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Vor zehn Jahren: Ullrichs abruptes Ende

Vor zehn Jahren: Ullrichs abruptes Ende

Der Rostocker kehrt nach Fuentes-Skandal nicht mehr in den Radsport zurück

Die Karriere des Jan Ullrich starb am 30. Juni 2006 in Straßburg. „Ein Ende von 0 auf 100 – ohne Abschied und positives Image“, nannte der einzige deutsche Tour-Sieger die Folgen jener Geschehnisse, nach denen nichts mehr war wie zuvor. Heute jährt sich zum zehnten Mal der Tag, als mit Bekanntwerden des Fuentes-Dopingskandals der deutsche Radsport in seine tiefste Krise stürzte. Erholt hat sich die Sportart hierzulande ein Jahrzehnt später davon noch nicht vollständig.

Eufemiano Fuentes, ein Sportarzt aus Madrid, ist die Schlüsselfigur des größten Blutdopingskandals der Geschichte. Eines Skandals, der an jenem 30. Juni die Radsport-Welt erschütterte, dessen ganze Dimension aber bis heute unklar ist.

Die spanische Guardia Civil hatte seit Anfang 2006 in der Operación Puerto nach Hinweisen auf ein Dopingnetzwerk ermittelt und Fuentes als dessen Zentrum ausgemacht. Nach Razzien in der Profiradsport-Szene und zahlreichen Verdächtigungen durch die Medien ging die spanische Justiz einen Tag vor Tour-Start mit den Namen von 58 in das Fuentes-System verwickelten Radprofis an die Öffentlichkeit.

Die Tour wurde zum Fiasko: Topfavorit Ullrich schlich wie ein geprügelter Hund davon, T-Mobile suspendierte zudem Edelhelfer Oscar Sevilla und den sportlichen Leiter Rudy Pevenage. Ullrichs ausgemachter Tour-Rivale Ivan Basso sowie die spanische Hoffnung Francisco Mancebo wurden ebenfalls ausgeschlossen.

Deutschlands Rad-Idol, bis dahin als Volksheld in einer Liga mit Boris Becker und Michael Schumacher, sollte nie in den Profisport zurückkehren. 2007 beendete er seine Laufbahn, zur Doping-Vergangenheit äußerte er sich halbherzig. „Ich bin stolz auf meine Karriere. Aber das Ende ist eine Katastrophe“, sagt er heute.

OZ

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