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Weltmeisterin Carolin Haase: Die beste Schwimmerin war ich nie

Rostock Weltmeisterin Carolin Haase: Die beste Schwimmerin war ich nie

Die Rostockerin ist mehrfache Meisterin im Flossenschwimmen / 2015 holte sie überraschend Gold bei der WM im Apnoe-Tauchen

Rostock. Sie ist mehrfache deutsche Meisterin und Weltcup-Siegerin im Flossenschwimmen, doch ihr größter sportlicher Erfolg gelang ihr in einer anderen Disziplin: Carolin Haase ist amtierende Weltmeisterin und Weltrekordhalterin im „16 Mal 50 Meter Apnoe-Tauchen.“ Bei der Apnoe-WM, die im Juli 2015 in Frankreich stattfand, holte sie Gold und Bronze. „Mein Bundestrainer hat mich angerufen und gefragt, ob ich mit zur WM fahre“, erklärt Carolin Haase ihre Teilnahme. „Ich konnte immer gut tauchen, obwohl ich mich nie darauf fokussiert hatte.“

 

OZ-Bild

Erfolgreiche Tauchsportlerin aus Rostock: Carolin Haase.

Quelle: K. Ahlers

Beim Apnoe-Tauchen müssen die Sportler ohne Sauerstoff möglichst tief oder weit tauchen. Auf das lange Luftanhalten hat sich Haase nicht speziell vorbereitet. „Die Grundathlethik spielt eine Rolle.

Darum kümmere ich mich im täglichen Training“, sagt sie. „Zudem habe ich mit einem Atemwiderstandsgerät gearbeitet. Das simuliert, dass mir weniger Luft zur Verfügung steht. Das war totales Neuland für mich.“

Im ersten Wettkampf ging es darum, möglichst schnell 100 Meter weit zu tauchen. „Nach der Hälfte durfte einmal aufgetaucht werden“, sagt Haase. „Ich war wie ein kleines Kind. Ich dachte, wenn ich die Augen schließe, ist es schnell vorbei.“ Die Monoflosse an ihren Füßen gab ihr so viel Geschwindigkeit, dass sie mit dem Kopf an den Beckenrand stieß. „Aus Reflex bin ich kurz aufgetaucht“, sagt Haase. Dennoch reichte ihre Zeit von 42,67 Sekunden für die Bronzemedaille. Anschließend musste sie eine Strecke von 16 Mal 50 Metern tauchen. Ihre Gesamtzeit lag bei 13:17 Minuten — Weltrekord.

„Das war überraschend“, gibt die Rostockerin zu. „Ich habe immer davon geträumt, einmal oben zu stehen und die Nationalhymne zu hören. Sport war stets ein Teil meines Lebens.“

Die Liebe zum Wasser hat Carolin Haase als Vierjährige entdeckt. „Ich habe mit Schwimmen angefangen“, erinnert sie sich. „Aber ich war nie die beste Schwimmerin.“ Mit 17 entschied sie sich, aufs Flossenschwimmen umzusteigen.

Nach dem Abitur 2010 hat sie bis 2012 zur Sportfördergruppe der Bundeswehr gehört. Vor vier Jahren begann sie mit ihrem Lehramts-Studium, Französisch und Sozialkunde. Ihre Wahl ist nicht nur wegen des Studiengangs auf Rostock gefallen. „Ich wollte weiter trainieren“, sagt Haase, die zum TSC Rostock gehört. 120 Frauen und 149 Männer trainieren im Verein. „Carolin ist eine unserer Leistungsträgerinnen“, lobt Vorstandschef und Lebensgefährte Uwe Etzien.

Aktuell trainiert Carolin zweimal täglich für die nächsten Wettkämpfe im Flossenschwimmen. Im Mai finden die Deutschen Meisterschaften statt, im Juni folgt die WM in Griechenland. Sie ist Qualifikation für die World Games. Es ist der einzige internationale Wettbewerb, an dem Carolin bisher nicht teilgenommen hat. Die vergangenen sechs Monate absolvierte die Studentin ein Praktikum im französischen Toulouse. Dort konnte sie bei einem Schwimmverein mittrainieren. Ob sie sich weiter mit Apnoe beschäftigen wird, steht noch nicht fest: „Wenn, dann nur in der Halle. Ich habe Angst vor Fischen.“

Das ist Apnoe-Tauchen

Apnoe kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ohne Atem“. Es wird ohne Sauerstoffflasche getaucht.

Beim statischen Apnoe-Tauchen im Hallenbad geht es darum, sich möglichst lange unter Wasser zu halten.

Beim Speed-Apnoe legen die Sportler im Hallenbad eine bestimmte Strecke zurück. Dabei wird die Zeit gemessen. Geschwommen wird mit oder ohne Monoflosse.

Beim Tieftauchen müssen Sportler so tief wie möglich kommen. Der Weltrekord liegt derzeit bei mehr als 200 Metern.

Von Katharina Ahlers

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