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Zu viele Fehler: Empor patzt zum Auftakt

Rostock Zu viele Fehler: Empor patzt zum Auftakt

Die Rostocker Handballer verlieren ihr Heimspiel gegen den TV 1893 Neuhausen mit 29:36.

Rostock. Die Schlusssekunden. Die Handballer des HC Empor sind im Ballbesitz. Kevin Lux wird angespielt, doch der Kreisläufer wirft völlig frei stehend über das Tor. Die Szene passt ins Bild. Statt der erhofften Überraschung herrscht Ernüchterung im Rostocker Lager. Die Mecklenburger ziehen zum Zweitliga-Auftakt gegen den TV 1893 Neuhausen mit 29:36 (13:17) den Kürzeren. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben einen tollen Fight geliefert“, meinte der neue Cheftrainer Robert Teichert. „Scheiß

Saisonstart“, entfuhr es Lux. „Ich fand, Neuhausen war nicht deutlich besser als wir.“

Mit der Einschätzung lag der 20-Jährige durchaus richtig. Empor erwischte einen Start nach Maß – 4:2 (6.). Doch schnell wurde klar: Treffsichere Außen, ein starker Spielmacher (Philipp Jaeger) und ein unermüdlich rackernder Kreisläufer (Norman Flödl) reichen nicht aus, um die Württemberger dauerhaft in Bedrängnis zu bringen.

„Wir sind eine junge Mannschaft und versuchen, die fehlende Erfahrung durch ein bisschen Verrücktheit, Schnelligkeit und Spritzigkeit wettzumachen. Aber uns unterlaufen dabei zu viele Fehler“, erklärte Kapitän Norman Flödl.

Vor allem auf den Halbpositionen im Rückraum fehlte lange Zeit die nötige Durchschlagskraft. Florian Zemlin traf lediglich nach Tempogegenstößen. Julius Heil scheiterte mehrfach an Gäste-Torhüter Magnus Becker oder blieb mit seinen Wurfversuchen bereits in der gegnerischen Abwehr hängen. Und Matej Konsel, der eine Woche zuvor im Pokal gegen Flensburg (17:38) als fünffacher Torschütze überzeugt hatte, schmorte 25 Minuten auf der Bank. Da die Torhüter kaum einen Ball zu fassen bekamen, geriet Empor früh ins Hintertreffen. Die Fehlerquote schnellte in die Höhe. Papadopoulos scheiterte mit einem Siebenmeter an Becker. Einen Ballverlust von Zemlin bestrafte Schoch mit einem Fernwurf ins leere Tor. Ein Patzer von Heil führte zum 5:9 (16.). Im Angriff herrschte Flaute (nur ein Tor innerhalb von elf Minuten). Pech hatten die Rostocker zudem, dass die Schiris vor der Pause einen Fußfehler und einen Schrittfehler der Gäste übersahen – statt Ballgewinn für Empor hieß es jeweils Siebenmeter für Neuhausen.

Nach schwacher erster Hälfte meldete sich Empor furios zurück. Mit einem Dreierpack binnen 90 Sekunden durch Heil, Zemlin und Papadopoulos schafften die Gastgeber den 16:17-Anschluss. Die jungen Wilden waren endlich in der Liga angekommen.

Doch die Rostocker versäumten es, sich für ihren großen Kampf zu belohnen. „Wir haben leider den Ausgleich und das Drehen des Spiels nicht geschafft“, bilanzierte Trainer Teichert. Zu allem Übel bekam Jaeger erneut einen Schlag auf den lädierten rechten Daumen (Kapselverletzung) und musste vier Minuten lang behandelt werden. Als er zurück aufs Feld durfte, führten die Gäste 27:23.

Der HCE bekam in dieser Phase Neuhausens Rechtsaußen Klingler überhaupt nicht in den Griff. Auf der Gegenseite feierte André Meuser nach auskurierter Oberschenkelverletzung zwar ein gelungenes Kurz-Comeback, doch alles in allem war der TV „die abgezocktere und cleverere Mannschaft“, wie Teichert treffend formulierte.

Stefan Ehlers

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