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Williams müht sich ins Finale - Muguruza will Revanche

Paris Williams müht sich ins Finale - Muguruza will Revanche

Wieder hat es Serena Williams in das Endspiel der French Open geschafft. Dort ist am Samstag der vierte Triumph möglich - und erneut die Einstellung eines Graf-Rekordes. Gegen die Herausforderin hat sie in Paris schon verloren.

Paris. Serena Williams greift auch bei den French Open nach dem Grand-Slam-Rekord von Steffi Graf, wirkt vor dem Endspiel gegen Final-Debütantin Garbiñe Muguruza aus Spanien aber nicht topfit.

Beim glücklichen 7:6 (9:7), 6:4 im Halbfinale gegen die Niederländerin Kiki Bertens schien die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste angeschlagen. Muguruza zog mit 6:2, 6:4 gegen die Australierin Samantha Stosur in ihr erstes Finale in Paris ein.

Schon in Wimbledon gab es im vergangenen Jahr dieses Duell. Damals verlor Muguruza. Nun will die Nummer vier der Welt am Samstag verhindern, dass Williams den 22. Einzeltitel bei einem Grand-Slam-Turnier holt und die Profi-Bestmarke von Graf egalisiert. Bei den Australian Open war noch Angelique Kerber Williams im Weg gestanden.

Der vierte Triumph im Stade Roland Garros nach 2002, 2013 und 2015 ist nach zwei mühsamen Siegen binnen zwei Tagen alles andere als sicher. In einem mitunter bizarren Halbfinale war Williams und Bertens anzumerken, dass beide angeschlagen waren. Die Favoritin litt dem französischen Fernsehen zufolge unter einer Adduktorenblessur und musste im ersten Durchgang zwei Satzbälle abwehren.

„Der erste Satz war nicht einfach. Ich musste heute besser spielen, weil sie sehr gut gespielt hat“, sagte Williams direkt nach der 1:38 Stunden langen Partie auf dem Platz. „Ich bin sehr zufrieden. Ich muss ruhig bleiben vor dem Finale“, fügte sie auf Französisch hinzu.

Bertens hatte sich schon im Viertelfinale am Donnerstag an der linken Wade behandeln lassen und trug auch angesichts von nur zwölf Grad eine wärmende Leggins. Wie schon beim ersten Duell im vorigen Jahr bei den US Open konnte die 24-Jährige ihre Chancen nicht nutzen. Beim Stand von 5:3 vergab sie den ersten Satzball mit einer Vorhand, nach zwei katastrophalen Volley-Fehlern von Williams im Tiebreak dann auch den zweiten. Williams nutzte ihre zweite Möglichkeit und stieß einen Schrei aus. Bei den Seitenwechseln wirkte sie dagegen fast apathisch, während sie auf ihrem Stuhl saß.

Wie im ersten Durchgang holte sie auch im zweiten einen 0:2-Rückstand auf. Die ersten drei Matchbälle vergab sie bei einer 5:3-Führung, beim vierten half Bertens mit einem Vorhand-Fehler. Damit endete ihre Serie von zwölf Siegen, die in der Qualifikation des Nürnberger Turniers vor drei Wochen begann.

Eindeutiger verlief parallel das zweite Semifinale. Muguruza musste nur bangen, als die 32-jährige Ex-Finalistin Stosur nach der 5:2-Führung im zweiten Satz noch einmal verkürzte. Die in Venezuela geborene Muguruza hatte auch mit ihren Nerven zu kämpfen, bevor der Sieg nach 1:16 Stunden perfekt war. „Das ist normal, es ist immer ein schwerer Moment“, sagte sie. Als bislang letzte Spanierin hatte vor 16 Jahren Conchita Martinez das Endspiel im Stade Roland Garros erreicht. In der Bilanz gegen Williams heißt es zwar 1:3, der bislang einzige Sieg gelang Muguruza aber 2014 höchst überzeugend in Paris.

dpa

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