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„Wir befinden uns in einer extrem verrückten 3. Liga“

„Wir befinden uns in einer extrem verrückten 3. Liga“

Hansas heutiger Gegner Zwickau ist das beste Rückrundenteam. FSV-Sportdirektor David Wagner erklärt den Höhenflug.

Der FSV Zwickau ist als Vorletzter in die Winterpause gegangen und jetzt mit Abstand die beste Mannschaft der Rückrunde. Welche Gründe gibt es für diesen Aufschwung, Herr Wagner?

David Wagner: Da kommen mehrere Dinge zusammen. Unsere Mannschaft lässt nicht viele Torchancen des Gegners zu und sie ist bereit, immer 100 Prozent zu geben – nur dann können wir punkten. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist unser großes Plus. Darüber hinaus haben wir in der Winterpause mit Robert Koch und Jonas Acquistapace erfahrene Spieler verpflichtet, die mit dem Thema Abstiegskampf umgehen können. Sie haben beide sehr gut und sehr schnell in die Mannschaft gefunden.

Musste Zwickau sich erst an die neue Liga gewöhnen?

Ja, das auch. Wir haben in der Hinrunde das ,volle Programm 3. Liga’ bekommen, mit allen Höhen und Tiefen. Wir haben viel Lehrgeld gezahlt, weil kleinste Fehler extrem bestraft wurden. Außerdem hat uns auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Wir befinden uns doch in einer extrem verrückten 3. Liga, was sich jedes Wochenende wieder zeigt: Jeder kann jeden schlagen. Die Duisburger sind ein Stück weit weg, aber der Rest hängt ja irgendwie zusammen. Da entscheidet eben oftmals das Quäntchen Glück – das wir in der Hinserie nicht hatten. Alles was knapp war, ist uns davongeflogen. Und wir haben uns auch mal eine richtige Beule geholt, unter anderem in Rostock.

Das 0:5 im Hinspiel war Zwickaus höchste Saisonniederlage. Da haben Sie jetzt sicher eine Rechnung offen?

Nein, diese Gedanken haben wir überhaupt nicht. Wir freuen uns auf das Spiel, das eine große Tradition hat. Wir hoffen, dass möglichst viele Zuschauer kommen, und wir wollen dieses Spiel gewinnen. Dafür müssen wir aber alles geben.

Wieviele Zuschauer erwarten Sie denn?

Durch die Spielverlegung ist das etwas schwierig. Hätte die Partie wie ursprünglich geplant am Samstag stattgefunden, hätten wir mit 10000 Zuschauern ein volles Haus haben können. Ich hoffe, dass wir am Montagabend die 7000er-Marke kratzen.

Schauen Sie in der Tabelle mittlerweile auch nach oben?

Nein. In der Hinserie haben wir alle gemeinsam alles dafür getan, dass alle in der Spur bleiben. Das heißt, den Plan des Trainers umzusetzen, geschlossen aufzutreten und dass keiner wegkippt.

Das ist uns gelungen und das gilt es jetzt weiter zu stabilisieren. Es wäre das Dümmste, jetzt zu glauben, dass wir schon irgendwas erreicht haben. Diesen Fehler werden wir nicht machen. Wir haben 36 Punkte – und mit 36 Punkten steigt man ab. Wir bleiben weiter sehr demütig, das ist ein wichtiger Punkt.

Sie haben auch in der Krise an Trainer Torsten Ziegner festgehalten. Gab es einen Moment, in dem die Stimmung zu kippen und den Trainer mitzureißen drohte?

Nein, in keinster Weise und zu keiner Sekunde. Und es ist auch klar begründbar, warum nicht: Wir hatten die Schwierigkeit, dass Torsten Ziegner seine Fußballlehrerlizenz gemacht hat und des öfteren von Montag bis Mittwoch nicht da war. Erst in der vergangenen Woche ist er damit fertig geworden.

Das wussten wir vorher und haben deshalb schon in der Regionalliga einen Plan gemacht, wie wir das auffangen. Mit Danny König haben wir einen sehr kompetenten Co-Trainer, der dann das Training geleitet hat und dabei von Torwarttrainer Steffen Süßner unterstützt wurde. Da ich sehr nahe an der Mannschaft und am Trainerteam bin, habe ich alle Strömungen mitbekommen. Seinerzeit war es in keinster Weise zu sehen, dass die Mannschaft irgendwie nachlässt oder das Trainerteam die Mannschaft nicht erreicht.

Mit René Lange, Patrick Wolf und vor allem Torwart Johannes Brinkies haben Sie drei Spieler mit Hansa-Vergangenheit im Team.

,Pommes’ (Brinkies) hat sich zu einem Super-Rückhalt für die Mannschaft entwickelt. Für ihn war es ja kein einfacher Wechsel von der schönen Ostsee nach Sachsen, das im Übrigen auch schön ist.

Er hat sein Leben bei Hansa Rostock verbracht und ist dort nach wie vor ein Liebling der Fans. Aber es passt einfach bei uns. Er fühlt sich sehr wohl hier und genießt unser absolutes Vertrauen.Wir waren von seinen Qualitäten von Anfang an überzeugt. Ich wünsche mir, dass er nicht nachlässt und weiterhin ein so guter Rückhalt für die Mannschaft bleibt.

Und was wünschen Sie sich für das Ostderby?

Natürlich einen Sieg unserer Mannschaft. Nach diesem Spiel soll die Hansa-Kogge dann ins ruhige Fahrwasser der 3. Liga schippern.

Interview: Sönke Fröbe

OZ

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