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Formel-1-Deal fast fix - Ecclestone will Posten behalten

London Formel-1-Deal fast fix - Ecclestone will Posten behalten

Nicht mehr das Ob, sondern das Wann ist beim erwarteten Verkauf der Formel 1 entscheidend. Das bestätigt Boss Bernie Ecclestone in einem Interview. Sein eigener Posten steht angeblich nicht zur Disposition. Ein paar Jahre will der Brite noch bleiben.

London. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone will auch bei dem erwarteten Verkauf der Rennserie an das amerikanische Medien- und Unterhaltungsunternehmen Liberty Media seinen Posten als Geschäftsführer behalten.

„Nach zwei oder drei Jahren werde ich es vielleicht ein bisschen ruhiger angehen lassen“, sagte der 85-Jährige in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Die generelle Einigung der derzeitigen Besitzer, der Investmentgesellschaft CVC, mit Liberty Media über das Milliardengeschäft sei schon gefallen, bestätigte Ecclestone erneut. Es seien nur noch „Details“ zu klären.

Beim nächsten Grand Prix am 18. September in Singapur werde er nicht am Ort sein. „Sie haben mich gefragt zu bleiben und nicht nach Singapur zu reisen“, sagte Ecclestone laut AP in einem Telefoninterview. Es gäbe viele neue Dinge, die man „zum Laufen bringen müsse“.

Die Formel 1 hat sich in den vergangenen Jahrzehnten unter der Führung von Ecclestone zu einem Milliarden-Geschäft entwickelt. Der Brite vereinte die Teams und organisierte die gemeinsame Vermarktung, mit der die Rennserie inzwischen nahezu zwei Milliarden Dollar jährlich erlöst. „Wir alle profitieren von diesem Imperium. Bernie hat es zu dem gemacht, was es ist“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff am vergangenen Wochenende in Monza.

Vor zehn Jahren hatte CVC für mehr als 800 Millionen Dollar die Mehrheit der Anteile an der Formel 1 erworben und Ecclestone als zentrale Figur im Tagesgeschäft belassen. Rund vier Milliarden Euro soll CVC mit der Formel 1 verdient haben.

Über die Zukunft der Rennserie und einen möglichen Verkauf war seit langem spekuliert worden. Ecclestone hatte mehrfach einen Börsengang avisiert, der aber wegen der Finanzkrise immer wieder verschoben wurde. Als Kaufinteressenten für die Formel 1 waren in der Vergangenheit auch die katarischen Geldgeber von Paris St. Germain, ein US-Konsortium um Stephen Ross, den Eigentümer des American-Football-Teams Miami Dolphins, der Medienkonzern Sky und sogar Apple genannt worden. Liberty Media hat nun offenkundig das Rennen gemacht.

Auch über die Nachfolge von Ecclestone gab es schon allein wegen seines Alters immer wieder Debatten. Erfolgreiche Teamchefs wie der Österreicher Wolff von Mercedes oder der Brite Christian Horner von Red Bull galten bislang ebenso als mögliche Erben wie der spanische Formel-E-Chef Alejandro Agag. Als Favorit wurde in den vergangenen Wochen der amerikanische Top-Manager Chase Carey gehandelt, ein langjähriger Vertrauter des Medien-Moguls Rupert Murdoch.

Ecclestone allerdings hatte schon vor wenigen Tagen in Monza versichert: „Ich tue, was ich immer getan habe. Es ist meine Entscheidung, welche Rolle ich einnehme.“ Zwei oder drei Jahre will er nun noch bleiben.

dpa

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