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Vertrag läuft aus: Zukunft von Boxtrainer Röwer ist ungewiss

Güstrow Vertrag läuft aus: Zukunft von Boxtrainer Röwer ist ungewiss

Der 53-Jährige will in Neubrandenburg mit Feigenbutz, Kölling und Peil punkten

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Konzentriert bei der Pratzenarbeit: Trainer Karsten Röwer und Enrico Kölling.

Quelle: Stefan Ehlers

Güstrow. Aus den Lautsprechern ertönt „Hey“ von Andreas Bourani. „Wenn das Leben grad zu allem schweigt, dir noch eine Antwort schuldig bleibt, dir nichts anderes zuzurufen scheint als Nein. Es geht vorbei“, heißt es in dem Song. Karsten Röwer nimmt die Musik kaum wahr, zu sehr ist er auf das Pratzentraining mit Enrico Kölling fokussiert. Dabei spiegelt der Songtext die Situation des Box-Trainers treffend wider. Röwers Zukunft bei Sauerland ist offen. Sein Vertrag mit dem Berliner Boxstall läuft zum Jahresende aus. „Wir werden uns nach dem 1. Oktober zusammensetzen und über die Zukunft reden“, kündigt Sauerland-Geschäftsführer Frederick Ness an.

„Es wäre schade, wenn ich nicht mehr mit den Jungs arbeiten könnte. Wir haben ja noch einiges vor“, sagt Röwer, der am Sonnabend im Vorprogramm des WM-Kampfes von Jürgen Brähmer (Schwerin) in Neubrandenburg drei Eisen im Feuer hat: Vincent Feigenbutz (21), Alexander Peil und Enrico Kölling (beide 26). Feigenbutz trifft auf den Argentinier Guillermo Ruben Andino. Peil soll sich gegen den Georgier Grigol Abuladze für ein Duell mit Artur Mann empfehlen. Kölling steht gegen den Südafrikaner Ryno Liebenberg vor der bisher härtesten Prüfung seiner Karriere.

„Ich versuche, hochzukommen. Der Weg führt nur über ihn“, sagt Kölling. Mit einem Erfolg könnte er auch für seinen Trainer punkten. „Wir wollen zeigen, dass wir Spaß haben, ein gutes Team sind und schwere Kämpfe gewinnen können. Für den Rest sind wir nicht verantwortlich“, sagt Kölling, der seit vier Jahren Mitglied in Röwers Trainingsgruppe ist. Der Olympia-Teilnehmer von London 2012 schätzt die lockere Art des Coaches. „Er vergisst aber nicht, worum es geht, arbeitet sehr strukturiert. Da steckt ein Plan dahinter.“

Röwer hat sich auch gegen den angriffslustigen Südamerikaner eine Marschroute zurechtgelegt: „Wenn da ein paar Fäuste geflogen kommen, agiert er vorsichtig“, sagt der gebürtige Altentreptower, der am Sonnabend 54 Jahre alt wird. „Mit feiern wird das nichts werden, dazu ist der Kampf viel zu wichtig“, betont Röwer, der sich auf die Rückkehr in seine alte Heimat freut. Für Sonntag – Röwers Hochzeitstag – ist ein Familientreffen geplant. Tags zuvor wollen seine Mutter, seine Ehefrau, die Geschwister und Cousine beim Boxen live dabei sein. „Die Atmosphäre im Jahnsportforum ist geil“, schwärmt Röwer, der am 28. Februar 2009 in der Vier-Tore-Stadt für Sauerland debütierte – in der Ringecke des Greifswalders Sebastian Sylvester, den er noch im selben Jahr zum WM-Titel führte.

Gut vier Jahre später triumphierte er in Neubrandenburg mit Jürgen Brähmer, der am Sonnabend seinen WM-Titel gegen den Waliser Nathan Cleverly verteidigen will.

Nun möchte Röwer mit Kölling, Feigenbutz und Stefan Härtel, der zusammen mit Burak Sahin nebenan im Kraftraum schwitzt, hoch hinaus. „Ich würde mich freuen, wenn es weitergeht“, sagt Röwer. „Wenn nicht, gehen wir wieder zurück nach Schwerin. Wir haben unser Haus dort. Meine Frau findet einen Job als Lehrerin und ich vielleicht auch als Lehrer oder Trainer“, sagt er. Der Bourani-Song passt dazu. „Auch wenn alles zerbricht, geht es weiter für dich ...“

Neun Kämpfe in Neubrandenburg

9 Duelle sind am Sonnabend bei der Neubrandenburger Boxgala (Beginn 17.45 Uhr) geplant. Den Hauptkampf bestreitet Weltmeister Jürgen Brähmer gegen den walisischen Herausforderer Nathan Cleverly (Sat.1 überträgt ab 22.40 Uhr live).

5 Boxer gehören zur Trainings- gruppe von Karsten Röwer: WBA-Interconti-Champion

Enrico Kölling, Vincent Feigenbutz und Alexander Peil steigen am Sonnabend in den Ring. Stefan Härtel und Burak Sahin boxen am 5. November in Potsdam im Rahmen des WM-Kampfes von Tyron Zeuge und Giovanni de Carolis. Zudem trainiert derzeit Moise Lohambo mit. Der Halbschwergewichtler boxt am 14. Oktober in Hamburg.

5000 Zuschauer werden im Jahnsportforum erwartet. Restkarten sind in allen OZ-Servicecentern erhältlich.

Stefan Ehlers

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