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Wie geht es bei den anderen Olympioniken aus MV weiter?

Wie geht es bei den anderen Olympioniken aus MV weiter?

OZ befragte Martina Strutz, Artem Harutyunyan, Araik Marutjan und Trixi Worrack zu ihrem Abschneiden in Rio und ihren Zukunftsplänen

1. Wie fällt Ihre persönliche Olympia- Bilanz aus?

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OZ befragte Martina Strutz, Artem Harutyunyan, Araik Marutjan und Trixi Worrack zu ihrem Abschneiden in Rio und ihren Zukunftsplänen

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2. Wie geht es jetzt bei Ihnen weiter?

3. Sehen Sie Ihren Sport für die Zukunft gut aufgestellt?

Martina Strutz (34 Jahre alt, 9. im Stabhochsprung):

1. Ich habe das Finale erreicht, bin zehn Zentimeter unter meiner Jahresbestleistung geblieben. Eine Medaille habe ich nicht gemacht, und deswegen ist die Anerkennung – wie 2012 in London als Fünfte – nicht so vorhanden. Mir fehlt etwas der Respekt vor der Leistung.

2. Ich will immer noch Sport machen und 2018 zur EM nach Berlin. Leistungsmäßig bin ich noch nicht am Ende der Fahnenstange, und es macht mir auch Spaß. Wenn mir die Polizei in der Sportfördergruppe weiterhin die Möglichkeiten dazu gibt, mache ich das. Ob das Projekt weiter unterstützt wird, entscheidet sich noch. Und erst dann kann man seine sportliche Karriere weiter planen.

3. Bei der WM 2015 haben die Leichtathleten acht Medaillen gemacht, in Rio „nur“ drei. Aber ein David Storl und eine Christina Schwanitz (Kugelstoßen/d.Red.) sind schon mit Verletzungen in die Saison gegangen. Dazu kommt: Andere Länder haben andere Fördersysteme. In den Anreizen für einen Olympiasieg liegen wir ganz weit hinten. Die Polen kriegen dafür eine vernünftige Rente. Ich quäle mich jeden Tag, bin aber noch nicht mal verbeamtet in der Sportfördergruppe, habe also keinen sicheren Job. So geht es vielen Athleten.

Artem Harutyunyan (26, Bronzemedaillengewinner im Boxen):

1. Olympia war für mich das größte sportliche Ereignis meiner Laufbahn. Mein Ziel war es, an den Spielen teilzunehmen. Das habe ich mit der Bronzemedaille übertroffen.

2. Nach jahrelangen Kämpfen und hingebungsvollem Training werde ich mir nun Urlaub nehmen und meinen Kopf frei kriegen. Ich möchte die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Und dann beginne ich mit der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Hamburg. Ich möchte die Halle voll kriegen.

3. Nach meinem Weltmeistertitel im vergangenen Jahr und der Bronzemedaille bei den Olym- pischen Spielen sehe ich meinen Sport für die Zukunft gut auf- gestellt. Ich möchte mit meinen Fähigkeiten die Entwicklung des Boxsports in Deutschland fördern. Ich hoffe, dass meine Medaille eine Motivation für viele Sportler ist, damit zukünftig noch mehr Titel für Deutschland erkämpft werden.

Araik Marutjan (24, Erstrunden-Aus im Boxen):

1. Das war meine erste Olympia- Teilnahme. Ich bin stolz darauf, so weit gekommen zu sein. Mein Ziel war es, eine Medaille zu gewinnen. Das hat leider nicht geklappt.

Ich bin durch eine knappe Niederlage ausgeschieden. Aber es kann ja nicht jeder Sportler von sich behaupten, an Olympischen Spielen teilgenommen zu haben. Von daher bin ich froh, so weit gekommen zu sein.

2. Ich habe bis Oktober Urlaub und dann wird weitertrainiert. Nächstes Jahr steht in Hamburg die WM an. Da wollen wir angreifen.

3. Ja. Der Deutsche Boxsportverband wird dank der Medaille von Artem weiter gefördert. Es gibt viele Nachwuchsboxer, die werden von Tag zu Tag besser. Ich gehe davon aus, dass die deutschen Boxer 2020 in Tokio mindestens eine Medaille holen werden.

Trixi Worrack (34, 43. im Straßenradrennen, 16. im Einzelzeitfahren):

1. Ich hatte ein schweres Jahr (Trainingsunfall mit anschließender Not-OP und Verlust einer Niere/ d. Red.) und bin eigentlich ohne große Ziele nach Rio gefahren. Ich wollte schon meine bestmögliche Leistung abliefern, aber es war zu erwarten, dass ich nicht vorne mitfahren kann.

2. Bei der WM Anfang Oktober in Katar steht für mich das Teamzeitfahren im Vordergrund. Unser Ziel ist eine Medaille. Auch nächste Saison will ich wieder Rennen fahren, aber wohl nicht mehr so viele wie bisher. Das verkrafte ich einfach nicht mehr. Ich habe noch einen Vertrag über zwei Jahre, und den will ich auf jeden Fall erfüllen.

3. Es hat sich schon einiges getan, wir sind auf einem guten Weg: Es gibt mehr Fernsehübertragungen, wir sind genau wie die Männer in der World Tour. Es geht ein bisschen voran, aber wir sind noch lange nicht mit dem Männer-Radsport gleichgestellt.

Kr, Se, Sf

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