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Ziemers Traumtor krönt Hansa-Coup

MSV Duisburg 0:1 FC Hansa Rostock Ziemers Traumtor krönt Hansa-Coup

Angreifer netzt beim Tabellenführer kurz vor Schluss per Fallrückzieher ein / Ostseestädter zeigen starke Defensivleistung und setzen immer wieder Nadelstiche / Sportchef Schneider: überragende Leistung

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Was für ein Tor: Marcel Ziemer (in Rot) trifft nach einer artistischen Einlage per Fallrückzieher zum 1:0-Sieg. MSV-Keeper Mark Flekken schaut zu, wie der Ball in seinem Kasten einschlägt.

Quelle: Lutz Bongarts

Duisburg. Welch ein Tor, welch ein Sieg! Der FC Hansa hat mit seinem bislang besten Saisonspiel ein ganz dickes Ausrufezeichen in der 3. Liga gesetzt. Mit ihrem ebenso überraschenden wie verdienten 1:0 (0:0)-Triumph beim Tabellenführer MSV Duisburg brachten die Rostocker dem Spitzenreiter am Sonnabend die erste Saisonniederlage bei.

Nach dem Abpfiff rannte Torhüter Marcel Schuhen wie entfesselt auf Marcel Ziemer zu und schüttelte den Torschützen erst einmal richtig durch. „Manchmal gehen mir nach dem Spiel mal kurz die Gäule durch“, erklärte der Keeper und verriet: „Ich hatte ihm in der Halbzeit gesagt, dass er heute einen macht. Das Gleiche hatten wir schon mal in Paderborn.“ Zwei Wochen zuvor hatte der Angreifer beim 3:0 seinen Tor-Fluch beendet, diesmal wurde er sogar zum Helden des Tages.

Und wie: Mit dem Rücken zum Tor setzte sich Ziemer gegen seinen Bewacher Enis Hajri durch und netzte dann, halb wegrutschend, mit einem Fallrückzieher ein. Das erste Gegentor für den MSV im eigenen Stadion. „Das war Weltklasse. Die Einfachen sind im Moment nicht so sein Ding“, grinste Trainer Christian Brand zufrieden.

In der Tat schien der Torjäger in Duisburg wie schon im letzten Heimspiel gegen Osnabrück erneut vom Pech verfolgt zu sein. Erst klärte MSV-Verteidiger Wolze seinen Schuss auf der Linie (26.), dann fand er zweimal in Duisburgs Keeper Flekken seinen Meister (47., 53.). Doch kurz vor Schluss schlug Ziemer dann doch noch spektakulär zu.

„Wie der genau reinging – keine Ahnung. Ich war wirklich ein bisschen überrascht. Hauptsache, er war drin“, sagte der Stürmer. Nach seinen verpassten Gelegenheiten war der 31-Jährige doppelt erleichtert. „Solche Phasen, wo der Ball nicht reingeht, gibt’s immer wieder. Ich bin froh, dass mich das Trainerteam trotzdem unterstützt hat. Die Mannschaft hat gut gearbeitet und sich den Sieg verdient.“

Und das auch noch mit einer überraschenden Umstellung. Denn nicht Michael Gardawski, sondern Tobias Jänicke sprang für den kurzfristig ausgefallenen Maximilian Ahlschwede als Rechtsverteidiger in die Bresche. Die Entscheidung fiel erst am Freitagabend. „Der Trainer hat mich gefragt. Ich hatte das schon mal bei Dynamo Dresden gespielt, das Ergebnis behalte ich lieber für mich“, erklärte Jänicke schmunzelnd. „Es war ungewohnt, aber die Jungs haben es mir leicht gemacht. Dass wir dann noch durch so ein Tor das Spiel entscheiden, war natürlich das i-Tüpfelchen.“

Die Mannschaft habe schon früh gemerkt, dass dem MSV „nicht so richtig was eingefallen ist“, so Jänicke. Denn die Gäste standen über weite Strecken sicher. Bis auf die hektische Schlussphase ließen sie keine einzige große Torchance zu. Der MSV schoss zwar ab Mitte der zweiten Halbzeit aus allen Lagen, aber meist übers Rostocker Gehäuse. Mit den Vorstößen von Bülbül, Grupe oder Erdmann sorgten die Hanseaten ihrerseits immer wieder für Überraschungsmomente. Die Duisburger versuchten es am Ende vergeblich mit der Brechstange, was speziell bei Schnellhardt (Rot 90.) auch Frust erzeugte.

Jubelstimmung dagegen beim FC Hansa. „Die Körpersprache war für mich entscheidend“, sagt Brand. „Wir haben uns in den Wind gestellt und sind nicht umgefallen.“ Sportchef René Schneider fand’s „überragend. Man kann nur den Hut davor ziehen, wie die Mannschaft nach dem Lotte-Spiel (1:3/d. Red.) zurückgekommen ist.“ Seitdem holten die Rostocker in fünf Spielen vier Siege und sind wieder in der Tabellenspitze. Schneider: „So soll es in den nächsten Wochen weitergehen.“

Statistik

Duisburg: Flekken – Klotz, Bomheuer, Hajri, Wolze – Schnellhardt, Albutat (88. Engin) – Wiegel (60. Onuegbu), Janjic, Bröker – Brandstetter (75. Iljutcenko).

Rostock: Schuhen – Jänicke, Henn, Hoffmann (82. Kofler), Gardawski – Grupe, Erdmann – Andrist, Wannenwetsch, Bülbül (88. Platje) – Ziemer (90.+2 Garbuschewski).

Tor: 0:1 Ziemer (86.).

Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart). Zuschauer: 15610. Rote Karte: Schnellhardt (grobes Foulspiel/90.+1).

Gelbe Karten: Flekken, Hajri, Iljutcenko / Wannenwetsch, Grupe.

Kai Rehberg

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