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Wimbledon-Nervenprobe für Zverev - Beck gegen Williams

London Wimbledon-Nervenprobe für Zverev - Beck gegen Williams

Wie bei den French Open in Paris bestimmt auch in Wimbledon Regen das Geschehen. Für die Organisatoren wird der Spielplan knifflig, für die Tennisprofis das bedeutende Turnier zur Geduldsprobe. Annika Beck kam weiter. Benjamin Becker und Dustin Brown schieden aus.

London. Für die beiden deutschen Hauptdarsteller Angelique Kerber und Alexander Zverev wird Wimbledon immer mehr zur quälenden Warterei. Annika Beck hat dagegen eine Regenpause zum erstmaligen Drittrunden-Einzug bei dem Tennis-Klassiker genutzt

Beck darf sich nun auf ein Duell mit Titelverteidigerin Serena Williams freuen. „Ich habe mir heute extra Tickets für den Centre Court besorgt, um mir einen Eindruck zu verschaffen“, sagte die 22-jährige Bonnerin nach dem 6:2, 6:1 gegen die Weißrussin Alexandra Sasnowitsch. „Ich hoffe, dass ich die Möglichkeit bekomme, auf dem Centre Court zu spielen. Man muss mehr als 100 Prozent spielen, um sie schlagen zu können.“

Während es die Fed-Cup-Spielerin nach einer langen Unterbrechung eilig hatte und für Dustin Brown nach einem Tennis-Spektakel gegen den Australier Nick Kyrgios sowie für Benjamin Becker das Aus kam, musste sich Zverev mit noch mehr Hin und Her abfinden. Am Abend wurde sein Zweitrunden-Match gegen den Russen Michail Juschni dann endgültig auf Samstag verschoben.

Beim Stand von 2:1 im fünften Satz für den 19-jährigen Hamburger verließen die Profis ein drittes Mal den Platz - und die Organisatoren brachen den Spieltag wenig später endgültig ab. Die angesetzten Drittrunden-Partien von Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber gegen Carina Witthöft sowie von Sabine Lisicki und Anna-Lena Friedsam wurden wegen des schlechten Wetters ebenfalls vertagt und werden frühestens am Samstag gespielt. Vom Abbruch profitieren könnte Titelverteidiger Novak Djokovic. Der Schützling von Boris Becker lag in seinem Drittrunden-Match gegen Sam Querrey überraschend mit 0:2-Sätzen zurück.

Das Wetter hatte das Geschehen beim bedeutendsten Tennis-Turnier der Welt am Freitag lange im Griff. Weil es schon am Dienstag und Mittwoch viel geregnet hatte, mussten die Profis überhaupt noch Zweitrunden-Partien absolvieren.

„Die Warterei gehört zum Sport dazu“, sagte Beck. Die Situation sei allerdings schwierig. „Wir müssen von jetzt auf gleich da sein. Wir werden spontan informiert.“ Die Weltranglisten-43. rechnete bereits damit, dass sie erst am Sonntag zum nächsten Mal antreten wird. Dabei ist neben der besonderen Atmosphäre der spielfreie mittlere Sonntag für Wimbledon charakteristisch. In diesem Jahr steht die 130. Auflage an, erst dreimal wurde mit der Tradition des spielfreien Sonntags gebrochen: 2004, 1997 und 1991.

Zur reizvollen Herausforderung mit Serena Williams wäre es beinahe gar nicht gekommen. Die Weltranglisten-Erste verhinderte in einem umkämpften Dreisatz-Match gegen ihre Landsfrau Christina McHale nur mit viel Mühe das drohende Aus.

Brown weiß, wie es ist, auf dem Centre Court gegen die Besten zu spielen. Im vergangenen Jahr hatte sich der 31-Jährige mit einem Coup gegen den zweimaligen Champion Rafael Nadal aus Spanien einen Namen gemacht. Im Kampf um den Achtelfinal-Einzug kann der Wildcard-Besitzer aber jetzt nicht mehr eingreifen.

Der 31-Jährige bot gegen den Weltranglisten-18. Nick Kyrgios über fünf Sätze einmal mehr eine begeisternde Unterhaltung für die Zuschauer. Am Ende verlor der Niedersachse gegen den Australier aber mit 7:6 (7:3), 1:6, 6:2, 4:6, 4:6 und scheiterte in der zweiten Runde. Benjamin Becker aus Mettlach unterlag dem tschechischen Top-Ten-Spieler Tomas Berdych mit 4:6, 1:6, 2:6.

dpa

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