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Unverhofftes Comeback: Klemp nimmt Kurs auf Rio

Ribnitz-Damgarten Unverhofftes Comeback: Klemp nimmt Kurs auf Rio

Der Ruderer aus Ribnitz-Damgarten hatte sich bereits auf den Beruf konzentriert – nun steht der 34-Jährige im Kader für die Paralympics

Ribnitz-Damgarten. Eigentlich hatte Marcus Klemp mit dem Leistungssport abgeschlossen. Mit dem Beginn seiner Arbeit als Projektmitarbeiter beim Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) Ribnitz-Damgarten im September vergangenen Jahres waren die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro kein Thema mehr für ihn – zumindest bis Ende Mai. „Doch dann kam ein Anruf vom Bundestrainer“, erzählt der gehbehinderte Ruderer des Ribnitzer Sportvereins (RSV). Ob er sich vorstellen könne, den Kader für Rio zu komplettieren, habe er ihn gefragt. „Ich muss ehrlich sagen, ich habe nicht Hurra geschrien, sondern erst einmal um Bedenkzeit gebeten, um mit dem Jugenddorf-Leiter, Thomas Reiplinger, zu reden.“ Ihm sei er zu großem Dank verpflichtet, er sei ein „Chef mit Herz“. Denn nur dessen Entgegenkommen sei es zu verdanken, dass er seine Arbeit beim CJD mit der Tätigkeit im Ribnitzer Sportverein als Übungsleiter der Ruderer unter einen Hut bringen konnte.

 

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Er nimmt Kurs auf Rio: Marcus Klemp (34).

Quelle: Robert Niemeyer

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Klemp war zuvor als Kundenberater in einem Callcenter in Rostock tätig. „Die Arbeit dort und das Training unter einen Hut zu bekommen, das war sehr schwierig“, meint der RSV- Ruderer rückblickend.

Besonders bedauerlich sei es für ihn gewesen, dass durch den Job die Vereinsarbeit auf der Strecke blieb. Er habe als Übungsleiter keine Zeit mehr gefunden, um mit dem Nachwuchs zu arbeiten, berichtet der 34-Jährige. Diese für ihn sehr unbefriedigende Situation änderte sich erst, als er dann im September die Möglichkeit bekam, beim CJD Ribnitz-Damgarten zu arbeiten.

„Ich habe mit dem beruflichen Wechsel zum CJD zwar weiter trainiert, aber eben nicht mehr mit Blick auf eine Olympiateilnahme“, sagt Klemp. „Wenn man die 30 überschritten hat, dann ist es einfach Zeit, andere Prioritäten zu setzen. Für mich ist nicht mehr der Sport, sondern der Beruf die Nummer eins.“

Jetzt möchte er mit der unerwarteten Nominierung für das Paralympics-Team also doch noch einmal sportlich durchstarten. Das Problem: „Leistungssport erfordert intensives Training. Sportler wie ich, die sich in beruflicher Hinsicht etwas Festes aufbauen möchten, sind deshalb auf einen Arbeitgeber angewiesen, der dafür Verständnis aufbringt.“ Damit er Zeit fürs Trainieren habe, komme sein Arbeitgeber ihm mit Dienstzeitenausgleich entgegen. „Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Klemp. „Ich werde nun bis September hart trainieren. Denn wenn ich im Vierer-Mixed in Rio zum Einsatz kommen sollte, dann will ich auch mein Bestes geben.“

Für Marcus Klemp wäre es der zweite Paralympics-Einsatz. Bereits bei den Spielen 2008 in Peking konnte er im Mixed-Vierer Olympia-Luft schnuppern umd mit einem vierten Platz einen großen sportlichen Erfolg erzielen. Um sich in Form zu bringen, werde er unter anderem das Landesleistungszentrum in Kessin nutzen, erzählt Klemp. Einmal in der Woche trainiert er dort bereits.

Edwin Sternkiker

OZ

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