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Verunglimpfendes Banner: St. Pauli droht Strafe

Dresden Verunglimpfendes Banner: St. Pauli droht Strafe

DFB ermittelt gegen den Zweitligisten / Hamburger entschuldigen sich bei Dynamo Dresden

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Die Aussage auf dem Banner nahm Bezug auf die Bombenangriffe der Alliierten auf Dresden 1945.

Quelle: Foto: Robert Michael/imago

Dresden. Die SG Dynamo Dresden hat ein verunglimpfendes Spruchband von Fans des FC St. Pauli aufs Schärfste verurteilt. In der Auswärtspartie der Dresdner am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den Kiez-Klub war ein Plakat mit der Aufschrift „Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt – gegen den doitschen Opfermythos“ im Millerntor-Stadion zu sehen gewesen. Die Aussage nahm Bezug auf die Bombenangriffe der Alliierten auf Dresden 1945. Gestern jährten sich die Angriffe zum 72. Mal.

Der Hamburger Klub muss wegen des Spruchbandes mit einer Strafe rechnen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird gegen die Hamburger ein Ermittlungsverfahren einleiten. Das Gremium werde vom FC St. Pauli eine Stellungnahme anfordern und den Sachverhalt anschließend bewerten, teilte der DFB gestern mit.

Die Vereinsführungen und Fan- Verantwortlichen des FC St. Pauli hatten sich vom Inhalt des Spruchbandes deutlich distanziert. „Auch wenn der FC St. Pauli sich von der These des Opfermythos, der in der Vergangenheit speziell von Nationalisten und Rechtspopulisten propagiert wurde, klar distanziert und einen kritischen Umgang mit der deutschen Geschichte ausdrücklich begrüßt und fordert, ist mit den Worten auf dem Spruchband eine Grenze überschritten worden, werden dort doch die Toten der Luftangriffe auf Dresden verhöhnt“, hieß es noch am Sonntagabend auf der Internetseite des Hamburger Vereins. Weiter schrieb der Klub in der Mitteilung: „Für das Verhalten seiner Anhänger möchte sich der FC St. Pauli bei Dynamo Dresden, seinen Fans und allen Angehörigen der Opfer der Angriffe vor 72 Jahren entschuldigen.“ Dem schloss sich auch der Fanclubsprecherrat des Vereins an.

Dynamo Dresdens Geschäftsführer Michael Born hatte am Sonntag in einer ersten Reaktion auf das Plakat beklagt: „Das ist definitiv am guten Geschmack vorbei.“ Gestern erklärte der Klubchef in einer Mitteilung des sächsischen Fußball-Zweitligisten: „Opfer von Krieg und Gewalt zu verhöhnen, das überschreitet nicht nur alle Grenzen des Geschmacks und der Meinungsfreiheit. Es ist nicht zu akzeptieren und untergräbt unsere auch im Sport geltenden humanistischen Werte.“

Im Interesse der gesellschaftlichen Akzeptanz des Fußballs und der friedlichen Fans sei es wichtig, dass solche „Entgleisungen“ – gleich in welchem Stadion sie passieren und wem sie anzulasten seien – nie wieder geschehen würden, so Born.

OZ

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