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Hamiltons Ansage an Rosberg: Jetzt geht's richtig los

Monza Hamiltons Ansage an Rosberg: Jetzt geht's richtig los

Rasanter geht es nicht. Der Große Preis von Italien verspricht packende Duelle. Zum Beispiel wieder das von Verfolger Rosberg und Spitzenreiter Hamilton. Aber auch das von Verstappen gegen vermutlich alle Tifosi.

Monza. Mit Vollgas ins spektakuläre High-Speed-Europa-Finale: Für Lewis Hamilton kann die Saison jetzt richtig beginnen, auf Nico Rosberg wartet der nächste weiße Fleck in seiner Formel-1-Erfolgsvita.

Ferrari will vor den motorsportverrückten Tifosi in Monza wenigstens seine Podiumssehnsucht endlich wieder stillen. Und Brutalo-Pilot Max Verstappen kann sich schon mal auf ein Hass-Rennen auf der schnellsten Strecke im Kalender gefasst machen - beim Großen Preis von Italien fährt die Gefahr bei 250 km/h im Schnitt immer mit.

DER KAMPF DER SILBERFEILE

6:6 steht es nach Siegen - bei bislang 13 Rennen. Rosberg hat das vielbeschriebene Momentum eigentlich auf seiner Seite. Er gewann souverän in Spa-Francorchamps. Aber: Hamilton stärkte sich mit einer beispiellosen Aufholjagd in den Ardennen von Startrang 21 auf Platz drei.

„Jetzt geht es für mich richtig los“, kündigt er nun an. Strafen wegen neuer Motoren wie in Spa braucht er vorerst - und wenn alles wie geplant läuft auch bis zum Saisonende - nicht mehr fürchten.

Neun Punkte hat er vor dem 14. Saisonrennen mehr als Rosberg. Der WM-Zweite konnte in Monza bisher noch nie gewinnen. Das muss aber nichts heißen: In Belgien trug er sich am Sonntag auch zum ersten Mal in die Siegerliste ein. Hamilton liegt der Kurs allerdings auch, mehr als nur das: Hamilton entschied drei der vergangenen vier Rennen im Königlichen Park für sich.

Gewinnt er wieder, feiert der 31 Jahre alte Brite den 50. Sieg seiner Karriere. Der gleichaltrige Rosberg kommt auf bisher 20 Grand-Prix-Erfolge. Vor einem Jahr musste er in Monza aufgeben, zwei Runden vor Schluss. Aus dem Heck seines Mercedes schlugen Flammen. Nichtsdestotrotz sagt Rosberg nun: „Ich bin schon ganz heiß darauf, in unserem Silberpfeil um die Strecke in Monza zu fliegen.“

FERRARI BEIM HEIMSPIEL

Es wäre zu schön für die Fans und Ferrari: Begeisterte Tifosi und die italienische Hymne auf dem Siegerpodest für die Scuderia. Es wäre an der Zeit. Der letzte Ferrari-Sieg beim Heimrennen liegt sechs Jahre zurück.

Sebastian Vettel gewann schon dreimal in Monza, 2008 im Toro Rosso bei seinem Debütsieg, 2011 und 2013 im Red Bull, vor einem Jahr wurde er im Ferrari Zweiter. Kimi Räikkönen gewann hier noch nie.

Gibt es Hoffnung? Der Speed stimmte, stellten Vettel und auch Teamchef Maurizio Arrivabene nach dem Belgien-Rennen fest. „Erhobenen Hauptes“ (Vettel) trat die in diesem Jahr allerdings weiter sieglose Scuderia trotz der Plätze sechs (Vettel) und neun (Räikkönen) die Reise in die Heimat an. Dort dürfte einer von beiden auf dem Podium das Minimalziel sein.

DAS ROTE TUCH VERSTAPPEN

Es wäre der Albtraum für die Ferraristi: Ein Sieg von Max Verstappen. Selbst Vettel wurde zu Red-Bull-Zeiten schon ausgepfiffen auf dem Podium. Das dürfte aber nichts sein im Vergleich zu dem, was den 18 Jahre alten Niederländer erwarten würde. Ein rotes Tuch sei er für die italienischen Fans, vermutet Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko bereits laut „Bild“, nachdem Verstappen mit seinem Brutalo-Kurs in Belgien vor allem das Rennen der beiden Ferrari-Fahrer maßgeblich beeinträchtigt hatte.

Er wird wohl ebenso wie der Belgien-Zweite und WM-Dritte Daniel Ricciardo im Kampf um einen Podiumsplatz auch in Monza mitmischen, selbst wenn die Stärken des Red Bulls erst in den nachfolgenden Übersee-Rennen zum Tragen kommen. Verstappen freut sich jedenfalls schon, auf die Strecke, aufs Essen und auf ein Wiedersehen mit alten Freunden aus seiner vorangegangenen Motorsportzeit. Anders als in Spa dürften seine Anhänger diesmal allerdings deutlich in der Minderheit sein.

dpa

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Spa-Francorchamps

Es läuft zunächst nicht richtig gut. Die Probleme im Training kriegt Mercedes in den Griff. Rosberg fährt auf Pole. Dahinter sorgt Verstappen wieder für einen Eintrag in die Formel-1-Bücher. Hamilton fährt praktisch nur pro forma. Vettel wird Vierter.

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