte. Aber der Heilungsprozess verlief einfach sehr schnell.“ Derzeit muss sie sich allerdings sehr in Geduld üben. „Erst einmal geht gar nichts“, so Worrack, „ich kann ja noch nicht mal groß spazieren gehen“.

Worrack will trotzdem positiv in die Zukunft blicken. „Ich darf jetzt auch nicht zu negativ sein. Es ist eben schwierig, weil man gar nicht vorhersehen kann, wie lange alles dauert. Mir kann im Prinzip keiner sagen, wann ich wieder aufs Rad kann oder wann ich mich überhaupt wieder besser fühle.“

OZ

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