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Fahrertausch bei Red Bull: Kwjat muss Verstappen weichen

Barcelona Fahrertausch bei Red Bull: Kwjat muss Verstappen weichen

Red Bull tauscht vor dem Formel-1-Rennen in Spanien seine Fahrer. Der Russe Daniil Kwjat muss zurück zu Toro Rosso, dafür wird Max Verstappen befördert.

Barcelona. Formel-1-Pilot Daniil Kwjat muss für den peinlichen Crash mit Sebastian Vettel büßen und sein Cockpit beim Red-Bull-Team für Supertalent Max Verstappen räumen.

Nur vier Tage nach dem doppelten Auffahrunfall des Russen mit Ferrari-Star Vettel in Sotschi teilte Red Bull mit, dass Kwjat schon beim nächsten Rennen in Barcelona am 15. Mai ins Cockpit des kleinen Schwesterteams Toro Rosso degradiert wird. Dafür steigt der erst 18 Jahre alte Niederländer Verstappen von Toro Rosso zum zweiten Red-Bull-Stammfahrer neben dem Australier Daniel Ricciardo auf.

Für Kwjat bedeutet die Entscheidung einen schmerzhaften Knick in seiner Karriere, auch wenn Red-Bull-Teamchef Christian Horner behauptete: „Das gibt ihm die Chance, seine Form wiederzufinden und sein Potenzial zu zeigen.“ Zuletzt in Sotschi hatte Kwjat als Pisten-Rambo schon in der ersten Runde das Rennen von Vettel beendet. „Die Bilder sprechen für sich“, hatte Vettel danach gesagt. Kwjat half da auch eine kleinlaute Entschuldigung beim Deutschen nicht, dessen Nachfolge bei Red Bull er 2015 angetreten hatte.

Beim Grand Prix von Spanien in gut einer Woche muss der 22-Jährige nun wieder zurück zum Toro-Rosso-Rennstall, für den er 2014 sein Debüt in der Formel 1 gegeben hatte. „Wirklich? Ein schlechtes Rennen und Kwjat wird fallen gelassen? Und was ist mit seinem Podiumsplatz im Rennen davor“, fragte McLaren-Pilot Jenson Button via Twitter.

Verstappen indes zeigte sich begeistert von der schnellen Beförderung. Im Vorjahr hatte er im Toro Rosso als jüngster Pilot der Formel-1-Geschichte debütiert, nun darf er den stärkeren Red Bull steuern. „Max hat sein außerordentliches Talent nachgewiesen“, sagte Teamchef Horner. Der Sohn des früheren Grand-Prix-Fahrers Jos Verstappen gilt in der Branche als Topstar der Zukunft, vor allem Ferrari wurde mehrfach Interesse an seiner Verpflichtung nachgesagt.

Wohl auch um die Verhandlungsposition im Poker um Verstappen zu stärken, zog Red Bull den vermutlich ohnehin geplanten Aufstieg des Youngsters deutlich vor. Mit Blick auf sein Debüt im Red Bull in Barcelona sagte Verstappen: „Ich kann diesen besonderen Augenblick kaum erwarten.“

dpa

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